präoperativ.
Da ich Pendlerin zwischen Hessen und Sachsen-Anhalt bin, organisierte ich den OP-Termin telefonisch, informierte mich bzgl. der OP über das Internet und hatte das Aufklärungsgespräch noch vor meiner OP in der Sprechstunde bei Fr. Dr. Sasse, eine sehr sympathische und empathische junge Ärztin.
intraoperativ.
Eine sehr nette OP-Schwester hatte mich "eingeschleust". Ich bekam eine OP-Haube, einen süßen Stoffkittel und blaue Schuhüberstülper. Schmuck, Brille, Halstuch etc wird in einen dafür vorgesehenen Schließfach abgelegt.
Auf der Liege bekommt man von der OP-Schwester Tropfen und Gel in die Augen, welche ich als eher unangenehm empfunden habe, die mir aber später dann nichts mehr ausmachten je unempfindlicher das Auge gewurden war. Ich bekam dann eine Augenspange, die das Auge aufhalten soll.
Der Prof. Duncker entfernt die Hornhaut. Dabei verspürte ich nur einen leichten Druck. Das unangenehmste dabei war jediglichn nur diese Augenspange und meine verflixten Augenreflexe darauf - die machten mich fast kirre. Als mein Auge unempfindlicher wurde, verspürte ich einen unheimlichen Druck von der Spange auf mein Jochbeinknchen.
Nach der Entfernung der Hornhaut tropft die OP-Schwester in gleichen zeitlichen Abständen dieses Vitamin-B12 ins Auge. Auch eine sehr spannende Geschichte - muss man mal erlebt haben. Die Welt ist aufeinmal Gelb.
Nach einer bestimmten ANzahl von Tropfen ( Ich weiß gar nicht mehr wieviele das waren.) schwenkt die OP-Schwester nun ein Gerät über das Auge, wobei meine einzigste Aufgabe dabei war dort reinzuschauen. Von dort kommt das UVA-Licht her. Das LIcht ist nicht unangenehm. Nun tropfte die OP-Schwester aller 5 Minuten dieses Vitamin-B12 in mein Auge unter den UVA-Licht und das Ganze 6 x. Quasi eine halbe Stunde lang.
Zum Schluss wird das Auge nochmal gespült, eine Verbandslinse eingesetzt und die Spange zum Glück entfernt. Es wird ein Becher Tee angeboten und man wird aus den sorgsamen Händen der OP-Schwester entlassen.
Der Eingriff dauerte insgesamt 1 Stunde - war aushaltbar.
Überrascht war ich von der Dauer des eigentlichen operativen EIngriffs durch Prof. Dr. med. Duncker - höchstens 1 (gefühlte) Minute .
Ich hab es mir spektakulärer vorgestellt als es dann war. Es ist vergleichbar (für jeden, der auch noch nie was am Auge hatte) mit einer simplen Leberfleckentfernung.
postoperativ.
Ich sollte mich nochmal in den Warteraum setzen. Dr. Sasse sah sich mein Auge nochmal an und ob die Verbandslinse richtig sitzt.
Ich bekam ein Privatrezept für 2 Antibiotika als Augentropfen ( Dexa-sine und Floxal) mit einen Einnahmeplan dafür und 1 Analgetika in Tropfenform ( Valoron) als Bedarfsmedikation.
Ich bin froh, dass ich Valoron verschrieben bekam. Denn die Schmerzen am Augen waren schwer auszuhalten.
Achso. kleiner Tipp: Neben den Augenlaserzentrum ist eine Apotheke, die immer diese speziellen Medikamente da hat. Ich hatte nämlich Probleme die Medikamente bei anderen Apootheken zu bekommen. Die 5. hatte sie dann parat.
Am nächsten Tag wurde ich nochmal hinbestellt zur Kontrolluntersuchung.Der Einnahmeplan hat sich geändert - Dr.Sasse erklärt aber alles.
Und am Freitag war auch nochmal eine Kontrolluntersuchung, wobei entschieden wird ob die Linse rauskann oder nicht. Meine konnte zum Glück raus. Dr. Sasse hat mir "Gleitgel" fürs Auge mitgegeben als Bedarf, weil es sein kann, dass mein Auge sich anfühlt als wäre Sand drin. Zum Glück ist dies aber net der Fall bei mir. Der Einnahmeplan der Antibiotika hat sich nochmal geändert. Nach 3-4 Wochen soll ich nochmal zur Koontrolle kommen.
Insgesamt hatte ich nach der OP keine Beschwerden. Als das Anästhetikum nachgelassen hatte (ca. 1 Stunde postoperativ) begannen die Schmerzen, die ich auch gut 2 Tage hatte. Bis Mittwoch war ich noch gut lichtempfindlich. Am Donnerstag konnte ich dann schon ein bisschen TV sehen
Also ist man die ersten 2-3 Tage eher für nichts zu gebrauchen. Zuhause bleiben ist da schon eher angezeigt.
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Das war mein OP-Bericht. Ich war zufrieden und "freue" mich schon auf meine nächste Op für das andere Auge.