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SPORT und KC
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Stefan
SPORT und KC
Hallo,
ein Thema das hier bisher noch nicht diskutiert wurde: Was für einen Einfluss hat sportliche Aktivität auf den Keratokonus. Ist Sport eher forderlich oder beschleunigt er das Voranschreiten?
Ich habe aufgrund einer schweren Knie-OP die letzten 1.5 Jahre kein Sport getrieben. Der Konus blieb in dieser Zeit relativ stabil ( nur minimale Verschlechterung). In den letzten 2 Monaten habe ich wieder angefangen Sport (Fitness, Radfahren) zu machen und festgestellt dass ich beim oder nach dem Sport Spannungen auf der Hornhaut verspüre.
Da durch sportliche Aktivität der Augeninnendruck steigt, ist wohl auch der Druck auf die Hornhaut grösser.
Auf der anderen Seite ist für das allgemeine körperliche Wohlbefinden eine bessere Fitness Grundvoraussetzung und letztendlich auch gut für die Versorgung des Auges samt Hornhaut. Meine Erfahrung ist bisher noch zu kurz um mir eine endgültige Meinung darüber zu bilden. Wahrscheinlich ist das wie so oft bei KC von Betroffenen zu Betroffenen anders.
Deshalb würde mich interessieren welche Erfahrungen ihr in dieser Beziehung gemacht habt. Gibt es wirklich einen Zusammenhang zwischen KC-Fortschritt und sportlicher Belastung (sowohl positiv wie auch negativ).
Ciao
Stefan
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Tom
Re: SPORT und KC
Als Antwort auf: SPORT und KC geschrieben von Stefan am 13. Mai 2003 20:32:45:
Hallo,
bei mir ist es eigentlich genau umgekehrt- ich habe ein Jahr lang nur wenig Sport gemacht- in der Zeit hatte sich der KC sehr verschlechtert.
(vorher viel Sport- Biken, Laufen, Klettern etc..)- stabil.
Wenn du also nicht gerade Glaukom-gefährdet bist- glaube ich nicht daß es da einen Zusammenhang gibt.
mfg, tom
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Vinyard
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Re: SPORT und KC
Ich für mich habe auch den Eindruck, dass Sport und die damit verbundene Anstrengung und die Erschütterungen eher schlechter für das Auge sind.
Weitere Erfahrungen?
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Tracker
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- KC-Experience: Ich bin 49 Jahre alt und habe seit 1996 eine leichte Doppelsichtigkeit auf dem rechten, dominierenden Auge, die als Keratokonus erkannt wurde. Auf dem linken, schwächeren Auge sehe ich scharf. Daher halte ich mit der Hand mein rechtes Auge zu, wenn ich Details erkennen will. Ich habe Probleme bei Kontrastunterschieden und kleiner Schrift. Beim Lesen sehe ich in ca. 20-30 cm Entfernung scharf und je mehr sich dieser Abstand vergrößert, desto ich mehr stehen die Buchstaben übereinander. Ich sehe dann schwarze Buchstaben und darunter, leicht nach links versetzt eine graue Kopie davon, was problematisch ist, solange die Buchstaben ineinander übergehen.
Vor einigen Jahren war ich 4 mal in der Augenklinik Homburg, wobei versucht wurde mit harten Kontaktlinsen die Hornhaut zu gurten. Bei Weitsichtigen scheint das aber nicht so einfach zu sein. Ich kam mit den Kontaktlinsen nicht klar, sah schlecht und wenn ich den Eindruck hatte, besser zu sehen, hatten sie sich gelöst und waren in der Augenhöhle verschwunden. Da ich ansonsten den Eindruck hatte mit meiner Brille ganz gut zu sehen, brach ich die Behandlung ab.
Eine Operation (Hornhauttransplantation) wird erst gemacht, wenn man 30% oder weniger sieht und das Risiko einer Verschlechterung zu vermeiden.
In den letzten Jahren scheint sich mein rechtes Auge aber weiter verschlechtert zu haben. Bei einer augenärztlichen Untersuchung am Arbeitsplatz konnte ich die Zahlenreihen im Gerät nicht eindeutig erkennen und bestenfalls raten, wobei ich meist falsch lag. Man sagte mir, ich bräuchte dringend eine neue Brille und müsste zum Augenarzt, wobei ich von dem Erfolg dieser Maßnahme nicht überzeugt war. Das hat sich beim Augenarzt dann auch bestätigt, weil ich wieder nichts klar erkennen konnte. Ich kann einfach nicht sagen mit welchen Linsen ich schärfer oder weniger scharf sehe, weil die Buchstaben ineinander übergehen und ich mit jeder Einstellung fast nichts exakt erkennen kann. Der Augenarzt meinte auch, dass es keinen Zweck habe, mir eine neue Brille zu verschreiben und versprach sich eine größere Chance von harten Kontaktlinsen, wovon ich nicht sehr begeistert war. Von einer Augenoperation riet er mir auch ab, weil ich dann mindestens ein Jahr Probleme hätte. Stattdessen erwähnte er, dass es auch ein neues Verfahren namens Hornhautvernetzung gäbe, überwies mich diesbezüglich nochmal in die Augenklinik Homburg und machte am 1. März einen Termin für mich aus. Jetzt versuche ich über das Internet mehr über das Verfahren der Hornhautvernetzung zu herauszufinden und ob ich mir das überhaupt finanziell leisten kann.
