ich bin erst vor kurzem auf dieses Forum gestoßen, als nämlich mein Augenarzt zum ersten Mal meinem "Augenleiden" einen Namen gegeben hat. Vorher hatte er immer von Verkrümmung der Hornhort gesprochen und ich habe mir (da ich mit meiner Brille einigermaßen leben konnte) keine großen Gedanken gemacht. Die letzten Monate habe ich dann eigentlich von Woche zu Woche eine Verschlechterung des Sehens bemerkt. Als der Leidensdruck - besonders an der Arbeit (bin Kaufm. Angestellte und sitze täglich 8 Std. vor dem PC) - im August dann zu groß geworden war, bin ich zu meinem Augenarzt. Der schaute auf meine Werte, schüttelte mit dem Kopf und sagte: Jetzt ist der Keratokonus ganz deutlich - Sie brauchen eine HH-Transplantation, sonst sind Sie bald arbeitsunfähig. Ich war natürlich fix und fertig und erstmal sprachlos. Vielleicht hat der Augenarzt eine andere Reaktion erwartet, jedenfalls blaffte er mich plötzlich an: Was wollen Sie den sonst machen? Sie sind doch noch zu jung, um zu Hause rumzusitzen, oder? Auf meine gestammelte Frage, wielange es bis zu einer Operation dauern würde, meinte er: Naja, es muß ja erstmal einer sterben, ne?
Ich bekam dann noch eine Überweisung zur Uni-Klinik Göttingen und einen feuchten Händedruck.
Mit dem Begriff Keratokonus (den fand ich dann auf der Überweisung vermerkt), habe ich dann das Internet unsicher gemacht und bin auf dieses Forum gestoßen.
Mit den ganzen tollen Infos und auch positiven Berichten zu Operationen im Hinterkopf, bin ich dann letzte Woche in der Klinik gewesen. Leider hat man mir dort erstmal jede Hoffnung genommen. Der ausgeprägte Astigmatismus würde zwar auf einen Keratokonus hinweisen, trotzdem sei man unsicher, da ich auch eine Hornhauttrübung hätte, die total untypisch sei. Außerdem hätte ich Gewebe (Flügelfell), das von der Nase her auf die Hornhaut wachsen würde. Alles in Allem teilte mir die Oberärztin mit, dass sie mit keiner Besserung nach einer HH-Transpl. rechnet. Dann malte sie ein wahres Schreckensbild aller Komplikationen und verunsicherte mich wirklich sehr. Trotz der schlechten Werte (links 50% Sehfähigkeit / rechts 10%) würde ich ja mit der Brille noch erstaunlich viel sehen, tröstete sie mich. Auf meinen Einwand, dass ich meine Arbeit am Bildschirm kaum noch machen kann und täglich mit Kopf- und Rückenschmerzen kämpfe ging sie gar nicht richtig ein. Es gäbe eben keine Lösung. Sie würde sich aber nochmal mit ihren Kollegen besprechen und dann einen Bericht an meinen Augenarzt schicken. Damit war die Sitzung dann für sie erledigt.
Seit heute sitze ich wieder an der Arbeit vorm PC und könnte ständig nur Heulen. Was soll ich bloß machen? Ich bin erst 37 Jahre alt.
Kann mir jemand von Euch vielleicht eine Augenklinik empfehlen, mit der Ihr gute Erfahrungen gemacht habt?
LG, Katinka
Ups, jetzt habe ich ja einen halben Roman geschrieben
Eigentlich wollte ich nur fragen, ob hier jemand im Forum ähnliches erlebt hat? Ich bin jetzt total unsicher, was ich noch machen soll. Die unsensiblen Sprüche der Halbgötter in Weiss haben mein Vertrauen in die Medizin etwas gestört.