Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

Autofahren und Keratokonus

Tipps und Tricks zum Umgang mit Keratokonus in Beruf und Freizeit. Erfahrungen mit Hilfsmitteln und psychologischer Beratung bei chronischen Krankheiten.
cookie

Autofahren und Keratokonus

Post by cookie »

Ich hab mal ne Frage die mich zur Zeit ziemlich beschäftigt:

Wie funktioniert bei Euch das Autofahren mit Keratokonus?

Bekommt man eines Tages Fahrverbot vom Arzt?

Und kann man nach der Transplantation wieder fahren?

Habe da im Moment sehr Panik wenn ich mir vorzustelle, dass ich vielleicht in zwei, drei Jahren nicht mehr Autofahren darf und mich nicht mehr selbständig in der Weltgeschichte bewegen kann...

Gruß Moni
Günter
Administrator/in
Posts: 1071
Joined: 2003-06-03, 15:12
KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.

Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131
Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
Has thanked: 92 times
Been thanked: 37 times

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Günter »

Hallo Moni,

mir hat mein Arzt das Autofahren nie wirklich verboten. Aber er hat mir schon klar gemacht, das ich da vorsichtig sein soll, weil ich im Grenzbereich liege. Ob ich zu dieser Zeit eine Amtsärztliche Untersuchung überstanden hätte weis ich nicht. Aber ich habe zu dieser Zeit freiwillig darauf verzichtet Auto zu fahren, über einen Zeitraum von 5 Jahren – bis zumindest ein Auge nach den Transplantationen wieder auch ca. 100% war.
Während dieser Zeit habe ich gemerkt das mir Autofahren sehr schwer fällt und ich nur mich und andere gefährde, also hab ich es gelassen, bis es mir wieder besser ging. Das ist hart, aber es muss nicht jedem so gehen.
Das war übrigens im Endstadium des KC als ich eh nur noch auf einem Auge sehen konnte und das Transplantierte Auge noch nicht soweit war. Ich denke das solche Geschichten eh nur die betreffen, die ans Endstadium des KC kommen, was nur bei 20% der Betroffenen der Fall ist.
An deiner Stelle würde ich mir darüber noch keine Gedanken machen, warte erst einmal ab, was die Kontaktlinsen bringen. Die verbessern die Sehfähigkeit normalerweise ziemlich gut, so das die meisten Effekte die du jetzt hast verschwinden oder stark abgemildert werden.
Da du dich im Anfangstadium des KC befindest ist nicht gesagt, das es je so weit kommt, das du dir über das Autofahren Gedanken machen musst.
Gruß Günter
cookie

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by cookie »

Hallo Günter,

5 Jahre... puuuh!
Das ist natürlich schon eine enorme Einschränkung.... Finde es schon jetzt schlimm, so ohne Linsen nur mit meiner "normalen" Brille kann ich z. B. nachts schon nimmer Autofahren... Gut, kommt darauf an wie das Sehvermögen gerade ist, aber ich trau mich im Moment einfach nicht bei Nacht zu fahren.
Da nicht überall die Straßenbahn hinfährt und ich auch nicht ständig jemanden hab der mich irgendwohin mitnehmen kann fühl ich mich im Moment schon ziemlich beeinträchtigt und eingesperrt. Und das mit 25 wo man eigentlich noch ziemlich viel vor sich hat....

Hoffe Du behältst recht und ich kann durch die Linsen wieder ein wenig aufatmen.... und vor allem fahren.

Das mit den 20 % beruhigt mich schon ein bisschen, das wusste ich nicht.

Gruß Moni
Günter
Administrator/in
Posts: 1071
Joined: 2003-06-03, 15:12
KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.

Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131
Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
Has thanked: 92 times
Been thanked: 37 times

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Günter »

Hallo,

meld Dich mal, wenn du die neuen Linsen hast, wie du damit siehst.
Gruß Günter
Filu28

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Filu28 »

Hallo,

also bei wars so. 1999 hatte ich eine Sehleistung mit Linse von ca. R: 50% und L: 70-80%. Ich entschied mich für eine OP. Zuerst Rechts im Feb. 2000. Ich konnte das Jahr mit Fäden gerade noch Autofahren, da ich links ja ca. 70-80% Sehleistung hatte mit Linse. Als ich dann die Fäden rausbekam, konnte ich eine Sehleistung von ca. 100 % mit Linse erreichen. Das Linke Auge sackte inzwischen auf 60% mit Linse. Also lies ich mir das Linke Auge im Juni 2003 operieren. Dieses Jahr konnte ich mich ja auf mein rechts Auge verlassen. In zwei Monaten bekomme ich auch da die Fäden raus, und es sieht ziemlich gut aus, dass ich dann auch auf die 100 % komme.

lg
Manni
Ziggy
-
Posts: 80
Joined: 2003-07-20, 07:06
Been thanked: 1 time

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Ziggy »

Das Autofahren ist das schlimmste bei uns betroffenen.

Ich hab emit Sport aufgehört habe viele andere hobbys aufgegeben aber damit kann ich leben.

Aber plötzlich kein Auto mehr zu fahren haut einen echt um, wenn man auch noch irgendwo in der Walachei wohnt wo die Busverbindungen schlecht sind.

Könnte jeden Tag kotzen.

Mahlzeit.
Tim_OS_78
Administrator/in
Posts: 784
Joined: 2003-06-03, 21:48
KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg.
Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge.
Has thanked: 14 times
Been thanked: 11 times

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Tim_OS_78 »

Ich denke wenn man bei Tageslicht zu schlecht sieht mit Keratokonus um Auto zu fahren, dann sollte man über eine neue Lösung nachdenken!

Zumindestens werde ich das so handhaben.

Bei Dunkelheit muß und kann man damit vielleicht leben!
Mimi3
-
Posts: 45
Joined: 2005-11-07, 16:02
KC-Experience: Erste Brille mit 5 (weitsichtig). Mit 14 Jahren plötzlich Kurzsichtigkeit mit Astigmatismus (Augenarzt ist ziemlich ratlos...). Bis heute: Ständig wechselnde Brillenwerte, Zunehmende Kurzsichtigkeit und Astigmatismus.

