Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Teilrente (Erwerbsminderung) und/oder Teilzeit?

Tipps und Tricks zum Umgang mit Keratokonus in Beruf und Freizeit. Erfahrungen mit Hilfsmitteln und psychologischer Beratung bei chronischen Krankheiten.
diavlo
-
Posts: 76
Joined: 2004-11-25, 16:04
KC-Experience: Keratokonus ist gemein!
Keratoconus since: Kurzsichtigkeit seit ca. dem 13. Lebensjahr (Brillenkorrektur) / Diagnose Keratokonus durch Dr. Hartje, Detmold (2000) / beidseitig progressive Entwicklung
Experience with eyeglasses / lenses: Erfahrung mit fast allen Arten von Brillen und Kontaktlinsen - inzwischen leider absolute Kontaklinsen- und Brillenunverträglichkeit.
Operationen: PKP (perforierende Keratoplastik) l. 2003, r. 2005 - Uni-Klinik Münster -> Nachkorrektur durch Brille/Kontaktlinsen, fortschreitender Keratokonus,
seit ca. 2010 Kontaktlinsen-/Brillenunverträglichkeit

Dr. Krumeich sen. (Bochum): PKP l. mit Titan-Ring & Kunstlinse (Krumeich-Ring): Januar 2013 - Abstoßung, März 2013: Re-PKP l. - positiver Verlauf, März 2014: PKP r. (Krumeich-Ring), div. Komplikationen, allergische Reaktion, keine Abstoßung, Entfernung Grauer Star / Nov. 2014: Entfernung Nach-Star (Grauer Star) / l. Auge: leichte stabile Ödeme auf Teilen der Netzhaut

2017 (aktueller Stand, keine Korrektur Brille/Kontaklinsen):
l. Auge: Visus ca. 0.35, Horhaut klar
r. Auge: Visus ca. 0.08, Hornhaut teilw. vernarbt, hoher Astigmatismus (irregulär)
Begeiterscheinungen: Symptome und Probleme: extreme Augentrockenheit, Brennen, Kratzen, starkes Fremdkörpergefühl, Augenränder, sehr unflexibler Schlafrythmus, starkes Augenreiben und Blinzeln, häufige Ermüdungserscheinungen, Konzentrationsschwächen, Schleier-Sehen, Doppelbilder, starke Halos, hohe Blend-/Lichtempfindlichkeit, Überempfindlichkeit gegen UV-Licht
Mögliche Ursachen: Unterfunktion der Tränendrüsen, hohe Augentrockenheit, häufig infektiöser Tränenfilm, häufiges Augenreiben, Bildschirmarbeit, Rauchen, Streß, Fehlanpassungen mit harten KL 2006-2008
Ich über mich: Computer (Hard-/Software) sind mein Hobby und mein Beruf - leider auch das größte Problem für meine Augen + leider ein Berufsbild aus einer inzwischen sehr beschränkten Auswahl :/
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Teilrente (Erwerbsminderung) und/oder Teilzeit?

Post by diavlo »

Hallo!

Ich heiße Thomas (31), vormals hab ich schon mal hier und da was im Forum geschrieben, das letzte Mal ist aber schon ne Weile her.^^
2014 wurde ich nochmal am rechten Auge transplantiert, danach war ich bis vor kurzem krank, weil es immer Schwierigkeiten und Komplikationen gab.

Ich arbeite als Angestellter im ö. D., hauptsächlich Bildschirmarbeit und bin grad in der beruflichen Wiedereingliederung. Mein Augenarzt hat mich leider nur sehr...nennen wir es unzureichend ;) über die Wiedereingliederung informiert und ich hatte auch noch keine Erfahrung damit, deshalb wurde die auf 3 Wochen in 3/5/8-Std.-Schritten festgelegt - inzwischen weiß ich es aber besser und hab eine Verlängerung beantragt. (:
Diese wird dann hoffe ich mind. über Anfang Dez. gestreckt, da ich Ende Nov. noch mal gelasert werde, weil sich auf dem rechten Auge wiederholt ein grauer Star gebildet hat.

