Hallo Tanja,
ich habe mehrfach diese Art von Untersuchung hinter mich gebracht. Anlaß war bei mir, das man eine Netzhauterkrankung bzw. Ablösung mit Sicherheit ausschließen wollte. Hierfür bin ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Augenklinik von Duisburg gefahren (die ist auch gut(!)).
Nachdem und bevor die Pupillen geweitet waren, wurden diverse Untersuchungen gestartet. Beispielsweise beim letzten mal eine Gesichtsfeldüberprüfung usw.. Purer Stress war dann beim letzten mal die Netzhautuntersuchung. Es wurde mir ein fluorezierendes Kontrastmittel gespritzt und während dessen die Netzhaut fotografiert. Hierfür wurde mit einer Lampe, welche über einen höheren UV-Anteil verfügt die Netzhaut beleuchtet. Obwohl unter normalen Umständen diese Lichtquelle bestimmt nicht blendet, empfand ich diese Licht so hell, anstrengend und schmerzend, daß ich nach dieser kurzen Prozedur wirklich erledigt war. Physisch hat man mir keinen Schmerz zugefügt, jedoch diese starke Blendung war echt unagenehm in meinem Fall. Bei anderen Patienten kann das empfinden durchaus anders sein. In meinem Fall empfand ich jedoch Stress bei dieser Untersuchung.
Netterweise haben dann die Ärzte des Krankehauses DU-Farn, kostenlos eine Topografie meiner Hornhaut mit einem ORBSCAN durchgeführt. Hierbei wurde die Hornhautoberfläche mit einem Laser abgetastet, vermessen und grafisch dargestellt. Dieses war weder unangenehm noch mit Stress verbunden. Der Scan war insofern nützlich, als das mein Kontaktlinsenspezialist die Linsen schneller und genauer anpasen konnte.
Nach den Augentropfen war ich extrem Blendungsempfindlich und konnte nichts mehr lesen. Bei der Bushaltestelle war ich auf fremde Hilfe angewiesen, da ich den Fahrplan nicht mehr lesen konnte, obwohl ich schon quasi mit der Nasenspitze an den Fahrplan stieß. Das war ein echt seltsames Gefühl.
Es besteht unter Umständen die Möglichkeit, nach der Untersuchung "Gegentropfen" zu bekommen, welche die Pupillenerweiternde Wirkung schneller wieder aufheben. Die Ärzte raten aber in der Regel davon ab und ich kann das nur unterstüzen. Vor einigen Jahren habe ich dieses schon einmal in Anspruch genommen. Angenehm habe ich die Gegentropfen nicht empfunden, da ich wirlich im Auge ein starkes ziehen, stechen usw. spürte. Seitdem möchte ich zukünftig darauf verzichten diese Tropfen in Anspruch zu nehmen. Damals war ich zwar schon nach wenigen Stunden wieder in der Lage zu "sehen" jedoch möchte ich Dir nicht empfehlen es genau so zu machen wie ich damals. Die Gegentropfen sind nicht gut (!).
In Deinem Fall würde ich mich im Vorfeld an die Bahn wenden und die Rückfahrt entsprechend planen. Immerhin gehört es zum Service der Bahn jemanden der Hilfe benötigt auch bis in den Zug zu begleiten. Glaube mir, du bist in dieser Situation wahrscheinlich darauf angewiesen, daß man Dir hilft.... Und es ist legitim um Hilfe zu bitten, oder Hilfestellungen anzunehmen....
Ich wünsche Dir eine gute Hin-, und vor allem eine gute Rückfahrt.