Mit 17 Diagnose Keratokonus durch einen Fachoptiker für KL, dieser will deshalb auch nur formstabile KL anpassen. Der Augenarzt versteht das Problem nicht, passt weiche Monatslinsen an.
Wenig später weist ein Augenarzt im Notdienst auf bestehende Hornhautveränderungen und Ausbuchtungen der Lidränder hin und rät zur Vorstellung beim Hausaugenarzt. KL dürften nicht ohne besondere Fachberatung getragen werden, weiche schon gar nicht! Hausaugenarzt sieht keine Bedenken.

Mit 19 sitzen die KL immer schlechter, lassen sich schwer einsetzen, reißen, verrutschen oder fallen heraus. Probleme mit trockenen Augen kommen erschwerend dazu. Da die bisherigen KL die Astigmatismuswerte nicht mehr ausgleichen können erstmal Rückkehr zur Brille.

Beginn zunehmender Sehstörungen (Halos, Lichtsterne, Doppelbilder, Ghosting, Verzerrungen), auf dem linken Auge vermutlich schon etwas früher, wurden aber durch das rechte ausgeglichen. Arztbesuche bringen zunächst wenig Klarheit, allerdings ist stets von Hornhautveränderung die Rede. Neuer Hausaugenarzt versteht die wechselnden Brillenwerte nicht.

Mit 24 Diagnose "Verdacht auf Keratokonus" (mit gewisser Unsicherheit bezüglich Keratoglobus oder PMD) bzw. "Keratokonus" (gesichert, mit einigen untypischen Parametern). Wegen zunehmend schlechterer Sehschärfe Anpassung von formstabilen angepassten KL beim Fachoptiker; leider ist die Tragezeit aufgrund trockener Augen und empfindlicher Hornhaut begrenzt (max 4 Stunden).

Mit 27 Diagnose Keratokonus (gesichert). Neben deutlichen Auffälligkeiten der Topographie starke Veränderungen der Kollagenfasern der Augenhornhaut. Augenklinik diagnostiziert ja nach Arzt Keratokonus (gesichert) oder Verdacht auf Keratokonus.
KL werden immer schlechter vertragen, daher Korrektur mit Brille soweit wie möglich. Brillenwerte ändern sich weiterhin ständig, die Sehschärfe nimmt immer weiter ab.

Mit 29 zeigt die Hornhaut links, mit 30 auch rechts ständige Risse und Narbenbildung. Epithel ist sehr dünn und unregelmäßig, zeigt kleine Wirbel. Die Hornhaut zeigt vertikale Linien, wird immer dünner und weicher. Sehschärfe jetzt noch 5-10% links, 30% rechts mit optimaler Brille (ohne nicht messbar). Diagnose "Hornhautveränderung, Verdacht auf Keratokonus" kann der Hausaugenarzt nun auch ohne weitere Hilfsmittel stellen. KL sind aufgrund der Befunde keine Option mehr.
Keratoconus since: Erste Auffälligkeiten (Kurzsichtigkeit, Astigmatismus, wechselnde Brillenwerte) mit 14. Diagnose Keratokonus mit 17 durch einen Fachoptiker. Ab 19 deutliche Probleme und Sehstörungen. Es folgte die übliche Arztodysee... Mit 24 durch Augenarzt bzw. Klinik erneut Diagnose Keratokonus bzw. Verdacht auf Keratokonus, ebenso mit 27 (Keratokonus, gesichert). Da es schwarz auf weiß bisher aber "nur" einen Bericht mit der Diagnose "Verdacht auf Keratokonus" gibt, habe ich mich lange geweigert, daran zu glauben...
Experience with eyeglasses / lenses: Da KL bei mir keine Option (mehr) sind, trage ich Brille, damit sehe ich wenigstens etwas... Anpassen lasse ich diese nur noch, wenn es deutlich etwas bringt, da sich die Werte ohnehin ständig wieder ändern.
Begeiterscheinungen: Trockene Augen, Hornhautrisse und Narben, Schwindel (vor allem bei Veränderung der Achswerte und Rissbildung). Ansonsten bestehen u.a. Asthma bronchiale, Allergien, instabile Bänder/Sehen/Muskeln mit Knick-Senkfuss und Neigung zu Bänderrissen, Skoliose und neurodermitisches Hautbild. Hilfreich ist, dass ich sehr gut höre!
Mögliche Ursachen: Möglicherweise weiche KL, allerdings nur was die Entwicklung angeht, die Auffälligkeiten fingen schon deutlich vor den ersten KL an!
Been thanked: 1 time

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Mimi3 »

Das mit dem Auto Fahren ist echt Scheiße, muss ich mal sagen! Man ist ja nicht nur privat eingeschränkt, sondern auch beruflich!

Ich bin ein gutes halbes Jahr nicht gefahren, aber nachdem die Ärzte meinten, es könne (solange man in den Werten liegt) keiner verbiete, mache ich es wieder. Allerdings: Unbekannte Strecken oder längere Strecken (max. 30 Minuten gehen) kann ich nicht mehr fahren - dabei war ich immer gut darin!

Bei Dunkelheit und Dämmerung kann ich überhaupt nicht mehr fahren inzwischen, weil ich nur noch Licht sehe und nicht was über meine Motorhaube hinausgeht.
Allerdings haben die Sterne, Halos und Schlieren inzwischen auch an leicht dunklen, regnerischen Tagen so zugenommen, dass es auch da schon kritisch wird.
Bin immer sehr gern Auto gefahren, und tue das auf kurzen Wegen noch immer, aber aufs Auto angewisen sein oder weiter weg fahren ist nicht mehr drin. Trotzdem: Bin froh solange ich noch fahren kann!!!

Fahre zur Uni eh mit dem Bus, aber besonders jetzt im Winter nervt das alles schon ziemlich. Habe mein Auto seit Tagen nicht bewegt.