Re: SPORT und KC
Zwischen 1992 und 2006 habe ich an ca. 200 Volksläufen teilgenommen, darunter 2 x 80 km, 1 x 60 km und 14 x Marathon.
2004 machte ich meine letzten beiden großen Läufe (den Mainz-Marathon und den 60 km Bärenfelslauf).
Im November 2004 bekam ich dann Fersensporn und benötigte orthopädische Einlagen mit weichen Fersensporn-Einsätzen.
Als ich nach 4 Monaten Zwangspause wieder mit dem Laufen begann, hatte ich schon 7 kg zugenommen.
Mit meinem linken Fuß (Knöchel und Ferse) hatte ich aber auch weiterhin immer wieder Probleme.
Ich begann den Spaß am Laufen zu verlieren.
Ich lief nur noch sporadisch kleine Strecken zwischen 4 bis 7 km und nahm weiter zu.
In der Woche nach der Vernetzung meines rechten Auges am 15.03.2010 hatte ich endgültig die Schallmauer durchbrochen und mein Höchstgewicht von 100,4 kg erreicht.
Ich habe erkannt, dass es so nicht weitergehen kann und mir zum Ziel gesetzt nächstes Jahr im Mai wieder am Mainz-Marathon teilzunehmen.
Falls ich es schaffe mindestens 15 kg abzunehmen und fit zu sein, laufe ich Marathon, ansonsten evtl. nur die Halbmarathondistanz.
Ich hoffe nur, dass mein Knöchel mitspielt, mit dem ich schon seit ca. 10 Jahren Probleme habe.
Nun der Bezug zum Keratokonus:
Anfang 1996 fiel mir auf, dass ich rechts leichte Doppelbilder sah, aber erst 2001 wurde der KK diagnostiziert.
In der Zeit, als ich noch regelmäßig lange Strecken lief, war meine Sehleistung mit KK lange Zeit konstant.
Eine Verschlechterung bemerkte ich erst in den letzten 5 Jahren der Inaktivität, in denen ich nur noch sporadisch kleine Strecken lief.
2001 lag meine Leseleistung rechts noch bei 80 %, 2004 waren meine letzten großen Läufe, 2007 lag die Leseleistung bei 50 % und Anfang 2010 nur noch bei 30 %, worauf ich beschloß, mein rechtes Auge vernetzen zu lassen.
Fazit: Ich kann nicht sagen, ob sich Joggen in irgendeiner Form auf den KK ausgewirkt hat, aber in den letzten Jahren in denen ich nur noch sehr wenig lief, hat sich mein Auge deutlich verschlechtert.
Gruß
Michael
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andyH.
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- KC-Experience: kommt noch
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- Operationen: volles Programm:
linkes Auge: Tranplantation, wegen zu hoher Krümmung, danach noch gelasert. Trotzdem nur ca.60% mit starker Brille
rechts: zirkuläre Keratotomie mit Titanringring- hat überhaupt nicht funktioniert,
danach 2mal Operation in Rom bei Dr. Lombardi: ARK. Dann mit Brille ca.80%, aber Schmerzen im Auge und ständig schwankender Visus und Kopfschmerz
Sept. 09 Transplantation in Homburg. - Begeiterscheinungen: häufig Kopfschmerzen
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Re: SPORT und KC
Allerdings bin ich der Überzeugung das ein gutes Körpergefühl immer zu Gesundheit führt und somit auch das Auge besser versorgt werden kann und z.B. die Tränenflüssigkeit auch besser ist. Man sollte viell. nicht nur so "Hau-Drauf" Sport machen sondern z.B. beim Joggen auch mal so ein wenig in den Körpper hineinspüren.
Da ich mich in meinem Studium auch schon mit diesen Themen beschäftigt habe find ichs auf jeden Fall interessant. In einem Seminar über Entspannungstechniken wird auch ab und an Yoga gelehrt und da muss ich sagen, dass wenn der Kopf lange Zeit unter Brusthöhe ist, das evtl. nach OP`s nicht sonderlich gut ist, weswegen ich das auch erstmal sein lasse.
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Ataire
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- KC-Experience: Die Krankheit wurde bei mir vor ca. 2 jahren diagnostitiert und ich suche noch nach Behandlungsmöglichkeiten....
Re: SPORT und KC
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alfredo
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- KC-Experience: z.B.: Erste Diagnose 1995, bei Augenarzt Dr. Frankenstein / Klinik Frankenstein's castle
z.B.: Erste Vernetzung: links, 2000, Hamburg, Klinik am Stadtrand
z.B.: Erste Transplantation: rechts, 2010, München, Klinik in der Mitte