Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Keratokonus und Keratokonjunktivitis epidemica (KCE)...!!!??

Alle neuen Themen zur Erkrankung Keratokonus, die in den oben definierten Bereichen (noch) nicht eingeordnet werden können. Grenzbereiche. Studien.
scorpion8020
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Posts: 29
Joined: 2006-07-16, 11:41
KC-Experience: Im Jahre 2000 wurde der Keratokonus beidseits festgestellt. Zudem das juvenile Glaukom beidseits. Ende 2000 dann die 1. Keratoplastik links da die Sehkraft stark abgesunken war und nicht mehr mit einer Sehhilfe korregiert werden konnte. Unzählige Monate krank geschrieben aber alles gut verlaufen. Die Sehkraft war mit starker Sehhilfe bis 60% wieder gegeben jedoch nicht Alltagstauglich. Im Jahre 2003 dann ein Unfall wobei ich mir die transplantierte Hornhaut zu 7/12 förmlich "rausriss" (Aufprall auf Schrankkante - Kante ging direkt ins Auge) und zugleich einen Contusio bulbi zuzog = Glaskörper kaputt, Linse kaputt und verschoben, Netzhautquetschung etc. In einer Not-OP wurde die Hornhaut gerettet. 6 Tage später dann eine Phako + HKL, Cerclage und Netzhautstabilisierung mittels Gas. Regenerierung verlief gut. Ein Jahr später stieg die Sehkraft mit starker Sehhilfe wieder bis auf 70%. Leider jedoch nur für ein paar Monate bis sie dann stetig weiter absank. Hauptsächlich war dafür mein Glaukom zuständig denn durch ständig erhöhten IOD und vielen OPs (von 2003 bis 2010 insgesamt 16) erkrankte die Hornhaut immer mehr. Sie trübte sich immer weiter ein. Erholte sich jedoch auch oftmals wieder bis zu einem gewissen Grade.

Mein Keratokonus auf dem rechten Auge wurde ebenfalls im Jahre 2000 festgestellt. Ich nahm und nehme noch heute um künstliche Lichtquellen komische Lichteffekte wahr wie sie wohl jeder KC-Patient kennt. Je nachdem wo die Hornhautverwölbung am stärksten ist - dort verzerrt sich alles. Glücklicherweise ist mein rechter KC seit Jahren als stabil einzuordnen aber das kann auch nur die Ruhe vor dem Sturm sein denn in den letzten 2 Jahren wurde ich auf dem Auge kurzsichtiger und auch die Lichteffekte verschoben sich ein wenig. Das deutet auf einen KC-Schub hin und wie viele davon noch folgen, weiß der Teufel...
Keratoconus since: Mitte 2000 festgestellt - 1 Jahr davor wahrgenommen durch extreme Sehverschlechterung und Lichteffekte um künstliche Lichtquellen.
Experience with eyeglasses / lenses: Kontaktlinsen wurden mal (so um 2001/2002) im "Huckepack"-Verfahren ausprobiert - anhand der Hornhautwölbung auf dem linken Auge aber nicht tauglich bei mir. Seit Ende 2009 - aufgrund Kurzsichtigkeit - trage ich nun eine Brille die auf dem rechten Auge noch die 100% bewerkstelligt.
Operationen: Perforierende Keratoplastik am linken Auge im Dezember 2000. Hornhautfadenentfernung im Jahre 2002. Alles perfekt verlaufen damals.
Begeiterscheinungen: Sehverschlechterung sowie Lichteffekte um Lichtquellen sowie dezentes Doppeltsehen von weißen Schriften/Buchstaben auf schwarzem Grund beidseits.
Mögliche Ursachen: Ganz klar - Nichterkennung des Keratokonus. Weiterentwicklung ist nicht beinflussbar. Mal dauert es und dann kommt es wieder in Schüben. Bei mir drehte sich seit 2005 der Keartokonus auf dem rechten Auge von unten nach rechts. Macht sich durch die Schlieren (bei künstlichem Licht) bemerkbar. Seither jedoch glücklicherweise stabil auch wenn seit Ende 2009 die Kurzsichtigkeit etwas weiter zugenommen hat.