Aber nochmal eine dumme Frage: Kann es sein dass ich die Lichteffekte obwohl der Visus noch sehr gut ist (60Li/70Re- mit Brille sollte ich noch dazu sagen)??? Mich wundert das etwas, weil ich gehört habe, dass man die Lichteffekt immer auf dem besseren Auge weniger hat. Gut, meine sind fast gleich gut, und die Lichteffekte Li tatsächlich etwas schlimmer, genau wie die Doppelbilder. Aber mir erscheinen sie insgesamt so extrem!!!
Anfangs waren es einfach "nur" Sterne une ein kleiner Streifen, konnte aber noch sehe was so los ist rundherum... Obwohl ich beim Autofahren schon lange vor allem nachts immer wieder anhören musste "Hey, da isr rot" oder "Der bremst! Siehst du das denn nicht?" Dachte immer nur wie unkonzentriert ich sein muss, denn ich dachte die Sterne sähe jeder, hatten sich halt so eingeschlichen...
Inzwischen sehe ich aber wie gesagt kaum mehr etwas, und vom Rückspiegel reden wir auch lieber nicht...

Übrigens ist daher auch Radfahren nicht möglich.

Immerhin bin ich seitdem nicht mehr so faul und gewöhne mich ans Bus Fahren. Nur gut, wenn man nicht auf dem letzten Dorf wohnt!!!
Tim_OS_78
Administrator/in
Posts: 784
Joined: 2003-06-03, 21:48
KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg.
Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge.
Has thanked: 14 times
Been thanked: 11 times

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Tim_OS_78 »

Hallo Mimi,

das Autofahren stellt sicherlich für viele ein Problem dar.
Ich für meinen Teil kann bei Dunkelheit auch nur mit den Linsen autofahren und dann auch nur bekannte Strecken.
Tagsüber kann und darf ich auch mit meiner Brille fahren, aber fällt mir doch schon sehr schweeeeeeer.

Also ich denke es geht sicherlich allen hier so bis auf diejenigen, die wirklich noch die 1,0 erreichen!

VG
Tim
Hanna84
-
Posts: 62
Joined: 2005-04-09, 13:42
KC-Experience: siehe meine Forumsbeitrag ("Hanna: Transplantation, Stuttgart, 1/2006 und 9/2010")
Keratoconus since: 2000 im Alter von 16 Jahren
Experience with eyeglasses / lenses: Hmmh... Erfahrunge mit der Linse habe ich insofern, dass ich sie schon überall (und wirklich fast ÜBERALL gesucht und auch gefunden habe:-); ansonsten trage ich grad Linse plus Brille: r: 0,2 (Z.n. KPL 9/10) l:0,8
Operationen: beidseitig Keratoplastik
li: 01/2006
re: 09/2010
beide Op`s in der Augenklinik Stuttgart, Prof. Weidle
siehe auch meinen Forumsbeitrag ("Hanna: Transplantation, Stuttgart, 1/2006 und 9/2010")
Begeiterscheinungen: hmmh ... keine Begleiterkrankungen...
Mögliche Ursachen: mein Vater hat auch Keratokonus... die Macht der Gene...

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Hanna84 »

Hallo!!!

Ich habe mich hier lange nicht mehr im Forum eingeschaltet, aber seit meinem letzten Besuch in der Augenklinik betrifft mich das Thema auch :(
Mir wurde eröffnet, dass ich unter der Grenze liegen würde, bis zu der man noch Auto fahren darf... Ich war erstmal geschockt und hab nicht näher nachgefragt, weil ich irgendwelche weiteren Folgen befürchtete... Kenn mich da nicht aus und sah in meiner Unwissenheit schon vor meinen inneren Augen (die funktionieren noch ganz gut ;-) ) den Arzt, wie er meinen Führerschien aus meinem trauten Geldbeutel zieht und dieser für immer in irgendwelchen Akten verschwindet... Der nette Herr Doktor hat das Ganze dann aber auch nicht weiter vertieft...
Nun ja, jetzt aber zu meinen Anliegen (um meine paranoide Unwissenheit zu beenden)
Wie sieht das ganze rechtlich aus???
Ist mir das Fahren wirklich "verboten", oder ist es sozusagen nur ratsam, nicht zu fahren???
Was ist, wenn ein Unfall passiert, an dem ich u.U. noch nicht einmal Schuld bin? Kann ich trotzdem zur Rechenschaft gezogen werden? Kann irgendwelche Schuld auf mich gewälzt werden, weil ich ja vom Arzt "aufgeklärt" wurde?
Wie sieht die Versicherung das alles? Wird man hochgestuft? Kann sie ne Zahlung verweigern, wenn sie erfährt, dass mir vom Fahren abgeraten wurde? Will nicht unbedingt nachfragen, nicht um die noch auf irgendwelche Fährten zu locken...

Ein Stück weit ist es für mich auch eine Frage des Gewisssens. Was, wenn etwas passiert und ich vielleicht noch nicht mal rechtlich schuld bin... Macht man sich nicht trotzdem Vorwürfe, weil man verantwortungslos gehandelt hat, und man es doch eigentlich wusste...

Dann würde ich gerne noch wissen, in wie fern euch der KK beim Fahren einschränkt? Bei mir ist das eine Auge sehr schlecht, so dass mein räumliches Sehen darunter leidet und ich z.B. Abstände zu parkenden Autos nicht so gut einschätzen kann. Insgesamt ist das Fahren halt anstrengender und ich fühle mich einfach insgesamt auch unsicherer und in meiner Reaktion verlangsamt.
In der Dunkelheit vermeide ich es schon seit längerem zu fahren, auch schon bevor der nette Doktor mich aufgeklärt hat.
Aber ich würde es subjektiv nicht als so schlimm einschätzen, dass ich mich am Tage nicht mehr hinters Steuer setzten würde... Ist subjektive und objektive Einschätzung so unterschiedlich???Vielleicht liegt auch gerade darin die Gefahr...
Wie schlimm war es bei euch und wie war eure subjektive Einschätzung??? War der KK so schlimm, dass ihr euch "freiwillig" nicht mehr hinters Steuer gesetzt habt? Und wie habt ihr es praktisch gehalten mit dem Fahren?

Vielen Dank schon mal!

Liebe Grüßle Hanna
Günter
Administrator/in
Posts: 1071
Joined: 2003-06-03, 15:12
KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.

Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131
Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
Has thanked: 92 times
Been thanked: 37 times

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Günter »

Hallo Hanna,

ich bin kein Jurist und weis auch nicht im Detail wie das gesehen wird.
Aber da sprichst du ein heikles Thema an.

Im Prinzip hat der Augenarzt seine Pflicht erfüllt, indem er dich darauf hin gewiesen hat, dass du unter der Grenze für das Autofahren liegst. Er unterliegt der Ärztlichen Schweigepflicht und darf diese Information an niemand weitergeben. Also von da droht keine Gefahr.

So, wenn du nun an einem Unfall beteiligt bist, und es kommt raus, dass du nicht genug siehst, bekommst du mindestens eine Teilschuld und hast anschließend den Führerschein los.

Was passiert wenn sie dir auch noch nachweisen, dass du gewusst hast, dass du eigentlich nicht mehr fahren darfst weis ich nicht. Rechtlich gesehen ist das grob fahrlässig, und zeiht mit Sicherheit ein Strafverfahren nach sich – Fahren ohne Führerschein oder so.
Ob sich das dann auch auf den Versicherungsschutz auswirkt weis ich nicht.
Es dürfte aber schwer fallen dir nachzuweisen, dass du das gewusst hast – den der Arzt unterliegt der Schweigepflicht, von der du ihn nicht zu entbinden brauchst.
Gruß Günter
Tim_OS_78
Administrator/in
Posts: 784
Joined: 2003-06-03, 21:48
KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg.
Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge.
Has thanked: 14 times
Been thanked: 11 times

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Tim_OS_78 »

Hallo,

also zum Auto fahren braucht man auf einem Auge mindestens einen Visus von 0,7 oder mit beiden Augen zusammen (Wer Personen befördert braucht mehr).

Wer das nicht erreicht, muß damit rechnen wenn es schlecht läuft zur Rechenschaft gezogen werden.
Ich würde aber so lange ich mich sicher fühle auch noch fahren.

VG
Tim
Anja_1
-
Posts: 374
Joined: 2004-02-13, 14:09
KC-Experience: Hier steht eigentlich das Wichtigste: http://www.forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=689
Keratoconus since: Ende 2003

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Anja_1 »

Hallo Hanna,

dieser Satz trifft hier vielleicht ganz gut zu: "solange nichts passiert, interessiert es niemanden..."
Habe mal ein bißchen gegoogelt: Du kannst unten nachlesen wie es rechtlich aussieht und was für Folgen entstehen können - zumindest mal was die Fahrerlaubnis angeht. Erst wenn die Fahrerlaubnis durch die Behörde entzogen wird, weil z.B. das augenärztliche Gutachten gegen Dich spricht, und Du dann trotzdem fährst, ist es Fahren ohne Fahrerlaubnis.
Ich weiß von einem Bekannten, dass eine Meldung an die Führerscheinstelle geht, wenn eben aufgefallen ist, dass Du unsicher gefahren bist (kann sich ja in verschiedener Art und Weise zeigen), und die Behörde prüft woran das gelegen haben könnte. Muss wohl nicht gleich bei der ersten Meldung sein, kann aber sein. Bei älteren Menschen liegt z.B. eine unsichere Fahrweise oft am Alter, aber woran kann es bei einem jungen Menschen liegen? Da wird man vermutlich relativ schnell bei den Augen suchen...

Was die Versicherung angeht - keine Versicherung zahlt gerne und versucht erst mal beim jeweiligen Unfallgegner eine Schuld zu suchen/finden. Und wenn es eben den minimalsten Hinweis gibt, wird die Versicherung versuchen Dir etwas zuzuschustern.

Einen Punkt solltest Du vielleicht noch bedenken, der jetzt überhaupt nichts mit dem Rechtlichen zu tun hat: was wäre, wenn durch Dein Verschulden z.B. ein Mensch verletzt wird oder gar schlimmer - weil Du ihn aufgrund der fehlenden Sehkraft nicht oder zu spät gesehen hast? Wie könntest Du dann damit umgehen...

Mmh, ist wirklich ein schwieriges Thema... hast Du Dir denn schon Gedanken über Behandlungsmöglichkeiten gemacht? Du bist jetzt an einem Punkt, an dem es vielleicht sinnvoll wäre.

Gruß Anja


§ 2 StVG - Fahrerlaubnis

(4) Geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen ist, wer die notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllt und nicht erheblich oder nicht wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder gegen Strafgesetze verstoßen hat.
(12) Die Polizei hat Informationen über Tatsachen, die auf nicht nur vorübergehende Mängel hinsichtlich der Eignung oder auf Mängel hinsichtlich der Befähigung einer Person zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen lassen, den Fahrerlaubnisbehörden zu übermitteln, soweit dies für die Überprüfung der Eignung oder Befähigung aus der Sicht der übermittelnden Stelle erforderlich ist.


§ 3 StVG - Entziehung der Fahrerlaubnis

(1) Erweist sich jemand als ungeeignet oder nicht befähigt zum Führen von Kraftfahrzeugen, so hat ihm die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis zu entziehen.


Auszug aus der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)

§2 Eingeschränkte Zulassung zur Teilnahme am Verkehr:
(1) Wer sich infolge körperlicher oder geistiger Mängel (auch durch das Lebensalter bedingt) nicht sicher im Verkehr bewegen kann, darf am Verkehr nur teilnehmen, wenn Vorsorge getroffen ist, daß er andere nicht gefährdet...

§3 Einschränkung und Entziehung der Zulassung:
(1) Erweist sich jemand als ungeeignet oder nur noch bedingt geeignet zum Führen von Fahrzeugen oder Tieren, hat die Fahrerlaubnisbehörde ihm das Führen zu untersagen, zu beschränken oder die erforderlichen Auflagen anzuordnen.
(2) Rechtfertigen Tatsachen die Annahme, daß der Führer eines Fahrzeuges oder Tieres zum Führen ungeeignet oder nur noch bedingt geeignet ist, finden die Vorschriften der §§11 bis 14 entsprechend Anwendung.