So jetzt aber mal zu meinem Hauptanliegen^^:
Das linke Auge ist inzwischen wieder bei einem Visus von ca. 0.4, das rechte entsprechend der aktuellen Umstände noch relativ schwach, aber auch immerhin schon wieder bei fast 0.2. Die Sehkraft wächst also hoffentlich wieder, die physische Umgebung meiner Augen ist aber nach wie vor ziemlich mies drauf. ;D Heißt also, extreme Augentrockenheit (trotz literweise Augentropfen), gereizte Augenlider (und Ränder), starke Müdigkeitszustände.

Schon in der 1. Woche meiner Eingliederung habe ich nach 3 Std. gemerkt, dass mich das sehr belastet und anstrengt.
Vor der OP anfang diesen Jahres war das Auge in ebenfalls sehr schlechten Zustand und die Arbeit (da in Vollzeit) war extrem belastend, so dass ich teilweise sogar in unkontrollierten Sekundenschlaf gefallen bin. Lebensqualität bzw. Freizeit war kaum möglich, da ich einfach keine Energiereserven hatte.

Diesen Zustand will ich unter keinen Umständen nochmal erleben. Also habe ich mich umgehend mit meiner Schwerbehindertenvertretung und anderen Leuten zusammengesetzt, der zukünftige Plan ist ein Gespräch zur beruflichen Wiedereingliederung (BEM) mit anschließender Arbeitsplatzneuorientierung usw. Ebenso habe ich mir Gedanken über Teilzeit und Teilrente, also Erwerbsminderung gemacht, viell. in Kombination.
Teilzeit wäre aber ein massiver finanzieller Einschnitt (soviel verdiene ich auch nicht^^) und die Chancen auf Erwerbsminderung stehen soweit ich gehört habe auch nicht besonders gut, wenn man nicht offensichtlich extrem gehandicapt ist.

Eine Arbeitsplatzneuorientierung betrachte ich an meiner Arbeitsstelle ebenfalls sehr skeptisch, weil schon einige Vorschläge dafür im Raum stehen, Sachen wie Telefonstelle oder Poststelle werden gerne in dem Fall genannt.
Dazu sei gesagt, ich bin wegen Keratokonus und langer Vorgeschichte und Verkettung vieler Umstände irgendwann zum Verwaltungsfachangestellten ausgebildet worden - für meine berufliche Zukunft hatte ich was völlig anderes geplant, etwas technisch-kreativ-anspruchsvolles (IT & Design die grobe Richtung;)), bin aber jetzt nur ein kleines Zahnrad in einer Verwaltungsmühle, die inzwischen von einer Herde Schnecken überholt wurde. Ich hab mal gerne kreativ gearbeitet, schnell, gut und erfolgreich, der Zug ist aber abgefahren, meine Kreativität wurde die letzten paar Jahre zermürbt und für einen Einstieg in die IT-Branche bin ich (echt jetz) zu alt.
Was ich damit nur klar machen möchte, ich könnte arbeiten und das gut, kanns aber nicht wegen meiner Augen und wegen dem falschen Berufsbild, in das ich wie auch immer gerutscht bin, was mich im letzten Jahr langsam aber sicher an Symptome des Boreout-Syndroms herangeführt hat. :(

