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TLKP bei Dr. Krumeich in Bochum am 15.11.2011
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TLKP bei Dr. Krumeich in Bochum am 15.11.2011
ich habe mich am 15.11.2011 von Herrn Dr. Krumeich in Bochum operieren lassen, der bei mir am rechten Augen eine TLKP durchführte. Nachfolgend nun mein Bericht dazu:
Meine Vorgeschichte
Ich bin 29 Jahre alt und derzeit Doktorand an der Uni. An meinem rechten Auge würde 2007 ein Keratokonus diagnostiziert, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass ich mich 2002 einer Lasik-Operation unterzogen haben, bei der wohl zu viel Hornhautgewebe weggelasert wurde, so dass die Hornhaut instabil wurde. In Folge der Diagnose - Keratokonus bzw. Keratektasie nach Lasik - ließ ich mir dann einen Keraring ins Auge setzen. Gleichsam folgte einige Monate später ein UV-Crosslinking an beiden Augen. Leider erzielte ich mit dem Keraring nicht den gewünschten Erfolg, da er die Mehrfachbilder eher noch verstärkte. Dennoch beließ ich den Keraring erst einmal im Auge, da ja jeder Eingriff eine Belastung fürs Auge darstellt, die ich erstmal nicht riskieren wollte. Des Weiteren wollte ich mich einfach aufs Studium konzentrieren. Da ich nach Beendigung des Studiums allerdings merkte, dass ich mit meiner Sicht aufgrund permanenter Müdigkeit, Kopfschmerzen und massiven Lichtstreuungen/Doppelbildern kaum vernünftig würde arbeiten können, ließ ich den Keraring im Herbst 2010 wieder entfernen. Durch Berichte in diesem Forum stieß ich allerdings auf eine neuere Operationsmethode, nämlich den Myoring von Dr. Daxer. Ich wollte es, da ich harte Kontaktlinsen nicht vertrug, nun also nochmal mit diesem Ring versuchen. Im Frühjahr 2011 erfolgte die Implantation eines Myorings bei Dr. Daxer in Ybbs (Österreich). Leider brachte mir auch dieser Ring, der zweimal ausgetauscht wurde, keine Sehverbesserung, weshalb der Myoring dann auf meinen Wunsch hin durch Dr. Daxer letztlich wieder entfernt wurde. Kurz nach Entfernung verschlechterte sich meine Sicht leider nochmals, was vermutlich durch die nunmehr doch recht zahlreichen Eingriffe am Auge (Lasik, Keraring, Crosslinking, Myoring) zurückzuführen ist. Wie dem auch sei, im Oktober 2011 kam ich auf dem rechten Auge nur noch auf einen bestkorrigierten Visus von 10%, weshalb ich mich - wieder aufgrund der Berichte hier im Forum - bei Herrn Dr. Krumeich in Bochum vorstellte.
Aufklärungsgespräch und OP Vorbereitung
Bei Herrn Dr. Krumeich fühlte ich mich von Anfang an sehr gut aufgehoben. Ich hatte noch nie zuvor eine so umfassende Untersuchung und ein so langes Aufklärungsgespräch über Operationsmöglichkeiten, Operationsverlauf und Risiken wie hier. Herrn Dr. Krumeich teilte mir nach Betrachtung der Orbscan-Aufnahme mit, dass an meinem Auge eigentlich kaum noch was so sei, wie es sein sollte und dass meine Hornhaut schon starkt verdünnte sei. Für mich käme daher eine TLKP in Betracht, allerdings sei ich da eine Risikopatient, da ich zuvor schon ein Crosslinking hatte durchführen lassen. Herrn Dr. Krumeich zufolge existieren keinerlei Studien hinsichtlich des Operationserfolges bei TLKPs nach Crosslinking, er selbst habe leider sogar schlechte Erfahrungen damit gemacht. Er teilte mir daher mit, dass der OP-Erfolg bei meiner Ausgangslage keinesfalls garantiert werden könne, dass gegebenenfalls doch eine PKP durchgeführt werden müsse und dass aufgrund der durch das Crosslinking induzierten biochemischen Veränderung der Hornhaut mit einem erhöhten Abstoßungsrisiko des Transplantates gerechnet werden müsse. Diese Information war natürlich wenig erbaulich, aber nichts desto trotz entschied ich mich für die TLKP. Ich vereinbarte dafür noch am selben Tag einen Termin in der Praxis. Die Operation sollte schon knapp drei Wochen später ambulant in Vollnarkose stattfinden. Nachdem ich das Behandlungszimmer verlassen hatte, las und unterschrieb ich einen Aufklärungsbogen über Risiken und sinnvolles Verhalten nach der OP und bekam noch einige Info-Blätter mit. Zudem teilte mir eine der Arzthelferinnen noch die Adresse eines Hotels mit, welches kanpp 300 Meter von der Praxis entfernt war. Dort buchte ich dann zwei Zimmer für die die Dauer von 5 Tagen (Montag - Freitag) für mich und meine Begleitperson. Die Operation sollte am Dienstag den 15.11.2011 stattfinden. Einige Tage vorher wurde mir telefonisch mitgeteilt, dass ich um 07.30 Uhr in der Praxis sein müsste, was ja aufgrund des kurzen Weges vom Hotel kein Problem war. Für die OP musste ich übrigend nichts bezahlen (bin Kassenpatient) außen 100 € für das geführte Trepansystem, welches Herr Dr. Krummeich bei der Transplantation verwendet.