§11 Eignung:
(2) Werden Tatsachen bekannt, die Bedenken gegen die körperliche oder geistige Eignung des Bewerbes begründen, kann die Fahrerlaubnisbehörde zur Vorbereitung von Entscheidungen über die Erteilung oder Verlängerung der Fahrerlaubnis oder über die Anordnung von Beschränkungen oder Auflagen die Beibringung eines ärztlichen Gutachtens durch den Bewerber anordnen. Bedenken gegen die körperliche oder geistige Eignung bestehen insbesondere, wenn Tatsachen bekannt werden, die auf eine Erkrankung oder einen Mangel nach Anlage 4 (Eignung und bedingte Eignung zum Führen von Kfz) oder Anlage 5 (Eignungsuntersuchung) hinweisen. Die Behörde bestimmt in der Anordnung auch, ob das Gutachten

1. von einem Facharzt, Arzt des Gesundheitsamtes oder Arzt der Arbeits- oder Betriebsmedizin,
2. durch eine amtlich anerkannte medizinisch-psychologischen Untersuchungsstelle (MPU),
3. durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr

erstellt wird. Die Behörde kann auch mehrere solcher Anordnungen treffen.

(6) Die Fahrerlaubnisbehörde legt unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Einzelfalls und unter Beachtung der Anlagen 4 und 5 in der Anordnung zur Beibringung des Gutachtens fest, welche Fragen in Hinblick auf die Eignung des Betroffenen zum Führen von Kfz zu klären sind. Die Behörde teilt dem Betroffenen unter Darlegung der Gründe für die Zweifel an seiner Eignung und unter Angabe der für die Untersuchung in Betracht kommenden Stelle mit, daß er innerhalb einer von ihr festgelegten Frist auf seine Kosten der Untersuchung zu unterziehen und das Gutachten beizubringen hat.
Ergibt das Gutachten , daß der Antragsteller zum Führen von Kraftfahrzeugen bedingt geeignet ist, so kann die Verwaltungsbehörde die Fahrerlaubnis unter den erforderlichen Auflagen erteilen, der Betroffene hat den Auflagen nachzukommen.

(7) Steht die Nichteignung des Betroffenen zur Überzeugung der Fahrerlaubnisbehörde fest, unterbleibt die Anordnung zur Beibringung des Gutachtens.
Weigert sich der Betroffene, sich untersuchen zu lassen, oder bringt er der Fahrerlaubnisbehörde das von ihr geforderte Gutachten nicht fristgerecht bei, darf sie bei ihrer Entscheidung auf die Nichteignung des Betroffenen schließen.
Hanna84
-
Posts: 62
Joined: 2005-04-09, 13:42
KC-Experience: siehe meine Forumsbeitrag ("Hanna: Transplantation, Stuttgart, 1/2006 und 9/2010")
Keratoconus since: 2000 im Alter von 16 Jahren
Experience with eyeglasses / lenses: Hmmh... Erfahrunge mit der Linse habe ich insofern, dass ich sie schon überall (und wirklich fast ÜBERALL gesucht und auch gefunden habe:-); ansonsten trage ich grad Linse plus Brille: r: 0,2 (Z.n. KPL 9/10) l:0,8
Operationen: beidseitig Keratoplastik
li: 01/2006
re: 09/2010
beide Op`s in der Augenklinik Stuttgart, Prof. Weidle
siehe auch meinen Forumsbeitrag ("Hanna: Transplantation, Stuttgart, 1/2006 und 9/2010")
Begeiterscheinungen: hmmh ... keine Begleiterkrankungen...
Mögliche Ursachen: mein Vater hat auch Keratokonus... die Macht der Gene...

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Hanna84 »

Schon mal vielen Dank für die Antworten!
Auch Anja: Danke für deine Mühe:-) Zu deiner Frage wg. einer Behandlung- stehe auf der Warteliste zur Keratoplastik! Die Akte liegt schon beim Professor auf dem Schreibtisch und er hat gesagt, es wäre jetzt ganz nah dran! Vielleicht noch dieses Jahr!:-)

Aber schreibt nur weiter, wer noch was zum Thema weiss:-) Bin gespannt!

Liebe Grüße Hanna
Sylke

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Sylke »

Hallo !
Das Thema Autofahren interessiert mich auch sehr ,da wir auf einem Nest mit 30 Einwohnern leben dort kommt morgens um 7°° ein Bus und am Nachmitag um 16 °° noch einer das wars ( wie soll man da Arbeiten und Einkaufen u.s.w. ) ich habe auf einem Auge 60 % und auf dem andern 40 % kann mann das zusammenzählen 100 % klingt gut .
Oder wie ist die erlaubte Grenze bis zum gesetzlichem Fahrverbot ?


LG Sylke
Anja_1
-
Posts: 374
Joined: 2004-02-13, 14:09
KC-Experience: Hier steht eigentlich das Wichtigste: http://www.forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=689
Keratoconus since: Ende 2003

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Anja_1 »

Hallo Sylke,

hier wirst Du fündig: http://www.forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=751
Bei Dir noch kein Problem - bleibt auch hoffentlich so!

Gruß Anja
Mimi3
-
Posts: 45
Joined: 2005-11-07, 16:02
KC-Experience: Erste Brille mit 5 (weitsichtig). Mit 14 Jahren plötzlich Kurzsichtigkeit mit Astigmatismus (Augenarzt ist ziemlich ratlos...). Bis heute: Ständig wechselnde Brillenwerte, Zunehmende Kurzsichtigkeit und Astigmatismus.

Mit 17 Diagnose Keratokonus durch einen Fachoptiker für KL, dieser will deshalb auch nur formstabile KL anpassen. Der Augenarzt versteht das Problem nicht, passt weiche Monatslinsen an.
Wenig später weist ein Augenarzt im Notdienst auf bestehende Hornhautveränderungen und Ausbuchtungen der Lidränder hin und rät zur Vorstellung beim Hausaugenarzt. KL dürften nicht ohne besondere Fachberatung getragen werden, weiche schon gar nicht! Hausaugenarzt sieht keine Bedenken.