Meine Augen fühlen sich inzwischen auch nicht mehr so jung an wie früher ;D und ich gehe davon aus, dass die bei der Vorbelastung auch nicht gerade gesunder werden. Also möchte ich einfach nur noch so viel Zeit scheffeln wie möglich, um wenigstens noch genug Energie nach der Arbeit für einen Versuch zu haben, um etwas aus meinem Leben zu machen. Das krieg ich aber beim besten Willen nicht mit meinem aktuellen Vollzeit-Job hin.
Die letzten 15 Jahre wurde mein Alltag von morgens bis abends von meinen schmerzenden, kratzenden, staubigen Augen bestimmt und ich hab vermutlich ca. 11-12 Jahre davon mit Operationen, Arztterminen, Wartezeiten und Umschulungen bzw. Ausbildungen verbracht.
Ich hab auch schon übers Auswandern nach China z. B. und alternative Heilkunde durch Meditation nachgedacht (Glaube soll ja Berge versetzten und so) - also kurz gesagt, ich bin ziemlich frustriert, ratlos und vor allem mutlos, was meine Zukunft angeht...und ich hab so keinen Bock mehr auf ein so ein ödes Leben, brauch ne Neu-Sanierung...

Hat jemand schon Erfahrung mit so einer oder einer ähnlichen Situation? Wie stehen die Chancen auf Erwerbsminderung tatsächlich oder wie krieg ich die finanzielle Situation bei Teilzeit in den Griff?
Mein Plan wäre, langweiliger Job in Teilzeit, schonende Energieeinteilung für die Augen und interessante Beschäftigung im Rest der Zeit - aber krieg ich sowas überhaupt umgesetzt? <:/
LBH49
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Posts: 52
Joined: 2007-02-03, 17:02
KC-Experience: KC beidäugig, li. Auge 1987 transplantiert (Prof. Meyer in OS), re . Auge mit langsamerer Entwicklung; März 2007 Re-Keratoplastik li. Auge (mit Titanring) + re. Auge cirkuläre Keratotomie (Dr. Krumeich)
Geblieben ist auf dem linken Auge ein Glaukom postoperativ, das mit Cosopt vollständigt behandelbar ist und bisher keine Schäden am Sehnerv verursacht hat.
Keratoconus since: 1982, bis zur konkreten Diagnose vergingen etwa 2 Jahre
Experience with eyeglasses / lenses: KC-Kunden sind des Optikers bester Freund!
Operationen: Keratoplastik li. Auge 1987, Re-Keratoplastik 2007;
Cirkuläre Keratotomie re. Auge 2007

Re: Teilrente (Erwerbsminderung) und/oder Teilzeit?

Post by LBH49 »

Hallo Thomas,

eine schwierige Anfrage, die ich auch nur zu vielleicht 10% beantworten kann.

Das BEM klärt nur Lösungen/Lösungsmöglichkeiten innerhalb Deiner Dienststelle und hilft Dir bei Deinen Wünschen zur Lebensgestaltung nicht wirklich weiter. Andererseits - Du bist wie ich im öD abgesichert - leichtfertig sollte man Da nichts ungenutzt lassen, denn von irgendetwas wollen wir alle auch leben.

Nächster Ansprechpartner wäre das Landessozialamt (so heißt es in Niedersachsen, früher Versorgungsamt), das Hilfen zur Rehabilitation anbieten muss, mit und ohne anerkannter Schwerbehinderung; den Antrag auf Schwerbehinderung - in Niedersachsen online stellbar - würde ich in jedem Fall stellen, soweit nicht schon geschehen. Die dort Beschäftigten beraten auch vor Ort und könnten vielleicht zugleich erkennen, ob Du ein "Kandidat" für eine dauerhafte oder zeitlich befristete Teilverrentung bist und Dir dann bei einem Kontakt zur Rentenversicherung helfen.

Ich glaube aber, dass viele oder wahrscheinlich die meisten höhergradig betroffenen KCler ihre Sehfähigkeit ohnehin nur der Berufstätigkeit widmen (müssen) - der Preis der Krankheit, den man irgendwann zu akzeptieren lernen muss.