Die Operation
In der Praxis angekommen ging alles sehr schnell, es gab keinerlei Wartezeit! Eine Arzthelferin ging mit mir gleich ins Nebengebäude (die Praxisklinik von Dr. Krumeich erstreckt sich über zwei Gebäude), wo ich meine Jacke ablegte und ein kurzes Aufklärungsgespräch mit dem Anästhesisten hatte. Dann bekam ich einige Tropfen ins Auge, mir wurde eine Kanüle für das Narkosemittel gelegt und kurze Zeit später wurde ich auf meiner Liege dann in den OP gefahren. Was dort dann passierte weiß ich nicht, da ich schon bei der Fahr in den OP im Reich der Träume war. Das war wirklich super! Ich habe absolut nicht gemerkt, dass und wie ich überhaupt eine Narkose erhielt (oder ich habe es vergessen). Jedenfalls kann ich mich nur noch daran erinnern, dass ich im Vorbereitungsraum auf einer Liege lag, dann das Gespräch mit dem Anästhesisten hatte und zum OP gefahren wurde. Das erste, an was ich mich dann erinnere, ist Herr Dr. Krumeich, der über mich gebeugt war und mir mitteilte, dass die OP erfolgreich verlaufen sei, sprich: dass die TLKP geklappt habe. Ich zog dann meine Jacke an und konnte die Klinik gleich wieder mit meiner Begleitperson (meinem Vater) verlassen, der mir auf dem Weg ins Hotel mitteilte, dass ich wohl einige Stunden im Aufwachraum verbracht hatte. Ich selbst habe aber wie gesagt absolut keine Erinnerung mehr daran. Ich bekam noch ein Kühlkissen sowie ein Rezept für Augentropfen mit, die ich alle 2 Stunden nehmen müsste und legte mich im Hotel angekommen sofort wieder ins Bett.
Die erste Nacht
Die erste Nacht war schlimm. Nicht etwa aufgrund von Schmerzen, die hielten sich eher in Grenzen. Das Problem war eher, dass mir kotzüber war und ich mich in der Nacht insgesamt fünfmal übergeben musste. Ich vertrug die Vollnarkose, die Schmerzmittel oder den Medikamentencocktail, den ich zuvor eingenommen hatte, wohl doch nicht so gut wie ich zuerst dachte. Ich muss dazu sagen, dass ich mir einige Tage vor der OP eine Erkältung mit starken Halsschmerzen eingefangen hatte, die OP aber natürlich keinesfall verschieben wollte und die Entzündungswerte im Körper laut Blutbild auch nicht so hoch waren, dass die OP hätte verschoben werden müssen. Aufgrund der Schmerzen war ich vor und bei der OP aber nun schon voll mit Schmerzmittel (Tramadol + Paracetamol) , was dem körperlichen Wohlbefinden in Kombination mit einer Vollnarkose wohl wenig zuträglich war. Wie dem auch sei, die erste Nacht bestand somit eigentlich nur aus Tropfen is Auge, Kotzen gehen und sich dann wieder im Bett wälzen. Nebenbei tränte das Auge ständig und es fühlte sich ziemlich verklebt an.
Tag 1 nach der OP
Morgens um 08.00 Uhr erfolgte gleich die erste Nachkontrolle durch Dr. Krumeich. Alles war soweit in Ordnung, mein Auge war allerdings extrem berührungsempfindlich und ich konnte es während der Untersuchung kaum offen halten. Nach der Untersuchung begab ich mich dann wieder auf den Weg ins Hotel. Ich war total müde und mir war immer noch schlecht. Ich aß dann zwei Äpfel und einen Proteinriegel und legte mich gleich wieder ins Bett. Um 15.00 hatte ich am selben Tag dann die nächste Untersuchung bei Dr. Krumeich. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir schon deutlich besser und ich konnte dann auch schon erkennen, ob mir Dr. Krumeich aus kurzer Entfernung drei oder fünf Finger entgegen hielt. Nach der Untersuchung gab es in der Praxis dann noch eine Sauerstoff-Behandlung, das heißt: Dem Auge wird 10 Minuten lang Sauerstoff in konzentrierter Form zugeführt, was vermutlich die Wundheilung beschleunigen soll (ich habe nicht weiter nachgefragt). Nach dieser Zweituntersuchung gings wieder in Hotel und wieder ins Bett. Ich war einfach total geschlaucht und müde.
