Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

CCL re. 2009, li. 2010, Hamburg, Prof. Dr. Böhnke (+/+)

franky126a
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Joined: 2009-01-15, 14:42
KC-Experience: Keratokonus diagnostiziert vor ca. 25 Jahren, seitdem Kontaktlinsenträger, Sehleistung links ca. 100%, rechts ca. 80%
Keratokonus re + li Stufe 2 - 3
Hornhautdicke re + li ca. 300 Mikrometer
Keratoconus since: ca. 23. Lebensjahr
Experience with eyeglasses / lenses: Brille ca. 16. - 23. Lebensjahr, seitdem Kontaktlinsen; keine Ersatzbrille weil damit keine befriedigende Sehleistung zu erreichen ist.
Operationen: -----
Begeiterscheinungen: -----
Mögliche Ursachen: ?????

CCL re. 2009, li. 2010, Hamburg, Prof. Dr. Böhnke (+/+)

Post by franky126a »

Hallo zusammen,

da ich selber auch viel von Euren Berichten profitiert habe, möchte ich nun meine eigenen Erfahrungen mit CXL bei Prof. Dr. Böhnke schildern:

Das CXL wurde am 11. Mai 2009 an meinem rechten Auge vorgenommen. OP-Termine bei Prof. Dr. Böhnke sind mit einem Vorlauf von 4 - 8 Wochen zu bekommen, also verhältnismäßig kurzfristig.

Nach meinem Eintreffen musste ich zunächst einmal noch eine Erklärung unterschreiben, mit denen ich alle mit der OP verbundenen Risiken zur Kenntnis nehme. Hatte ich bereits drei Wochen abgegeben. Die Unterlagen waren aber irgendwie nicht da.... Macht nix. Auch die Kostenübernahme musste Ich noch einmal per Unterschrift erklären. Anschließend ging's nach nur etwa 5 Minuten Wartezeit direkt in den OP-Bereich. Dort bekam ich zunächst einen Kittel zum Schutz meiner Kleidung übergezogen und durfte mich dann im OP-Vorraum auf einen fahrbaren OP-Tisch legen. Nach etwa 20 Minuten Warte zeit (oder kam es mir nur so lang vor? - keine Ahnung), in der mein Auge schon eifrig beträufelt wurde, wurde ich in den eigentlichen OP-Raum geschoben. Während meiner 20 Minuten Wartezeit waren beide OP-Räume noch belegt. Als nicht so schön an dieser Wartezeit habe ich empfunden, dass zwar ca. 6 Leute immer geschäftig um mich herumgelaufen sind, aber nur die Dame, die mir regelmäßig die Betäubungstropfen ins Auge geträufelt hat, nahm überhaupt Notiz von mir.

Im OP-Raum wurde das dann ganz anders: Zunächst hat mir ein Assistenzarzt (?) alles sehr freundlich und ausführlich erklärt. Als dann kurz darauf Hr. Prof. Dr. Böhnke hereinkam, hat er in seiner, wie ich finde, sehr angenehmen Art zunächst ein bißchen Smalltalk gemacht und mir dann auch noch einmal alles erklärt. Ich wurde auch gefragt, ob ich eine Spritze zur Entspannung haben möchte. Jaaa! Sofort war ein Anästhesist da und verabreichte mir die Spritze. Ich habe den ganzen Ablauf als sehr entspannt empfunden, vielleicht lag's auch an der Spritze....

Dann wurde zunächst die Lidsperre eingesetzt - das einzige, was ich wirklich als ein wenig unangenehm empfunden habe. Dann fing Hr. Prof. Dr. Böhnke auch gleich mit dem Abschaben an. War nach wenigen Minuten erledigt und ich habe wirklich nichts davon gespürt. Damit war der Einsatz für Prof. Dr. Böhnke auch schon benedet. Das anschließende Beträufeln und die Bestrahlung hat der Assistenzarzt dann übernommen. Es wahr nicht unangenehm und wir haben uns nett unterhalten, u.a. über dieses Forum.

Abschließend habe ich dann eine Verbandlinse eingesetzt bekommen. Das ist doch eine normale weiche Einweglinse, oder? Für zu Hause habe ich dann noch Schmerztropfen, Antibiotikum/Desinfektionsmittel zum Eintropfen, eine Ersatzlinse, ein Rezept für Schmerztabletten, Befeuchtungstropfen und einen Handzettel, was ich wann nehmen soll mitbekommen. Leider passten die ganzen Bezeichnungen der Medikamnete nicht zusammen, sodass ich draußen am Empfang dann erst noch einmal klären lassen musste, was denn nun welches Präparat ist. Aber ließ sich alles schnell klären.

Zum Glück hatte ich meine Sonnenbrille dabei und meine Frau hat micht abgeholt. So war der Heimweg kein Problem. Mit Sonnebrille war die Helligkeit absolut auszuhalten. Habe mich dann den Rest des Tages zu Hause drinnen aufgehalten. Jalousien runter und Sonnenbrille auf - das war dann okay für mich. Auch die Schmerzen waren auszuhalten: Brennen und Fremdkörpergefühl. Aber mit den Schmerztropfen alles 3 - 4 Stunden ging's. Abends ist mir dann prompt die Verbandlinse herausgefallen. Da ich bisher mit weichen Linsen noch keinerlei Erfahrungen hatte, habe ich ganz schön herumgeprökelt, bis die Ersatz-Verbandlinse drin war.