Keratokonus und Keratokonjunktivitis epidemica (KCE)...!!!??

Post by scorpion8020 »

Hallo zusammen,

schon seit einigen Tagen geht mir die Frage - ob die KCE (extrem infektiöse Bindehaut- und Hornhautentzündung) negativen Einfluss auf den Keratokonus hat - nicht mehr aus dem Kopf. Da ich seit Ende Februar 2010 leider an der sehr ansteckenden Erkrankung leide und diese noch lange andauern kann (ca. 2-3 Monate) stelle ich mir diese Frage jeden Tag häufiger. Der Grund ist simpel denn die KCE kommt ja mit bösen Nebenwirkungen daher: Die ersten Wochen leidet man stark an Fremdkörpergefühl, Lichtscheu sowie an Juckreiz und Tränenfluss. Zudem kann es zu einer Schwellung der Augenlider kommen. Kurz danach kam es bei mir zu Hornhauttrübungen sowie starke Kurzsichtigkeit und komischen Lichteffekten wenn ich nachts in Straßenlampen geschaut habe.

Da die KCE öberflächig daherkommt sollte man denken das der Keratokonus dadurch nicht beeinflusst wird aber da bin ich mir keineswegs sicher. Zwar meinen die von mir befragten Äugenärzte auch, dass die KCE keinerlei Einfluss auf den KC hat aber Beweise gibt es dafür mal wieder keine. Es scheint mehr eine Vermutung zu sein und das beruhigt mich nicht gerade.

Ich frage auch deshalb weil eben bei mir diese komischen Lichteffekte auftauchten. Das die Hornhaut trübe werden kann wusste ich und man weiß somit etwas mit den feinen Grauschleier anzufangen wenn er daherkommt. Aber die abrupte Kurz- und Weitsichtigkeit war ein Schrecken. Lesen, TV schauen oder schreiben war nicht mehr möglich. Und das innerhalb von 3-4 Tagen. Meine Sehkraft rutschte von 100% auf über die Hälfte runter. Da bekommt man es ja mit der Angst zu tun. Zwar beruhigte mich meine Augenärztin und meinte das soetwas "normal" wäre und sie sogar mal einen Patienten hatte der durch die KCE kurzzeitig auf 10% Sehkraft abgerutscht sei aber der Normalfall ist das nicht gerade.

Na jedenfalls kam zu allen Symtomen noch eben die komischen Lichteffekte. Durch meinen Keratokonus habe ich ja bereits seit Jahren Lichteffekte wenn ich nachts in Lichtquellen schaue. Jedoch haben sich diese mit der KCE auch schlagartig geändert. Zwar sind meine "alten bekannten" Kera-Lichteffekte noch vorhanden jedoch ist nun noch eine weitere innerhalb eines Tages dazugekommen. Jetzt sehe ich um jede Lichtquelle quasi einen Heiligenschein - als wäre ein Mond direkt dahinter. So streut jetzt das Licht. Aufgrund dieser Tatsache muss ich erst einmal davon ausgehen das die KCE doch einen gewissen Einfluss auf den Keratokonus haben muss ansonsten würde es ja nicht zu neuen Lichteffekten kommen die man nur durch den KC kennen lernt.

Daher nun meine Frage: Hatte schon mal ein KC-Betroffener die KCE und ähnliche Symtome? Welchen Einfluss hatte die KCE Monate oder Jahre danach auf den KC??? Oder ist ein direkter Zusammenhang wirklich auszuschließen? Wäre schön hier ein wenig Klarheit zu bekommen.