Tag 2 nach der OP
Am zweiten Tag ging es mir wieder ziemlich gut. Ich war um 08.00 Uhr wieder zur Untersuchung in der Praxis und Dr. Krumeich war mit dem Heilungsverlauf sehr zufrieden. Ich habe dann in einem Cafe in der Nähe der Praxis Kaffee getrunken und Kuchen gegessen und bis Nachmittags im Hotel im Bett gelegen und Hörbücher gehört. Um 15.00 Uhr war dann wieder die Sauerstoff-Behandlung angesagt. Danach gings wieder ins Bett.
Tag 3 nach der OP
Am Freitag erfolgte wieder um 08.00 Uhr eine Untersuchung. Es war alles im Rahmen des Erwarteten und Dr. Krumeich äußerte sich erneut sehr zufrieden mit dem sehr schnellen Heilungsverlauf, der vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass ich praktisch den ganzen Tag nur im Hotel im Bett lag, das Auge geschlossen hielt und es nur zum Eintropfen der Augentropfen öffnete. Ich sollte mich drei Wochen später erneut in der Praxis vorstellen. Die weitere Nachsorge sollte sollte durch meinen Augenarzt vor Ort erfolgen (ich komme aus Hannover).
Tag 4 bis Tag 22 nach der OP
Die folgenden Tage lebte ich praktisch nur für mein Auge. Das heißt: Penibles Einhalten der Zeiten für die Augentropfen, häufiges Kühlen des Auges, sehr gesunde Ernährung, viel frische Luft und viel schlafen. Nach und nach merkte ich auch, dass das trübe Sehen langsam nachließ. Ich sehe zwar immer noch unscharf, aber die Sicht ist nicht mehr so milchig-trüb wie in den ersten Tagen nach der Op. Auf sehr kurze Distanz (wenige Zentimeter vorm Auge) kann ich Texte schon fast wieder klar lesen.
Tag 23 nach der OP
Am 08.12.2011 erfolgte eine erneute Nachuntersuchung bei Dr. Krumeich. Er bestätigte mir meinen subjektiven Eindruck, dass die Sicht immer besser werde. Ich kam auf dem operierten Auge bereits auf einen bestkorrigierten Visus von 50% (vorher 10%). Auf meine Frage, wann die Fäden gezogen würden, antwortete Dr. Krumeich, dass diese so lange wie möglich im Auge verbleiben sollten. Des Weiteren wollte ich noch wissen, ob ich nun wieder Sport machen könne, was Dr. Krumeich bejahte.
Vorläufige Abschlussbetrachtung
Ich werde hier nun von Zeit zu Zeit meine weiteren Erfahrungen mit dem Heilungsverlauf posten. Ganz egal, wie es sich nun auch entwickelt, kann ich bisher aber definitiv sagen, dass Herr Dr. Krumeich der beste Augenarzt ist, den ich bisher kennengelernt habe. Ich fühle mich dort sehr gut aufgehoben und umfassend beraten. Bedenken hinsichtlich des weiteren Heilungsverlaufes habe ich schon noch, da ich ja, wie Dr. Krumeich sagte, aufgrund des Crosslinkings ein Risikopatient bin, aber ich bin dennoch einfach mal guter Hoffnung, dass ich bald mit Brille respektive Kontektlinsen wieder vernünftig werde gucken können.
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apfelschorle666
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- KC-Experience: Noch keine wirklichen Erfahrungen, habe gerade erst die Diagnose erhalten...
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Deleted User 7942
Re: TLKP bei Dr. Krumeich in Bochum am 15.11.2011
wie geht es dir nun? ist alles Weitere gut verlaufen?
Vg, Jonas
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orion_07
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- KC-Experience: z.B.: Erste Diagnose 1995, bei Augenarzt Dr. Frankenstein / Klinik Frankenstein's castle
z.B.: Erste Vernetzung: links, 2000, Hamburg, Klinik am Stadtrand
z.B.: Erste Transplantation: rechts, 2010, München, Klinik in der Mitte