Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Ein Loch in der Hornhaut aus dem Nichts

Alle neuen Themen zur Erkrankung Keratokonus, die in den oben definierten Bereichen (noch) nicht eingeordnet werden können. Grenzbereiche. Studien.
Ocyh
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KC-Experience: Mit ca. 18 Jahren begann sich bei mir der Konus zu entwickeln, und mit 22 Jahren erfuhr ich erst was ich eigentlich habe. Meiner Erfahrung nach taugen herkömmliche Augenärzte überhaupt nichts und Optiker kennen sich mit KK wesentlich besser aus (aber auch nicht alle).
Keratoconus since: 2008 fingen leichte Schwierigkeiten beim Sehen an, aber nicht Weltbewegend.
Der zweite Schub kam 2012 welcher sich dann aber auch gleich extrem stark bemerkbar machte.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit Brille komm ich noch einigermaßen gut klar, aber mit Formstabilen Linsen sehe ich besser.
Operationen: 2013 lies ich ein Crosslinking auf dem linken (schlechteren) Auge durch Dr. Florian Schwatlo (MVZ Prof. Dr. Thomas Neuhann in München) durchführen.
Begeiterscheinungen: Sehe bei starkem Sonnenlicht extrem gut (für einen Konus-Menschen).
Natürliches Licht (Feuer, Sonne) wird im gegensatz zu Kunstlicht (Halogen, Neon, LED) nicht in tausende Strahlen zersprengt.
Mögliche Ursachen: Eventuell das Augenreiben.
Ich habe häufig und stark die Augen gerieben, doch seit der Diagnose unterlasse ich das.
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Ein Loch in der Hornhaut aus dem Nichts

Post by Ocyh »

Hallo ihr Lieben,

nach langer Zeit muss ich mich nun doch mal wieder melden.

2013 hatte ich auf dem linken Auge eine Cross-Linking-Behandlung in München bei Prof. Neuhann (rechtes Auge nach wie vor unbehandelt).
Seit dem war auch Ruhe und es hat sich auf beiden Augen 9 Jahre lang nichts mehr getan.

Ende August (2022) habe ich dann gemerkt, dass etwas auf dem linken Auge nicht stimmt. Trockenheit, Brennen, Druck, Lichtempfindlichkeit, Lichtstreuung.... Also warf ich einen Blick in meinen innenbelichteten Spiegel und sah es bereits mit bloßem Auge.

Ein ca. 2 mm großes, kreisrundes Loch in der Hornhaut zentral vor der Pupille :shock:

Ich habe kein Ereignis, auf das ich das Loch zurückführen kann und bin nun seit 2 Monaten regelmäßiger Gast in der Praxis von Prof. Neuhann.
4 seiner Ärzte + Prof. Neuhann selbst haben sich das Loch angeschaut und keiner kann sagen woher es kommt.
Und auch nicht, ob es wieder weg geht / vollständig verheilt.

Dr. Enders meinte, dass es rein optisch so aussieht, als hätte ein Fremdkörper einen Schaden verursacht. Seltsam ist jedoch, dass ich das keinem Ereignis zuordnen kann.

Ich trage nun seit 08.09.22 eine Verbandlinse und muss stündlich Serum Augentropfen nehmen (Augentropfen aus Eigenblut).

Es hat sich zwar über dem Loch inzwischen wieder eine erste Schicht gebildet, aber das Loch ist nach wie vor da.
Das sehen ist natürlich jetzt hundsmiserabel und meine Laune genauso :::sad

Falls irgendjemand von euch zufällig eine Idee oder eine ähnliche Erfahrung hat, dann meldet euch gerne bei mir.

Danke euch Leute :::thumb
PatrickP165
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KC-Experience: Ab Teenageralter
Keratoconus since: Diagnose seit 2009, Grad 3 li. re.
Experience with eyeglasses / lenses: Keratokonuslinsen 2010-2021 (Unverträglichkeit)
Torische Sklerallinsen seit 2021

(Linsen re. sowie li. 0,9)
(Ohne Linsen re. 0,1 / li. 0,05)
(Brille 0,3)
Operationen: - Iontophorese-Crosslinking
Begeiterscheinungen: Myopia magna
Astigmatismus
Sicca-Syndrom
Keratokonjunktivitis Sicca
Mögliche Ursachen: In der Familie sind keine weiteren Fälle von Keratokonus bekannt.
ggf. häufiges Augenreiben als Kind
Ich über mich: Vater und Ehemann aus Niedersachsen
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Re: Ein Loch aus dem Nichts

Post by PatrickP165 »

Hey,

den Fall hatte ich auch schonmal als Teenager.

