Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

CCL re. 2012, Uniklinik Frankfurt (+/)

designkey
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CCL re. 2012, Uniklinik Frankfurt (+/)

Post by designkey »

Der Ablauf der OP wurde ja schon eingehend geschildert und kann von mir bestätigt werden.

Am Anfang wurde ich von einer netten Schwester begrüßt und mir wurde die Vorbereitungsphase erklärt.
Ich erhielt einen nicht ganz dem aktuellen Trend entsprechend weißen Kittel über meine private Bekleidung und eine Haube zur Abdeckung der Haare. Mein Auge wurde mit Tropfen gereinigt und der Gesichtsbereich um das Auge desinfiziert.
Damit kein Riboflavin in mein Ohr läuft wurde es abgeklebt.

Nach einiger Wartezeit wurde mein Auge mit einigen Tropfen betäubt (die Betäubung habe ich nur leicht gespürt und hatte schon - unbegründet - Sorgen ob genug Tropfen aufgenommen wurden), Nach einer weiteren Warteizeit durfe ich mich auf die Liege legen. Insgesamt dauerte die Vorbereitung vielleicht 30 - 40 Minuten.

Eine nette Ärztin kam rein, welche auch über die gesamte Dauer von 60 Minuten anwesend war.

Die Wimpern wurden abgeklebt und der Liedspanner angelegt, durch die Betäubung des Auges war dies eigentlich nicht besonders Unangenehm. Durch ein Tuch wurde alles um das Auge herum abgedeckt, so das ich nur noch mit dem zu operierende Auge sah.

Anschließend kam der Professor rein und entfernte mit dem Hockeymesser das Epithel. Auch dies empfand ich nicht als besonders unangenehm (aber etwas merkwürdig, man sieht alles spürt aber (zum Glück) nichts).

Der Professor ging anschließend wieder raus und ich habe ihn auch nicht mehr gesehen.

Die Ärztin tropft nun regelmäßig das Riboflavin in das Auge und alles sieht plötzlich schön gelb aus.

Nach 30 Minuten und regelmäßigen Tropfen schaute ich in das UV Licht. Das Auge brannte nach einiger Zeit etwas, ich erhielt ein paar Betäubungstropfen und das brennen verschwand. zusätzlich zum UV Licht wurde weiterhin Riboflavin getropft.

Fertig. Die OP empfand ich nicht als unangenehm, auch die 60 Minuten gingen (subjektiv empfunden) schnell rum.

Ich erhielt noch eine Verbandskontaktlinse und das Auge wurde von der Schwester verbunden.

Gespannt erwartete ich die Schmerzen nach abklingen der Betäubung, vorsorglich lies ich mir von der Schwester noch Ibuprofen geben.
Langsam fing das Auge etwas zu brennen und zu tränen an zudem reagierten (beide) Augen recht lichtempfidlich. Also zu Hause alles etwas abgedunkelt. Der Verband wurde entfernt und das Auge erhielt Floxal Edo (gegen Infektionen) und Dexa Edo (gegen Entzündung) außerdem gegen die Trockenheit noch Cellufresh.

Floxal und Dexa wird nun bis zur Abnahme der Verbandkontaktlinse 3 mal träglich getropft, Cellufresh mehrmals bei Bedarf.

Da ich außer ein leichtes brennen (bzw. krazen) keine Schmerzen verspürte, verzichtete ich auf weitere Schmerzmittel.
Die Nacht habe ich ohne Probleme normal durchgeschlafen und am nächsten Tag waren die Augen schon weniger (aber weiterhin) lichtempflindlich. Die obligatorische Nachuntersuchung zeigte keine Komplikationen, die Epithel Schicht ist natürlich noch nicht zugewachsen, die Hornhaut weist zudem eine leichte Trübung auf. Dies entspricht aber dem Stand der Wundheilung.

Jetzt, am zweiten Abend nach der OP, habe ich noch ein leichtes "Fremdkörpergefühl" bzw. kratzen im rechten Auge und ein verschommenes Bild (wird aber durch das linke Auge ausgeglichen). Die Wohnung bei Sonnenschein mit Sonnenbrille verlassen ist kein Problem.
Auch das fernsehen ist wie gewohnt möglich

Fazit: Ich bin zufrieden mit der OP und dem bisherigen Verlauf. Die höllischen Schmerzen von den einige Berichten blieben mir zum Glück erspart. Auch bereitet mir der Gedanke an die zweite OP (für das linke Auge) keine Sorgen.
sabine s.
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KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: (positiver) CCL-OP Bericht Uniklinik Frankfurt

Post by sabine s. »

schön! wieder ein positiver bericht. danke sehr!
ich wünsche dir alles gute weiterhin! :::thumb :::thumb :::thumb
grüßle
sabine
designkey
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Re: (positiver) CCL-OP Bericht Uniklinik Frankfurt

Post by designkey »

@sabine danke, ich denke das eher was bei einem negativen Verlauf gepostet wird und man vielleicht dadurch einen zu negativen Eindruck gewinnen könnte.
Eine OP ist ja auch immer eine Abwägung zwischen Vorteilen und Risiken und bei CCL können Komplikationen auftreten.
Dennoch sollten wir froh sein, dass es diese Behandlungsmöglichkeit gibt. Früher konnte man ja wohl nur zusehen wie sich die Sehleistung immer weiter mit ständiger Anpassung der KL verschlechtert, bis hin zur den Transplantationen!

Zum weiteren Verlauf bei mir:
Am Donnerstag war die OP, am Freitag abend habe ich ja den Bericht gepostet.

Samstag ging es wieder zur Nachkontrolle, ich hatte weiterhin ein leichtes Fremdkörpergefühl im Auge und war noch etwas lichtempfindlich. Das Epithel war schon fast verschlossen. Die Hornhaut war getrübt, so das ich im rechten Auge ein "Milchglaseffekt" wahrnahm.

Sonntag Morgen war das Fremdkörpergefühl verschwunden, außer einer leichten Trockenheit (die dank Cellufresh direkt verschwindet) alles super. Die Verbandkontaktlinse wurde auch entfernt da das Epithel nun vollständig verschlossen ist. Auch der "Milchglaseffekt" lässt schon langsam nach (kann wohl lt. Ärztin bis zu 3 Monate andauern).

Heute (Montag), die Trübung verschwindet zunehmen, habe sogar das Gefühl, dass der durch den Keratokonus verursachte "Ghost Effekt" zurückgegangen ist und ich nach verschwinden der Trübung einen besseren Visus haben dürfte. Aber mal abwarten.

Tropfe jetzt für einen Monat jeden Tag viermal Efflumidex und nach Bedarf Cellufresh.

Fazit: :::thumb