Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

OP Technik Ferrara

pirol
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im Gesicht, Kopf, Nervenreizungen, Einschränkungen im Leben

OP Technik Ferrara

Post by pirol »

Ferrara-Ringe

Ferrara-Ringe sind Hornhautimplantate. Sie sind eine der neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der refraktiven Chirurgie.
Ein grosser Vorteil der Ferrara-Ringe besteht darin, dass für Patienten mit einem sog. Keratokonus nun auch die Möglichkeit besteht, die Sehkraft wesentlich zu verbessern und eventuell auch brillen- oder kontaktlinsenfrei zu leben.

Die sogenannten Ferrara-Ringe bestehen aus zwei kleinen, durchsichtigen Ringsegmente, mit einem gesamten Durchmesser von 6,7mm. Das Material der Ringe ist PMMA (Polymethylmetacrylat), das selbe Material wie die seit über 40 Jahren als Intraokularlinse (IOL) beim Grauen Star als Ersatz der natürlichen, erkrankten Linse implantiert wird. PMMA wird, wie die lange und millionenfache Erfahrung bei Intraokularlinsen zeigt, aller bestens im Gewebe des Auges vertragen.

Im Gegensatz zu der herkömmlichen Laserbehandlung der Fehlsichtigkeit wird bei den Ferrara-Ringen kein Gewebe entfernt. Erwähnenswert ist, dass beim Einsatz der Ferrara-Ringe das Zentrum der Hornhaut, welches für die optische Abbildung von entscheidender Bedeutung ist, nicht behandelt wird.

Durch Entfernen bzw. Auswechseln der Ringe kann das Ergebnis rückgängig (reversibel), bzw. bei Unter- oder Über-Korrekturen das Ergebnis korrigiert werden.

Operation
Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung (Augentropfen) und ist praktisch schmerzfrei.
Mit dem Femtosekundenlaser (siehe FS) werden zwei halbkreisförmige Kanäle in die Hornhaut präpariert. Dazu wird das Auge mit einem Vakuumsaugring fixiert.
Danach werden die sogenannten Ferrara-Ringe in die vom Femtosekundenlaser vorpräparierten Kanäle vorsichtig eingeschoben.
Durch die beiden Ringsegmente flacht der zentrale Teil der Hornhaut ab und korrigiert auf diese Weise den „Brechungsfehler“ – und vor allem auch die oft asymmetrische Hornhaut-verkrümmung.

Anwendungsbereiche der Ferrara-Ringe

Patienten mit Keratokonus
Kurzsichtigkeit (Myopie) bis ca. –4 Dioptrien
Hornhautverkrümmung < 1 Dioptrie
Vorteile der Ferrara-Ringe

Optisches Zentrum der Hornhaut bleibt unbehandelt; keine Schwächung der Hornhautstabilität.
Reversibilität
Keratokonus ist keine Kontraindikation; die Hornhaut wird „armiert“ und stabilisiert. Die Hornhautverkrümmung reduziert sich oft erheblich.


aus http://www.vedis.ch übernommen

Aktuell veröffentlicher Artikel:

http://www.rz-online.ch/news2005/Nr14-14apr/07.htm