Laut den Augenärzten soll ich wohl etwas ins Auge bekommen haben ohne es bemerkt zu haben
(Wie bei dir) weiter wurde es aber nicht vefolgt.

Eventuell kann Nachts schnell mal etwas passieren .. ich nutze zur Nacht Gel aufgrund meiner Augentrockenheit und da besteht die Gefahr abzurutschen.

Beim nächtlichen Augentropfen hab ich es auch schon geschafft meine Stirn zu betropfen.

Vielleicht eine mögliche Ursache?

Oder das Tragen von Kontaktlinsen beim trockenen Auge?
Als meine Verträglichkeit gegenüber K-Linsen nach ließ hatte ich ein Ulcus an der Hornhaut (rechts sowie links) die ich garnicht wahrgenommen habe ..

Die Möglichkeiten sind da wohl grenzenlos ..

Auf der Arbeit (Stahlwerk) hatte ein Kollege mehrere Tage einen kleinen Metallssplitter im Auge ohne es zu merken, erst als das Auge feuerrot wurde ging er zum Augenarzt wo es entfernt wurde ..

Man könnte Glauben man merkt sowas sofort ..

Gruß Patrick
Gruß
Patrick
Ocyh
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Re: Ein Loch in der Hornhaut aus dem Nichts

Post by Ocyh »

Hallo Patrick,

vielen Dank dass du deine Erfahrung mit mir teilst.

Nach den Linsen haben mich die Ärzte auch gefragt, aber die habe ich seit einigen Monaten nicht mehr getragen, deshalb kann ich das schonmal ausschließen.

Wie ging die Sache denn bei dir weiter? Wie wurde da behandelt und ist deine Verletzung dann auch wieder vollständig verheilt?

Beste Grüße
Ocyh
PatrickP165
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Re: Ein Loch in der Hornhaut aus dem Nichts

Post by PatrickP165 »

Gerngeschehen!

Bei mir war das noch vor der Keratokonus-Bombe, da wusste ich leider noch nicht das die Ärzte vor Ort nicht die fähigsten sind.

Behandelt wurde es bei mir ausschließlich mit irgendeiner Salbe an die ich mich nicht mehr erinnere.

Laut dem Arzt ist es vollständig verschwunden ohne das eine Narbe / Trübung übrig geblieben ist. Eine Verbandlinsen gab's damals nicht obwohl es bei sowas sicherlich Sinn gemacht hätte.

Gruß
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Patrick
Ocyh
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Re: Ein Loch in der Hornhaut aus dem Nichts

Post by Ocyh »

Hallo Patrick,

eine Frage ist mir jetzt noch eingefallen.
Kannst du dich noch erinnern, wie lange bei dir die Genesung gedauert hat?

Danke dir und beste Grüße
Ocyh
PatrickP165
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Re: Ein Loch in der Hornhaut aus dem Nichts

Post by PatrickP165 »

Hey,
soweit Ich mich erinnern kann habe ich die gesamte Salbe leer gemacht bis Ich zum Arzt gegangen bin,
habe Sie nur einmal täglich benutzt und daher hat es ewig gedauert.

Da ich außer einem rotem Auge kaum etwas gemerkt habe, hatte ich’s auch nicht besonders beobachtet.
(Das waren mal sorgenfreie Zeiten :::grin ) muss da wohl ca. 15Jahre alt gewesen sein.

Wie schaut’s denn bei Dir grade damit aus? hat sich der Arzt dein Auge nochmal angesehen?

Gruß
Gruß
Patrick
Ocyh
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Re: Ein Loch in der Hornhaut aus dem Nichts

Post by Ocyh »

Ich bin regelmäßig zur Zwischenkontrolle dort (meist so alle 3 Wochen).

Naja, die Wunde klafft jetzt nicht mehr so tief wie am Anfang, aber eine Delle/Mulde ist schon noch deutlich zu sehen (sowohl von innen als auch von außen zu sehen).

Ich hoffe so dermaßen, dass sich die noch verwächst.

Meine Verbandlinse bin ich zwar inzwischen los, aber Serum AT muss ich weiterhin nehmen.

Das ganze geht jetzt auch schon seit 12 Wochen :'(
Mart54
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KC-Experience: Karrierebeginn 1973 - KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, 2024 li - Transplantatreaktion re 1994 - Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 - KK war in der ganzen Zeit nie stabil.
Keratoconus since: Diagnose mit 19
Experience with eyeglasses / lenses: erste KL 1973, nur rechts, war kaum auszuhalten.
1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag
Operationen: KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, DMEK 2024 li -
Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 -
Grauer Star re und li 2017
Begeiterscheinungen: Transplantatektasie li u. re
Map-Dot-Fingerprint Dystrophie + Salzmannknoten li
Trockene Augen, hohe Lichtempfindlichkeit, Schatten an Buchstaben, Strahlenkränze um Lichtquellen, Nachtblindheit

Depression, Überlastung

Verschlechterung durch Stress
Mögliche Ursachen: Jeder möchte doch erben, ich hab! Meine Oma hatte auch KK.
Ich über mich: verheiratet, 2 Töchter, 4 Enkel
Singen, Lesen (lassen), Geschichte, Religion
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Re: Ein Loch in der Hornhaut aus dem Nichts

Post by Mart54 »

Hallo Ocyh,

sieht Dein Augenarzt einen Zusammenhang zwischen Deinem Hornhautloch und dem Keratokonus?