Mit 19 sitzen die KL immer schlechter, lassen sich schwer einsetzen, reißen, verrutschen oder fallen heraus. Probleme mit trockenen Augen kommen erschwerend dazu. Da die bisherigen KL die Astigmatismuswerte nicht mehr ausgleichen können erstmal Rückkehr zur Brille.

Beginn zunehmender Sehstörungen (Halos, Lichtsterne, Doppelbilder, Ghosting, Verzerrungen), auf dem linken Auge vermutlich schon etwas früher, wurden aber durch das rechte ausgeglichen. Arztbesuche bringen zunächst wenig Klarheit, allerdings ist stets von Hornhautveränderung die Rede. Neuer Hausaugenarzt versteht die wechselnden Brillenwerte nicht.

Mit 24 Diagnose "Verdacht auf Keratokonus" (mit gewisser Unsicherheit bezüglich Keratoglobus oder PMD) bzw. "Keratokonus" (gesichert, mit einigen untypischen Parametern). Wegen zunehmend schlechterer Sehschärfe Anpassung von formstabilen angepassten KL beim Fachoptiker; leider ist die Tragezeit aufgrund trockener Augen und empfindlicher Hornhaut begrenzt (max 4 Stunden).

Mit 27 Diagnose Keratokonus (gesichert). Neben deutlichen Auffälligkeiten der Topographie starke Veränderungen der Kollagenfasern der Augenhornhaut. Augenklinik diagnostiziert ja nach Arzt Keratokonus (gesichert) oder Verdacht auf Keratokonus.
KL werden immer schlechter vertragen, daher Korrektur mit Brille soweit wie möglich. Brillenwerte ändern sich weiterhin ständig, die Sehschärfe nimmt immer weiter ab.

Mit 29 zeigt die Hornhaut links, mit 30 auch rechts ständige Risse und Narbenbildung. Epithel ist sehr dünn und unregelmäßig, zeigt kleine Wirbel. Die Hornhaut zeigt vertikale Linien, wird immer dünner und weicher. Sehschärfe jetzt noch 5-10% links, 30% rechts mit optimaler Brille (ohne nicht messbar). Diagnose "Hornhautveränderung, Verdacht auf Keratokonus" kann der Hausaugenarzt nun auch ohne weitere Hilfsmittel stellen. KL sind aufgrund der Befunde keine Option mehr.
Keratoconus since: Erste Auffälligkeiten (Kurzsichtigkeit, Astigmatismus, wechselnde Brillenwerte) mit 14. Diagnose Keratokonus mit 17 durch einen Fachoptiker. Ab 19 deutliche Probleme und Sehstörungen. Es folgte die übliche Arztodysee... Mit 24 durch Augenarzt bzw. Klinik erneut Diagnose Keratokonus bzw. Verdacht auf Keratokonus, ebenso mit 27 (Keratokonus, gesichert). Da es schwarz auf weiß bisher aber "nur" einen Bericht mit der Diagnose "Verdacht auf Keratokonus" gibt, habe ich mich lange geweigert, daran zu glauben...
Experience with eyeglasses / lenses: Da KL bei mir keine Option (mehr) sind, trage ich Brille, damit sehe ich wenigstens etwas... Anpassen lasse ich diese nur noch, wenn es deutlich etwas bringt, da sich die Werte ohnehin ständig wieder ändern.
Begeiterscheinungen: Trockene Augen, Hornhautrisse und Narben, Schwindel (vor allem bei Veränderung der Achswerte und Rissbildung). Ansonsten bestehen u.a. Asthma bronchiale, Allergien, instabile Bänder/Sehen/Muskeln mit Knick-Senkfuss und Neigung zu Bänderrissen, Skoliose und neurodermitisches Hautbild. Hilfreich ist, dass ich sehr gut höre!
Mögliche Ursachen: Möglicherweise weiche KL, allerdings nur was die Entwicklung angeht, die Auffälligkeiten fingen schon deutlich vor den ersten KL an!
Been thanked: 1 time

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Mimi3 »

Hallo zusammen!

Mein Arzt hat mir zum Autofahren gesagt, dass man es solange nach eigenem Ermessen sollte, wie man es darf. Das heißt Visus mind 0.5 und 0.2 oder 0.6.
Nachts bekommt man einen Eintrag wenn der Nachtvisustest zu schlecht ausfällt, wegen der Lichteffekte kann aber keiner was sagen, weil man die nicht prüfen kann.
Soweit ich weis, darf man fahren, bis der Arzt was sagt, dann aber nicht mehr! Ich würde es dann auch nicht tun, bin aber zum Glück noch weit davon entfernt.
Ich denke dass man seinen Visus schnell besser einschätzt als er ist. Jemand der keine Brille trägt merkt ja auch nicht, dass er eine braucht!!!

Obwohl ich offiziell noch fahren darf, ist da sbei mir aber leider doch sehr eingeschränkt. ehrlich gesagt war es mit das erst was auffiel, als ich zuerst nachts später auch tags immer wieder von Mitfahren zu hören bekam, ob ich dies oder jenes denn nicht sehen würde und als immer öfter knappe Situationen entstanden. (Denke lieber nicht daan). Habe das damals aber nicht mit meinen Augen verbunden, konnte es mir einfach nicht erklären.
Abstände kann ich auch nicht besonders einschätzen, bremse deshalb manchmal etwas spät (inzwischen weis ich das und versuche es auszugleichen).
Nachts geht wegen der Lichteffekte gar nicht mehr, sehe ja kaum mehr was direkt vor mir ist. Wird nur leider immer schlimmer, und so trübes Wetter wie heute ist auch schon sehr kritisch inzwischen.

Ich fahre nur noch sehr eingeschränkt, kurze Wege an guten Tagen und bei gutem Wetter ist ok. Aber ansonsten nehme ich lieber den Bus, auch wenns nervt. Aber nachdem ich ein halbes Jahr gar nicht gefahren bin (weil ich auch unsicher war bezügl. Versicherung und so) ist das schon wieder eine tolle Verbesserung, vor allem im Sommer.
Kritisch ist denke ich aber für jeden KKler auf's Auto angewiesen zu sein.

Ich denke daher 1. nicht fahren wenn der Arzt es verbietet! 2. ansonsten nach eigenem Ermessen, aber ehrlich zu sich sein und auf seine Beifahrer hören...