HINWEIS AN ALLE: ACHTUNG - die KCE ist besonders im Wechsel zwischen Winter und Frühling häufig anzutreffen. Die Chance sich damit zu infizieren ist extrem hoch und in den letzten Wochen wurde vermehrt die KCE Deutschlandweit (insbesondere im Saarland) diagnostiziert. Mich hat es diesmal erwischt und das sicher durch eine Unachtsamkeit (vor dem Tropfen evtl. die Hände nicht gewaschen). Daher mein Rat an alle: Achtet besonders jetzt auf Hygiene bevor ihr euch tropft oder mit den Fingern an die Augen kommt. Wie gesagt, die Krankheit ist extrem ansteckend und derzeit sehr verbreitet!!!

Gruß Jens
Keratokonus & dysreg. juven. Offenwinkel-Glaukom rechts - seit 12/2000:
- 20 Operationen (linkes Auge)
- 3x Zyklophotokoagulation (linkes Auge)
- 4x Zyklokryokotherapie (linkes Auge)
- 2x Selektive Lasertrabekuloplastik SLT (rechtes Auge)
ocicat
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KC-Experience: Habe mir Anfang Feb.11 die KCE zugezogen, war sehr schwerer Verlauf, war über 6 Wochen krankgeschrieben und dann weigerten sich die Ärzte mich weiter krankzuschreiben obwohl noch nich alles abgeheilt war, habe nun ständig probleme mit diesem Auge, schmerzen, eitert und trockenheitsgefühl und nun die Bestätigung das meine Hornhaut nen bleibenen Schaden hat. Kann da eine OP helfen? Würde mich über hilfe sehr freuen

Re: Keratokonus und Keratokonjunktivitis epidemica (KCE)...!

Post by ocicat »

Habe mir Anfang Feb.11 die KCE zugezogen, war sehr schwerer Verlauf, war über 6 Wochen krankgeschrieben und dann weigerten sich die Ärzte mich weiter krankzuschreiben obwohl noch nich alles abgeheilt war, habe nun ständig probleme mit diesem Auge, schmerzen, eitert und trockenheitsgefühl und nun die Bestätigung das meine Hornhaut nen bleibenen Schaden hat. Kann da eine OP helfen? Würde mich über hilfe sehr freuen
scorpion8020
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Joined: 2006-07-16, 11:41
KC-Experience: Im Jahre 2000 wurde der Keratokonus beidseits festgestellt. Zudem das juvenile Glaukom beidseits. Ende 2000 dann die 1. Keratoplastik links da die Sehkraft stark abgesunken war und nicht mehr mit einer Sehhilfe korregiert werden konnte. Unzählige Monate krank geschrieben aber alles gut verlaufen. Die Sehkraft war mit starker Sehhilfe bis 60% wieder gegeben jedoch nicht Alltagstauglich. Im Jahre 2003 dann ein Unfall wobei ich mir die transplantierte Hornhaut zu 7/12 förmlich &quot;rausriss&quot; (Aufprall auf Schrankkante - Kante ging direkt ins Auge) und zugleich einen Contusio bulbi zuzog = Glaskörper kaputt, Linse kaputt und verschoben, Netzhautquetschung etc. In einer Not-OP wurde die Hornhaut gerettet. 6 Tage später dann eine Phako + HKL, Cerclage und Netzhautstabilisierung mittels Gas. Regenerierung verlief gut. Ein Jahr später stieg die Sehkraft mit starker Sehhilfe wieder bis auf 70%. Leider jedoch nur für ein paar Monate bis sie dann stetig weiter absank. Hauptsächlich war dafür mein Glaukom zuständig denn durch ständig erhöhten IOD und vielen OPs (von 2003 bis 2010 insgesamt 16) erkrankte die Hornhaut immer mehr. Sie trübte sich immer weiter ein. Erholte sich jedoch auch oftmals wieder bis zu einem gewissen Grade.

