Ich heiße Thomas (31), vormals hab ich schon mal hier und da was im Forum geschrieben, das letzte Mal ist aber schon ne Weile her.^^
2014 wurde ich nochmal am rechten Auge transplantiert, danach war ich bis vor kurzem krank, weil es immer Schwierigkeiten und Komplikationen gab.
Ich arbeite als Angestellter im ö. D., hauptsächlich Bildschirmarbeit und bin grad in der beruflichen Wiedereingliederung. Mein Augenarzt hat mich leider nur sehr...nennen wir es unzureichend
Diese wird dann hoffe ich mind. über Anfang Dez. gestreckt, da ich Ende Nov. noch mal gelasert werde, weil sich auf dem rechten Auge wiederholt ein grauer Star gebildet hat.
So jetzt aber mal zu meinem Hauptanliegen^^:
Das linke Auge ist inzwischen wieder bei einem Visus von ca. 0.4, das rechte entsprechend der aktuellen Umstände noch relativ schwach, aber auch immerhin schon wieder bei fast 0.2. Die Sehkraft wächst also hoffentlich wieder, die physische Umgebung meiner Augen ist aber nach wie vor ziemlich mies drauf. ;D Heißt also, extreme Augentrockenheit (trotz literweise Augentropfen), gereizte Augenlider (und Ränder), starke Müdigkeitszustände.
Schon in der 1. Woche meiner Eingliederung habe ich nach 3 Std. gemerkt, dass mich das sehr belastet und anstrengt.
Vor der OP anfang diesen Jahres war das Auge in ebenfalls sehr schlechten Zustand und die Arbeit (da in Vollzeit) war extrem belastend, so dass ich teilweise sogar in unkontrollierten Sekundenschlaf gefallen bin. Lebensqualität bzw. Freizeit war kaum möglich, da ich einfach keine Energiereserven hatte.
Diesen Zustand will ich unter keinen Umständen nochmal erleben. Also habe ich mich umgehend mit meiner Schwerbehindertenvertretung und anderen Leuten zusammengesetzt, der zukünftige Plan ist ein Gespräch zur beruflichen Wiedereingliederung (BEM) mit anschließender Arbeitsplatzneuorientierung usw. Ebenso habe ich mir Gedanken über Teilzeit und Teilrente, also Erwerbsminderung gemacht, viell. in Kombination.
Teilzeit wäre aber ein massiver finanzieller Einschnitt (soviel verdiene ich auch nicht^^) und die Chancen auf Erwerbsminderung stehen soweit ich gehört habe auch nicht besonders gut, wenn man nicht offensichtlich extrem gehandicapt ist.
Eine Arbeitsplatzneuorientierung betrachte ich an meiner Arbeitsstelle ebenfalls sehr skeptisch, weil schon einige Vorschläge dafür im Raum stehen, Sachen wie Telefonstelle oder Poststelle werden gerne in dem Fall genannt.
Dazu sei gesagt, ich bin wegen Keratokonus und langer Vorgeschichte und Verkettung vieler Umstände irgendwann zum Verwaltungsfachangestellten ausgebildet worden - für meine berufliche Zukunft hatte ich was völlig anderes geplant, etwas technisch-kreativ-anspruchsvolles (IT & Design die grobe Richtung;)), bin aber jetzt nur ein kleines Zahnrad in einer Verwaltungsmühle, die inzwischen von einer Herde Schnecken überholt wurde. Ich hab mal gerne kreativ gearbeitet, schnell, gut und erfolgreich, der Zug ist aber abgefahren, meine Kreativität wurde die letzten paar Jahre zermürbt und für einen Einstieg in die IT-Branche bin ich (echt jetz) zu alt.
Was ich damit nur klar machen möchte, ich könnte arbeiten und das gut, kanns aber nicht wegen meiner Augen und wegen dem falschen Berufsbild, in das ich wie auch immer gerutscht bin, was mich im letzten Jahr langsam aber sicher an Symptome des Boreout-Syndroms herangeführt hat.
Meine Augen fühlen sich inzwischen auch nicht mehr so jung an wie früher ;D und ich gehe davon aus, dass die bei der Vorbelastung auch nicht gerade gesunder werden. Also möchte ich einfach nur noch so viel Zeit scheffeln wie möglich, um wenigstens noch genug Energie nach der Arbeit für einen Versuch zu haben, um etwas aus meinem Leben zu machen. Das krieg ich aber beim besten Willen nicht mit meinem aktuellen Vollzeit-Job hin.
Die letzten 15 Jahre wurde mein Alltag von morgens bis abends von meinen schmerzenden, kratzenden, staubigen Augen bestimmt und ich hab vermutlich ca. 11-12 Jahre davon mit Operationen, Arztterminen, Wartezeiten und Umschulungen bzw. Ausbildungen verbracht.
Ich hab auch schon übers Auswandern nach China z. B. und alternative Heilkunde durch Meditation nachgedacht (Glaube soll ja Berge versetzten und so) - also kurz gesagt, ich bin ziemlich frustriert, ratlos und vor allem mutlos, was meine Zukunft angeht...und ich hab so keinen Bock mehr auf ein so ein ödes Leben, brauch ne Neu-Sanierung...
Hat jemand schon Erfahrung mit so einer oder einer ähnlichen Situation? Wie stehen die Chancen auf Erwerbsminderung tatsächlich oder wie krieg ich die finanzielle Situation bei Teilzeit in den Griff?
Mein Plan wäre, langweiliger Job in Teilzeit, schonende Energieeinteilung für die Augen und interessante Beschäftigung im Rest der Zeit - aber krieg ich sowas überhaupt umgesetzt? <:/