Und: Wenns nach einem schlimmer Unfall vors Gericht geht, verplappert man sich bestimmt auch selber, wenn man wusste dass man nicht fahren darf!!!

Mich würde aber auch mal brennend inteessieren, wie ihr anderen das mit dem Fahren (tags/nachts) so erlebt und wie ihr das handhabt!
Thomas F
-
Posts: 40
Joined: 2006-02-08, 12:21
KC-Experience: => Beiträge
Keratoconus since: ca. 20 LJ
Operationen: 12.2005 Hornhaut-Transplantation rechts
Been thanked: 1 time

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Thomas F »

Hallo zusammen,

ich mache beruflich Außendienst - und fahre so um die 60.000km/Jahr.
Meine Sehwerte mit Kontaktlinsen vor der Transplantation lagen bei L70% R20%. Nach dem, was ich hier gelesen habe, durfte ich noch fehren. Fühlte mich aber dabei oft nicht wohl. Bei den zeitweise intensiven Schmerzen fuhr ich - besonders auf langen Strecken öfter mal auf einen Parkplatz und nahm die Linsen raus, machte ein Nickerchen / gönnte mir etwas Frischluft. Danach ging es oft besser.

Was mir auch in der dunklen Zeit SEHR geholfen hat ist die Investition für Xenon-Scheinwerfer. Ich finde den Unterschied in der dunklen Jahreszeit auf nasser Straße gewaltig. Die Investition bewegt sich bei einem Neu-Fahrzeug zwischen 800 und 1000,-€ .... ich denke, die waren gut angelegt.
Was ich ebenfalls sehr zu schätzen gelernt habe, ist der selbstabblendende Rücksiegel. Kommt helles Licht von hinten, wird der Spiegel bläulich getönt - wie die LCD-Anzeige einer Uhr. Dies macht das ständige rauf- und runterkippen der herkömmlichen Rückspiegel überflüssig. Bei Dunkelheit sieht man wirllich das wenige, was es zu sehen gibt. Und bei Verkehr hinter einem blendet der viel weniger. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs wird auch auf volle Sicht geschaltet.

Zuletzt - also die Wochen vor der OP fühlte ich mich auf dunklen, nassen Straßen dennoch nicht mehr richtig wohl. Sehr dankbar war ich, daß ich 5 Tage nach meiner Vorstellung transplantiert wurde.
Eingestellt hatte ich mich auf bis zu 6 Monate ohne Auto ....
Während meiner Zeit in der Klinik war für das nicht operierte Auge eine neue Linse gefertigt worden - durch diese und den Rückgang der Trübung der Hornhaut dieses Auges komme ich nun auf 95...100% links; rechts kann ich in der zeit keine Zahl nennen - zumindest waren die Doppelbilder (bei mir 25-fach) weg, was mein räumliches Sehen stark verbesserte. So hatte mein Optiker keine Bedenken, daß ich von da an wieder fuhr. Das war etwa eine Woche nach der OP.
6 Wochen nach der OP kamen die Stützfäden am operierten Auge raus - leider kann ich da immer noch keine Zahl nennen - aber mit diesem Auge allein reicht es, KFZ-Kennzeichen auf der anderen Seite einer 3-spurigen Straße zu lesen. Auch meine Mails schreibe ich nun ohne Linse im anderen Auge - also mit der Sehleistung des operierten - zwar mit einem 19"-Monitor - aber mit der normalen Schriftgröße - und das bei normalem Abstand (also nicht mehr mit der nase am Monitor).
Da ich beruflich sehr auf das Auto angewiesen bin, bin ich sehr dankbar über diesen Verlauf!
Thomas

2.Mo 15:26 Gott spricht: ... ich bin der HERR, der dich heilt.
Norbert S.
-
Posts: 277
Joined: 2003-09-04, 09:05
Has thanked: 1 time
Been thanked: 4 times

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Norbert S. »

Hallo.

Dachte eigentlich, dass ich es bereits im Forum gepostet hatte, konnte es aber nicht finden.

Anbei ein Auszug aus der "Fahrerlaubnisverordnung".

Meine Quelle:
http://verkehrsportal.de/fev/anl_06.php

Grüße
Norbert

===============

Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)

Anlagen zur Fahrerlaubnis-Verordnung

Anlage 6 (zu §§ 12, 48 Abs. 4 und 5)

Anforderungen an das Sehvermögen

1 Klassen A, A1, B, BE, M, S, L und T

1.1 Sehtest (§ 12 Abs. 2)
Der Sehtest (§ 12 Abs. 2) ist bestanden, wenn die zentrale Tagessehschärfe mit oder ohne Sehhilfen mindestens beträgt: 0,7/0,7.
Über den Sehtest ist eine Sehtestbescheinigung nach § 12 Abs. 3 zu erstellen.

1.2 Augenärztliche Untersuchung (§ 12 Abs. 5)
Besteht der Bewerber den Sehtest nicht, ist eine augenärztliche Untersuchung erforderlich. Es müssen folgende Mindestanforderungen erfüllt sein:

1.2.1 Zentrale Tagessehschärfe
Fehlsichtigkeiten müssen - soweit möglich und verträglich - korrigiert werden.
Dabei dürfen folgende Sehschärfenwerte nicht unterschritten werden:
Bei Beidäugigkeit:
Sehschärfe des besseren Auges oder beidäugige Gesamtsehschärfe: 0,5,
Sehschärfe des schlechteren Auges: 0,2.
Bei Einäugigkeit (d. h. Sehschärfe des schlechteren Auges unter 0,2): 0,6.
Norbert S.
-
Posts: 277
Joined: 2003-09-04, 09:05
Has thanked: 1 time
Been thanked: 4 times

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Norbert S. »

Hi hi, der Smilie, der sich da so furchtbar aufregt, sollten eigentlich zwei Paragraphen-Zeichen sein.
Niklas F.

