Hallo zusammen!
Hier kommt nun eine Zusammenfassung von meinen Erlebnissen in den letzten Tagen:
Montag 01.03.2010
Um 08:00 Uhr durfte ich im Martin-Luther-Krankenhaus in Bochum für die Aufnahme eintreffen. Nach den Formalitäten ging es dann auch gleich auf die Station. Mein Zimmer, mein Bett und mein Schrank standen mir schon zur Verfügung.
Kaum bin ich angekommen, gab es den ersten Überfall durch das sehr nette Pflegepersonal. Blutdruck, Puls und Temperatur wurden gemessen. Alles bestens…
Dann durfte ich mich in meinem neuen Reich für die nächsten fünf Tage ausbreiten. Gegen 09:00 Uhr ging es dann zum EKG. Kurz und schmerzlos, von der Messdauer wurden maximal zwei bis drei Herzschläge gemessen; und wieder zurück auf das Zimmer.
Erstaunlicher Weise hielt sich die Aufregung sehr in Grenzen. Das ewige Warten war aber doch etwas nervig.
Um 10:00 Uhr ging es dann in die Ambulanz. Blut abnehmen; gleichzeitig wurde der Zugang für die Narkose gelegt. Direkt im Anschluss ging es zur Anästhesie für die Vorbesprechung zur Narkose.
Dann hieß es wieder warten. Um 11:45 Uhr bekamen meine Zimmergenossen dann ihr Essen, schon gemein, wenn man selbst nüchtern bleiben muss.
Um 12:30 Uhr habe ich mich dann für die OP umgezogen und die Beruhigungstabletten eingenommen. Eine Wirkung der Tabletten konnte ich selbst nicht ausmachen…
Gegen 13:00 Uhr ging es dann im Bett zur OP-Schleuse. Nach dem Umbetten auf den OP-Tisch musste ich dann noch bis 13:35 Uhr warten, bis Dr. Krumeich im Krankenhaus eingetroffen ist. Während dieser Wartezeit war ich schon ziemlich nervös… Dann gab es aber die Narkose, der letzte Uhrenvergleich sagte 13:35 Uhr (Gute Nacht).
Um 15:30 Uhr blickte ich dann wieder in einem Vorraum zum OP auf die Uhr. Ich wunderte mich schon, warum ich nochmals in den OP sollte… Aber dann kam die Erlösung, Dr. Krumeich sagte mir dass meine Endothelschicht erhalten werden konnte und die TLKP geklappt hat. Jetzt musste nur noch die Luftblase zum tamponieren von Endothel und Transplantat feinjustiert werden, dann ging es auch schon gegen 16:50 wieder zurück auf das Zimmer (wo mich schon meiner erster Besuch erwartete…).
Bettruhe war angesagt. Ich musste auf dem Rücken liegen, damit die Luftblase die Endothelschicht richtig stützen kann.
Aufgrund der Narkose und den Schmerzmittel war der erste Tag sehr entspannt, ich war nur ein wenig kaputt…
Wie üblich erfolgt dann seit Montag Abend auch die regelmäßige Einnahme von Augentropfen. (Isopto-Max, Ecolicin) abwechselnd im zwei-Stunden Rhythmus. Der Alltag richtet sich nun seit dem 01.03.2010 nach den Augentropfen…
Dienstag 02.03.2010
Um 08:30 Uhr ging es in die Ambulanz zur ersten Untersuchung. Die Naht sitzt gut. Drei störende Wimpern wurden gezogen, dann ging es auch wieder ins Bett (wie schon erwähnt Bettruhe war angesagt).
Langsam wurde das Fremdkörpergefühl im Auge schlimmer. Mein Rücken tat vom liegen weh, ich war richtig kaputt und müde… Rückblickend war der Dienstag der schlimmste Tag…
Um 14:30 Uhr ging es dann in die Praxis von Dr. Krumeich. Das Transplantat liegt perfekt und schließt gut mit dem Endothel ab. Das OP-Ergebnis war sehr gut. Schemenhaft konnte ich die Hand von Dr. Krumeich und die Finger erkennen, aber ziemlich verschwommen.
Mittwoch 03.03.10
Heute hieß es schon um 07:15 Uhr in der Praxis zu sein. Die Lage von Transplantat und Endothel sollte überprüft werden, damit ggf. in einer neuen OP Luft in das Auge eingeblasen werden kann. Aber das war nicht nötig, der Kontrollfaden für die Luftblase wurde gezogen…
Donnerstag 04.03.10
Am Donnerstag ging es erst um 9:00 Uhr in die Praxis von Dr. Krumeich. Die positive Nachricht, das Epithel ist schon in zwei bis drei Schichten über die Wundränder gewachsen. Das Transplantat sitzt immer noch optimal und das Ergebnis ist nach Dr. Krumeich noch besser als erwartet.
Leider kann ich noch nicht scharf sehen. Ich schaffe noch nicht einmal die 10%

. Es ist alles ziemlich verschwommen und Lichtquellen sehe ich doppelt und dreifach. Auf der einen Seite ist es schön zu hören, dass alles optimal verlaufen ist, andererseits mache ich mir schon auch Sorgen. Es ist persönlich nicht angenehm und auch etwas beängstigend so wenig zu sehen…Hoffentlich wird das bald besser!
Weiter positiv ist, dass die Bettruhe aufgehoben ist und ich tagsüber im Zimmer schon den Augenverband entfernen durfte…
Freitag 05.03.10
Heute darf ich nach Hause
Es ging zur Abschlussuntersuchung wieder in die Praxis von Dr. Krumeich.
Der Verlauf ist nach seiner Ansicht immer noch sehr optimal oder sogar besser. Das Epithel ist schon zu 80% über das Transplantat gewachsen. In 14 Tagen soll das Epithel dann vollständig neugebildet worden sein…
Störend im Auge ist nach wie vor ein Fremdkörpergefühl. So als ob jemand dauerhaft einen leichten Druck auf das Auge ausübt. Richtige Schmerzen hatte ich die ganzen Tage nicht. Das Gefühl im Auge ist zwar auszuhalten, aber doch sehr unangenehm. Um das Gefühl ein wenig zu unterdrücken hilft bei mir Iboprofen…
Sehen kann ich immer noch nicht mehr…

Der Blick auf die Welt mit dem rechten Auge ist sehr trübe, wie durch einen dicke Milchglasscheibe. Hoffentlich ändert sich das noch, so dass die OP wirklich als sehr optimal zu bezeichnen ist?!?
Gruß,
Sven
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