Mein Keratokonus auf dem rechten Auge wurde ebenfalls im Jahre 2000 festgestellt. Ich nahm und nehme noch heute um künstliche Lichtquellen komische Lichteffekte wahr wie sie wohl jeder KC-Patient kennt. Je nachdem wo die Hornhautverwölbung am stärksten ist - dort verzerrt sich alles. Glücklicherweise ist mein rechter KC seit Jahren als stabil einzuordnen aber das kann auch nur die Ruhe vor dem Sturm sein denn in den letzten 2 Jahren wurde ich auf dem Auge kurzsichtiger und auch die Lichteffekte verschoben sich ein wenig. Das deutet auf einen KC-Schub hin und wie viele davon noch folgen, weiß der Teufel...
Keratoconus since: Mitte 2000 festgestellt - 1 Jahr davor wahrgenommen durch extreme Sehverschlechterung und Lichteffekte um künstliche Lichtquellen.
Experience with eyeglasses / lenses: Kontaktlinsen wurden mal (so um 2001/2002) im "Huckepack"-Verfahren ausprobiert - anhand der Hornhautwölbung auf dem linken Auge aber nicht tauglich bei mir. Seit Ende 2009 - aufgrund Kurzsichtigkeit - trage ich nun eine Brille die auf dem rechten Auge noch die 100% bewerkstelligt.
Operationen: Perforierende Keratoplastik am linken Auge im Dezember 2000. Hornhautfadenentfernung im Jahre 2002. Alles perfekt verlaufen damals.
Begeiterscheinungen: Sehverschlechterung sowie Lichteffekte um Lichtquellen sowie dezentes Doppeltsehen von weißen Schriften/Buchstaben auf schwarzem Grund beidseits.
Mögliche Ursachen: Ganz klar - Nichterkennung des Keratokonus. Weiterentwicklung ist nicht beinflussbar. Mal dauert es und dann kommt es wieder in Schüben. Bei mir drehte sich seit 2005 der Keartokonus auf dem rechten Auge von unten nach rechts. Macht sich durch die Schlieren (bei künstlichem Licht) bemerkbar. Seither jedoch glücklicherweise stabil auch wenn seit Ende 2009 die Kurzsichtigkeit etwas weiter zugenommen hat.

Re: Keratokonus und Keratokonjunktivitis epidemica (KCE)...!

Post by scorpion8020 »

Hallo,

es tut mir leid zu lesen das du solche Probleme mit der KCE hattest und weiterhin hast. Es ist wirklich eine unangenehme "Krankheit" mit doch oftmals ungewissen Verlauf. Das die Ärzte dich im Stich gelassen haben ist traurig aber zugleich auch irgendwie verständlich denn sobald du nicht mehr ansteckend bist und wieder einigermaßen alleine klarkommst, besteht kein Anspruch mehr auf eine Krankschreibung. Das können die Ärzte nicht mehr bei den Krankenkassen geltend machen. Das ist ehr das Problem der Kassen - mal wieder - als das der Ärzte. Also sehe es nicht so das sie dich im Stich gelassen haben denn sie müssen sich bei den Kassen rechtfertigen. Klar, als Kranker sieht man das immer anders aber so ist es doch überall.

Was deine Frage nach einer OP bestrifft so wäre dies vorerst nicht ratsam. Gut, ich sehe deine Hornhaut jetzt nicht und kann das natürlich nicht ärztlich fundiert einschätzen aber das die KCE Narben auf der Hornhaut hinterlassen kann ist leider doch häufiger. Auch ich habe nach über einem Jahr noch Narben auf meiner Hornhaut und die werden wohl auch bleiben. Sie werden zwar immernoch kleiner aber ganz verschwinden werden sie nicht mehr. Sie stören aber glücklicherweise auch nicht und solange der Visus nicht auf ein bedrohliches Niveau gesunken ist, solange wäre eine OP der absolut falsche Weg denn eine Keratoplastik (Hornhauttransplantat) ist irreversibel und sollte immer nur als der allerletzte Ausweg gesehen werden denn auch hier ist die Krankphase extrem lang und oftmals mit vielen Problemen verbunden.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiter helfen und wenn du noch fragen zu einer Keratoplastik hast dann lass es mich wissen - ich kann aus eigener Erfahrung eines berichten...

Beste Grüße

Jens
Keratokonus & dysreg. juven. Offenwinkel-Glaukom rechts - seit 12/2000:
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- 4x Zyklokryokotherapie (linkes Auge)
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