Am nächsten Tag eigentlich das gleiche Bild: Brennen und Fremdkörpergefühl, aber auszuhalten. Ich war auch sogar schon draußen unterwegs (natürlich mit Sonnenbrille!).

Mittwoch, 13. Mai dann erste leichte Verbesserungen: Brennen und Fremdkörpergefühl lässt etwas nach. Donnerstag noch besser. Am Donnerstag, d. 14. Mai war dann auch der erste Nachuntersuchungstermin. Ergebnis: Alle sgut, aber noch einmal neue Verbandlinse drauf und neue Ersatzlinse für zu Hause.

Freitag/Samstag wurde es noch einmal etwas unangenehmer mit dem Brennen. Da habe ich auf eigene Faust noch ein paar Mal die Schmerztropfen genommen. Aber ab Sonntag wurde es dann täglich besser. Ich würde also sagen, dass, grob gesagt, eine Woche nach der OP unangenehm aber absolut auszuhalten ist!

Zweite Nachuntersuchung war dann am 20. Mai. Ergebnis: Verbandlinse kann runter, aber noch möglichst oft die künstl. Tränenflüssigkeit tropfen und abends noch 'ne Salbe ins Auge (die ich da auch erst von Hr. Prof. Dr. Böhnke bekommen habe). Was mir vorher nicht klar war: Meine eigene Kontaktlinse durfte ich da aber noch nicht einsetzen. Also noch weiter halb blind herumlaufen und einäugig am Computer arbeiten. Ich sehe aber ohne meine Linse so schlecht auf dem rechten Auge, dass das Gehirn dieses schlechte Bild offenbar sehr gut "ausblenden" kann. 3D-Sehen war natürlich beeinträchtigt, aber es ging. Auf Fussball habe ich allerdings verzichtet.

Also: Meine Linse sollte ich erst ab etwa Mitte Juni wieder einsetzen. Ich hab's dann aber Anfang Juni mal probiert, erst stundenweise und nach wenigen Tagen auch ganztägig. Ging super und die Helligkeitsempfindlichkeit war zu dem Zeitpunkt auch schon so gut wie weg. Unter dem Strich würde ich sagen, dass etwa vier Wochen nach der OP alles wieder "normal" war. Derzeit kann ich mit meiner alten Linse auf dem CXL-Auge sogar fast so gut wie vorher sehen.

Ende Juli habe ich nun noch einen letzten Kontrolltermin.

Das ist für mich zunächst ein sehr positives Fazit. Ob's nun unter dem Strich etwas hilft, sehen wir in ein paar Jahren... :::wink2
Mein linkes Auge habe ich mir für nächstes Jahr vorgenommen - wieder bei Prof. Dr. Böhnke.
franky126a
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KC-Experience: Keratokonus diagnostiziert vor ca. 25 Jahren, seitdem Kontaktlinsenträger, Sehleistung links ca. 100%, rechts ca. 80%
Keratokonus re + li Stufe 2 - 3
Hornhautdicke re + li ca. 300 Mikrometer
Keratoconus since: ca. 23. Lebensjahr
Experience with eyeglasses / lenses: Brille ca. 16. - 23. Lebensjahr, seitdem Kontaktlinsen; keine Ersatzbrille weil damit keine befriedigende Sehleistung zu erreichen ist.
Operationen: -----
Begeiterscheinungen: -----
Mögliche Ursachen: ?????

Positiver CCL-Bericht Prof. Dr. Böhnke (Hamburg)

Post by franky126a »

Hallo zusammen,

nachdem ich im Mai 2009 das CXL an meinem rechten Auge habe vornehmen lassen (siehe mein Beitrag in diesem Forum vom 14.06.2009), war ein Jahr später, also im April 2010, das linke Auge dran.

Die OP verlief ähnlich positiv und angenehm wie bereits 2009. Nur die Wartezeit im OP, bevor es richtig los ging, war nach meinem Empfinden deutlich zu lang. Ich glaube, ich habe fast eine Stunde dort gelegen...

Egal, das Ergebnis zählt!

Und das fällt bis jetzt absolut positiv aus! Die OPs sind 2 bzw. 3 Jahre her, Nachwirkungen gibt es bisher absolut keine. Das Sehvermögen ist auf beiden Augen sogar geringfügig besser geworden. Aber das beste: Beide Augen scheinen stabiler geworden zu sein. Nachdem ich in den Vorjahren fast jedes Jahr neue Kontaktlinsen brauchte, weil die Sehfähigkeit sich nennenswert verändert hatte, komme ich jetzt schon auf beiden Augen seit dem CXL mit den gleichen Linsen aus. Mal sehen, wie lange es gut geht....

Bis jetzt würde ich also sagen: Es hat sich gelohnt.

Mein Augenarzt sieht das ganze übrigens unter einem leicht anderen Aspekt: Wenn denn später die Hornhauttransplantation fällig werden sollte, ist wenigstens etwas festes zum Annähen da.

Brrrhhh....