Frdl. Gruß

Ludwig
MaHa
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Posts: 49
Joined: 2011-12-29, 20:58
KC-Experience: Großmutter litt an Keratokonus - KK seit 1974 festgestellt, rechts mehr als links - Harte Kontaktlinsen, Transplantation rechts (1990), links (1997), sehr, Korrektur mit Brille möglich!! - seit 2011 starke Achsenverschiebung links, Neubeginn des Keratokonus?
Keratoconus since: festgestellt im Alter von ca. 20 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: erste Anpassung ca 1974 war schrecklich;
harte Linsen, Verträglichkeit ca. 1 - 2 h am Tag;
1975: Anpassung bei gutem Optiker, der sich viel Zeit genommen hat;
harte Linsen, Verträglichkeit bis zu 4 h am Tag;
1978: Anpassung der Linsen an der Uniklinik Tübingen, erstmals speziell für KK, zuerst hatre Linsen, dann hochgasdurchlässig; hochgasdurchlässige Linsen bis zu 10 h am Tag einsetzbar - am Wochenende war Linsen-frei
seit 1997 (OP am 2. Auge) Korrektur mit Brille möglich.
Operationen: Transplantation rechts (1990, Uniklinik Erlangen, Herr Dr. Jonas), anfangs sehr guter Erfolg, dann wieder starker Astigmatismus - Reaktion rechts 1994 - Korrektur-OP rechts 1995 - Transplantation links (1997, Uniklinik Erlangen, Herr Prof. Naumann), sehr guter Erfolg, Korrektur mit Brille möglich!! - seit 2011 starke Achsenverschiebung links, Neubeginn des Keratokonus; Korrektur-OPs 2013 und 2014
Begeiterscheinungen: Probleme bei schlechten Lichtverhältnissen -> schnelle Ermüdung; Blendung; bei Nacht, schlechtes Sehen;
Bluthochdruck; Gelenkschmerzschübe (seit 2011); Erschöpfung, Depression
Mögliche Ursachen: ererbt
Ich über mich: verheiratet seit 1980, 2 erwachsene Töchter
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Re: Teilrente (Erwerbsminderung) und/oder Teilzeit?

Post by MaHa »

Hallo Thomas,

die Frage, wie viel meiner Zeit ich für meine Arbeit verwenden muss und wie viel davon ich für mich und meine persönlichen Interessen verwenden kann, hat mich in den letzten Monaten sehr beschäftigt.

Einen normalen Arbeitstag schaffe ich nicht mehr. Wenn ich 8 Stunden arbeite, benötige ich zwischendurch 4 bis 6 Stunden Pause. "Vergesse" ich es, die Pausen rechtzeitig zu machen, schaltet mich mein Körper aus, ich schlafe ein und schaffe meine Soll- Arbeitszeit nicht mehr.

Ein großes Problem ist es, die Pausen so zu gestalten, dass sie mich nicht ermüden. Spazierengehen, Lesen, Fernsehen, Spiele machen ... bringt alles keine Erholung. Ruhig dasitzen mit geschlossenen Augen, Muskelentspannung, Schlafen sind wesentlich besser.

Mein Arbeitgeber hat mir erlaubt, von zu Hause aus zu arbeiten. Dadurch kann ich Arbeits- und Pausenzeiten meinen Bedürfnissen anpassen. Trotzdem habe ich das Problem, dass ich eigentlich nur Arbeitszeit und Erholungszeit habe. Für Familie, Hobbies, Freunde und Ehrenämter bleibt kaum was übrig. Die Frage, ob ich auf diese Dinge ein Recht habe, oder ob ich meine gesamte Kraft in die "Arbeitspflicht" investieren muss, hat mir bisher noch niemand beantwortet.

Vor einigen Tagen hatte ich ein Gespräch mit dem Personalleiter meiner Firma. Ich war geknickt darüber, dass ich meinen Anforderungen nicht mehr gerecht werden kann. Er meinte, dass ich gerne Halbtags arbeiten könne. Halbtagsjob, das bedeutet Halbtagsgehalt und später eine etwas schmalere Rente. Das geht nicht. Ich bin bei uns der Hauptverdiener und meine Frau sollte von meiner Rente einigermaßen leben können, wenn ich dereinst den Löffel abgelegt habe.