Post by Niklas F. »

Hallo zusammen

Ich bin neu hier im Forum, weis daher nicht, ob meine Frage hier richtig aufgehoben ist. Folgende Sache: Ich habe ebenso wie eineige von euch schildern einen extremen Lichtschweif gerade, wenn meine Pupillen sich wegen wenig Lichts Aufweiten. Ich trage harte KOntaktlinsen, welche mir Tagsüber fast 100% garantieren. Nachts jedoch helfen sie keines Wegs gegen die Lichtreflexionen. Ganz im Gegenteil sie verschlechtern das ganze ungemein. Meine Frage: Ist das normal so oder sollten die "Lichteffekte" verschwinden. Die gestalten den Abend nämlich unerträglich hell. Jetzt im Winter fühle ich mich auf der Straße nicht mehr sicher, wenn ich Gegenverkehr habe und es leicht regnet, da fahre ich am lebsten rechts ran.

Wie ist das bei euch? Helfen Kontaktlinsen euch gegen die Lichtstörungen?

mb Niklas
Britterick
Beiträge: < 10 - Forenrechte eingeschränkt
Posts: 1
Joined: 2006-09-25, 09:26

Post by Britterick »

Mein optiker empfahl mir heute beim nachts Fahren die Innenraumbeleuchtung anzustellen, damit sich die Pupille nicht zu weit weitet.
(Hab selber kein Auto, konnte es also noch nicht ausprobieren... ;))
floeru
-
Posts: 94
Joined: 2005-07-11, 22:47
KC-Experience: Kerratokonus beidseitig. Diagnose ca. 1998 mit 15 Jahren. Kontaktlinsen seit 2000.

16.02.2007 lamelläre Keratoplastik am rechten Auge in Olten/CH
06.05.2014 lamelläre Keratoplasitk (DALK) am rechten Auge in Fribourg/CH

Post by floeru »

Hallo zusammen

Bei mir stellt sich zur Zeit auch die Frage, ob ich mit dem Autofahren aufhören soll. Den erforderten Visus von 0.6 erreiche ich im Moment nicht, allerdings habe ich keine Probleme mit Halos, Doppelbilder und Ähnlichem. Fahre eigentlich ganz gerne bei Nacht, finde das irgendwie entspandender als bei Tag.

Es nimmt mich wunder, wie ihr euer verzicht aufs Autofahren in eurem Bekanntenkreis kommuniziert habt. Ich möchte eigentlich möglichst nicht mehr fahren allerdings werde ich auch weiterhin auf kurzen Strecken falls nötig das Auto benutzen. Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht so gut ankommt, wenn man sich einerseits nur noch chauffieren lassen will und andererseits immer noch selber fährt. ;) Auf kurzen Strecken habe ich aber eigentlich keine grosse Hemmungen, weiterhin alleine zu fahren. Lange Strecken machen mir sorgen, wenn ich zum Beispiel darauf angewiesen bin, Verkehrsschilder zu lesen. Habe dafür eigentlich ein GPS-Navigationsgerät, aber das hilft auch nicht immer.

Der allgemeine Verzicht aufs Auto ist bei mir zum Glück nicht so schlimm. Bin schon seit je her stark auf den öffentlichen Verkehr fokusiert, der in der Schweiz ja ausgezeichnet ist. Wenn ich allerdings beruflich aufs Auto angewiesen wäre, dann würde mich der KC wohl deutlich mehr stressen! :(
An Apple a day keeps the doctor away.
Niklas F.

Post by Niklas F. »

Das mit der Innenbeleuchtung werde ich mal ausprobieren. Der Nachteil dabei ist dann allerdings, dass die entgegenkommenden Lichtrer und vor allem schwache Fahrradlichter womöglich nicht mehr sichtbar sind, da die Pupille zu verengt ist. Aus diesem grund ist es ja auch empfohlen, das Licht im Auto möglichst auszulassen. Danke trotzdem für den Tip ;)

Niklas
Wickerman
-
Posts: 52
Joined: 2007-10-17, 12:25
KC-Experience: Bisher wenige..Tagsüber sehe ich noch sehr sehr gut..
Am PC kann ich ohne Brille noch Sehen, aber erst mit Brille wird das Bild perfekt.
Nachts Autofahren ist schon oft wegen Schlieren grenzwertig.
Keratoconus since: Festgestellt wurde er im Oktober 2007.
Erste Probleme beim Sehen hatte ich schon 1998 auf einem Auge Nachts festgestellt.
Im Jahr 2000 fing dann auch das andere Auge an, im Jahr 2002 besorgte ich mir eine Lesebrille weil ich bei hohen Auflösungen leichte Schatten hatte.
Im Jahr 2007 brauchte ich eine neue Brille (die alte war noch ok, aber Gestell kaputt),
Da machte der Optiker eine Topo und stelle den KC fest.
Experience with eyeglasses / lenses: Bisher nur mit einer Lesebrille:
2007
R +1.25 -1.50 105
L +1.00 -1.50 85
Zufrieden beim Lesen am PC, Zeitung. Verstärkt aber leicht die Schlieren.

2014
R + 1.0 -1.5 105
L + 1.0 -2.5 85

2016
R + 0.5 -1.25 125
L + 0.5 -1.5 81

KL nie probiert
Operationen: keine
Begeiterscheinungen: Manchmal Kopfschmerzen, Augen jucken ab und zu, öfters Erkältet
Mögliche Ursachen: Augenreiben? Rauchige Luft?

Re: Autofahren und Keratokonus

Post by Wickerman »

Zum Thema Autofahren...
durch Zufall mußte ich vor ein paar Tagen Nachts zurückfahren, weil meine Kollegen schon alle getrunken hatten.
Da war es teilweise ziemlich anstrengend, fremdes Auto, Innenstadt, ich war ziemlich müde und dann der KC.
Ich habe die meiste Zeit der Fahrt die Augen etwas zugedrückt, so das man wenig sehen konnte, das reduzierte die Schlieren und Halos um rund 70%, ist allerdings sehr anstrengend.

Reduzieren Weiche KL denn auch schon etwas die Schlieren? Halos habe ich noch keine, es sind nur die Schlieren der roten Rücklichter und der entgegenkommenden Fahrzeuge, die teils andere Objekte verdecken und das räumliche Sehen verschlechtern