Ich hatte in der Zeit vor meiner ersten Transplantation immer wieder recht schmerzhafte Verletzungen meiner Hornhaut, die zwar nach einiger Zeit verheilten, aber recht störende Narben hinterließen. Können die Löcher mit dem Kollagendefekt zusammenhängen, der für unsere Krankheit ursächlich ist?

Vielleich kannst Du bei Deinem Kontrolltermin nachfragen. Wäre echt interessant.

Liebe Grüße
Martin
"Wir müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen."
(Mahatma Gandhi)
Ocyh
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Re: Ein Loch in der Hornhaut aus dem Nichts

Post by Ocyh »

Hallo Martin,

das kann ich sehr gerne bei meinem nächsten Termin erfragen. Wobei ich aber denke (hoffe), dass dem nicht so ist, zumindest nicht direkt. Weil er damals meinte, als die Wunde noch ganz frisch war, dass es seiner Meinung nach so aussieht, als wäre da ein Fremdkörper ins Auge gekommen, der da einen Schaden verursacht hat.
Was vielleicht (mein eigener Gedanke) sein könnte, dass dadurch, dass die Hornhaut ja dünner ist als normal, dass deshalb der Fremdkörper auch leichteres Spiel hatte und ein "gesundes" Auge vielleicht besser hätte standhalten können, als ein vorbelastetes KK-Auge.

Jetzt habe ich aber noch eine Frage an dich. Du sagst, du hattest schmerzhafte Verletzungen.
Wie kam es denn dazu?
War das durch Einfluss von außen?
Wie wurde das bei dir behandelt?
Und wie lange hat es gedauert, bis diese Verletzungen verheilt waren?

Danke dir und beste Grüße
Ocyh
Mart54
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1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag
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Re: Ein Loch in der Hornhaut aus dem Nichts

Post by Mart54 »

Hallo Ocyh,

:D Deine Fragen zu beantworten ist nicht ganz einfach. Meine erste Transplantation war vor über 30 Jahren und damals hat man seinem Augenarzt noch alles geglaubt, was er (sie) losgelassen hat.

Soweit ich mich erinnern kann, hat man mir "Schmiermittel" fürs Auge verpasst, einfach um die Schmerzen zu reduzieren und die Heilung zu fördern. Was es war, weiß ich heute nicht mehr. Die Salbe sollte damals vermutlich einen ähnlichen Effekt haben, wie Deine Verbandslinse heute.

Als Begründung für die Transplantation nannte meine Augeärztin damals eine drohende Perforation der HH. Das fand ich damals echt nicht lustig und ich habe der OP wirklich entgegengefiebert, hatte große Angst vor einem plötzlichen Totalausfall des betroffenen Auges. In wie weit meine Angst begründet war, weiß ich nicht, es gab damals doch kaum Infos.

Was die Verletzungen verursacht hat, kann ich nicht sagen. Ich habe damals "kratzende" Kontaktlinsen mit Auflage auf dem Hornhautzentrum getragen und ich hatte auch einen recht "staubigen" Job. Die Probleme kamen aber immer wieder unter immer anderen Umständen und ich konnte für ihr Auftreten keinen Grund erkennen. Ich glaubte damals, dass der KK Ursache für die Verletzungen sei.

Wie lange die Heilung gedauert hat, weiß ich nicht. Ich bin zum AA gegangen, wenn die Probleme da waren, mit der Augensalbe waren die Schmerzen dann weg und ich bin wieder zum AA, wenn neue Probleme gekommen sind.

Gegenüber meinem Arbeitgeber war es mir schon peinlich, wenn ich überhaupt zum Augenarzt musste und deshalb frei brauchte. Deshalb bin ich wohl nur bei starken Schmerzen dorthin gegangen.

Jetzt habe ich ein recht dummes Gefühl, denn auf keine Deiner Fragen hatte ich eine gescheite Antwort.
Ich hoffe, Du kannst es mir nachsehen!!! :wink:

Halt uns auf dem Laufenden über Deinen "Zustand".

Liebe Grüße
Martin
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