Ich habe ihm gesagt, dass ich mich um eine Teilerwerbsrente kümmern werde.

Teilerwerbsrente hatten man mir bereits bei meiner letzten Reha und auch bei einer anschließenden Therapie empfohlen. Seitens der Rentenversicherung ist natürlich nichts passiert. Die warten auf meinen Antrag.

Inzwischen war ich bei einer Sozialberatungsstelle. Die Beraterin sagte mir, dass ich auf alle Fälle einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen solle. Vorher wäre es aber wichtig, dass mein Erwerbsminderungsgrad auf mindestens 50% angehoben werden würde, bzw. ich eine Gleichstellung erhalten würde.

Ich habe einen Erhöhungsantrag ausgefüllt, habe diesen mit meinen Ärzten und meinem Therapeuten besprochen und werde ihn in den nächsten Tagen abgeben. Ganz wohl ist mir dabei nicht. Beim letzten Erhöhungsantrag hatte ich anfangs 40% wegen der Augen und danach wieder 40% - 20% für die Augen und 20% wegen meiner schlechten Psyche. Bin gespannt, was diesmal rauskommt.

Du schreibst, dass Du vorwiegend am Bildschirm arbeitest. Ich arbeite jetzt nur noch am PC (früher hatte ich viele Besprechungen). Es ist wichtig, dass Dein Arbeitsplatz auf Deine Bedürfnisse abgestimmt ist. Ich habe zwei große Bildschirme, die zu einem Bildschirm gekoppelt sind und ich habe eine Vorlesesoftware, die mich sehr entlastet.

Bevor Du Deine Arbeitsplatz-Neuorientierung besprichst, solltest Du Dir darüber klar sein, welche Tätigkeiten gut laufen und welche Dir Probleme machen. Du wirst sehen, wie gut Du bist und was Du alles kannst. Ich war früher gut im Planen, im Strukturieren, im Schreiben und Gestalten. Probleme hatte ich im Präsentieren und in Sitzungen. Falsches Licht und weit entfernte Gesprächspartner setzten mein Gehirn auf Sparflamme.

Wozu hat man einen Chef? Ich gab ihm die Themen und einige Tipps und er hat präsentiert. Klar hat er die Lorbeeren kassiert - aber ich habe bekommen, was ich wollte - und ich wurde immer wertvoller (für die Schnecke).

Reg Dich nicht darüber auf, dass die Schnecken an Dir vorbeiziehen. Ok, ich geb es zu, dass auch ich mich immer noch darüber aufrege! Ich frage mich aber immer wieder, was mir die Aufregung bringt. Meine Kraft ist beschränkt - ich habe nur noch 8 Stunden am Tag - da bleibt nichts übrig für Small Talk mit Chefs und auch nicht für Weiterbildung nach Feierabend. Aber denk daran: Auch Ärgern kostet Energie!

Vorsicht! Wenn Du das Gefühl hast, dass Deine Kreativität nachlässt, dass lege eine Pause ein. Bei mir sind immer die ersten Anzeichen einer Erschöpfung, dass ich nicht mehr reimen kann, dass ich nicht mehr musizieren kann und dass ich im Traum keine Musik höre. Die Ausfälle kommen immer, wenn ich extrem belastet bin - auch durch schlechtes Sehen. Ich habe diese Zeichen lange ignoriert. Das Ergebnis waren Zusammenbruch, Psychiatrie, Therapie. Das muss nicht sein! Such Dir Hilfe, wenn es bei Dir auftritt.

Nun höre ich auf. Es ist genug. Ich hoffe, Du findest in meinem Geplapper einen Gedanken der Dir weiterhilft.

Beste Grüße
Martin