Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

TLKP in Bochum (Dr. Krumeich)

Barbara
Beiträge: < 10 - Forenrechte eingeschränkt
Posts: 1
Joined: 2009-03-20, 16:13
KC-Experience: Bei meinem Sohn (18) wurde vor 2 Jahren Keratokonus diagnostiziert. Anfangs haben wir uns trotz schlechter Prognose wenig Gedanken darüber gemacht, da er ja noch ganz gut sehen konnte. Inzwischen sieht er sehr schlecht und wir sind gezwungen, uns nun ausführlicher mit dem Werdegang und möglichen Behandlungen auseinander zu setzen. Ich hoffe, daß ich in diesem Forum ein paar gute Ansätze dazu erfahre, hoffe aber auch auf Beiträge, die trotz aller Betrübnis auch Hoffnung geben, denn mein Sohn ist inzwischen am Boden zerstört und sieht seine Zukunft im Dunkeln.

TLKP in Bochum (Dr. Krumeich)

Post by Barbara »

Hallo Ihr lieben Leidensgenossen,

in meinem Fall bin ich die leidende Mutter eines Keratokonus - Sohnes (18), und möchte Euch berichten, wie seine OP der tiefen lamellären Keratoplastik bei Dr. Krumeich in Bochum verlaufen ist.
Im Vorfeld dieser OP habe ich im Internet recherchiert und war doch ziemlich entsetzt, was da jetzt auf meinen Sohn (und auf mich) zukommt. Für meinen Sohn war allerdings das Schlimmste, daß er wohl nie den Führerschein machen können würde (er leht es einfach ab, 'ne Brille zu tragen - ist eben uncool !).
Die Voruntersuchung bei Dr. Krumeich ergab, daß sein linkes Auge bereits so schlecht war (Ausgangsvisus 0,1 mit -4,0 bei nicht mehr starren Radien und Radiendifferenzen innerhalb der Pupillarzone von 15 dptr.) Hier war wohl nur noch eine perforierende Keratoplastik möglich. Das rechte Auge ist etwas weniger schlecht.
Das linke Auge wurde am 29.04. operiert und Dr. Krumeich hat hier das Wunder vollbracht, doch noch eine TLK hinzuzaubern, obwohl mein Sohn Radien bis zu 70 dptr. hatte - womit er, laut Dr. Krumeich, wohl Rekordhalter sei ! Die OP dauerte 3 Stunden. An diesem Tag gab es im Ablauf der OP' s Verzögerungen, sodaß wir erst um 20 Uhr die Klinik verlassen konnten. Die Nacht war schlimm !!!! Mein Sohn hatte ziemliche Schmerzen trotz Schmerzmittel (ich glaube, er ist überhaupt ziemlich schmerzempfindlich !) und an Schlaf war nicht zu denken. Am nächsten Tag erfuhren wir erst bei der Nachuntersuchung von dem Kunststück, das Dr. Krumeich hier vollbracht hatte. Die Freude war groß - ich glaube auch bei Dr. Krumeich selber, der doch sehr erstaunt war, was trotz aller Widrigkeiten möglich ist ! Der Heilungsprozeß des Auges war rasant schnell und schon am 2. Tag nach der OP konnte mein Sohn die Finger von Dr. Krumeichs Hand und auch Zahlen an der Wand lesen.
Inzwischen sind 2 Wochen vergangen und unser (sein) Tagesablauf gestaltet sich nach den Uhrzeiten der Tropfen. Was mich in diesen Tagen recht mürbe gemacht hat, war das Auf und Ab seiner Befindlichkeit. Die schlechte Sehfähigkeit und diverse Schmerzsymptome meines Sohnes versetzten mich immer wieder in Angst und Schrecken - hat' s doch nicht geklappt ? Löst sich das Transplantat ? Muß er nochmal unter' s Messer ? Außerdem ist das Sehen der Doppelbilder wiedergekommen, wo mein Sohn schon so froh war, daß sie nach der OP weg waren. Heute morgen kam er aus seinem Zimmer und verkündete strahlend, daß er plötzlich wunderbar auf dem linken Auge sehen könnte, kein verschwommener Schleier mehr ! O.k. - ich habe jetzt wohl gelernt, daß die Genesung seines Auges nicht in einer geraden Kurve verläuft. Es gibt gute und weniger gute Zeiten und wenn es wieder mal einen schlechten Sehtag gibt, gerate ich (und auch er) wohl nicht mehr gleich in Panik, daß da was nicht stimmt. Ende Mai ist Nachuntersuchung in Bochum und hoffentlich bald ist dann auch das 2. Auge dran - vielleicht mit Titanring, mal sehen.
Ich bin überglücklich, daß uns das Schicksal in die künstlerischen Hände des Dr. Krumeich gewiesen hat und ich denke, ich darf hier auch im Sinne meines Sohnes sprechen. Es war nicht damit zu rechnen, daß sein linkes Auge in dieser Form zu retten war. Wir haben uns von der ersten Minute an bei Dr. Krumeich in den besten Händen gefühlt - dafür nochmal ein dickes Dankeschön !!!

Und nun geht es spirituell weiter: Wer dafür offen ist, dem mag es Trost und Unterstützung geben. Die anderen brauchen hier nicht weiter zu lesen.

Ohne jetzt lange Erklärungen abzugeben (dies ist nicht das Forum dafür !), möchte ich berichten, daß ich in Kontakt mit "Geistiger Welt" stehe. Wir bekommen Informationen durch Channels von einer höheren Ebene.
Letzten Monat fragte ich "Geistige Welt" nach den Hintergründen für die Augenprobleme meines Sohnes. Ich bekam die Antwort, daß er ein extrem empfindsamer Mensch sei und weil es in der nächsten Zeit (bis 2012) noch viel Negatives in unserer Welt zu sehen gibt, ist seine schlechte Sehfähigkeit als Schutz für ihn zu verstehen. Ohne diesen Schutz würde er heftige seelische Verletzungen davon tragen. "Geistige Welt" versicherte mir, daß mein Sohn nach dieser "rauhen" Zeit seine komplette Sehfähigkeit wieder erlangen würde. Ich mag gerne daran glauben, weil bis jetzt so ziemlich alles eingetreten ist, was von "Geistiger Welt" angekündigt wurde, auch wenn es nach unserer schulmedizinischen Sicht eigentlich unmöglich ist.
Vielleicht kann der Eine oder Andere von Euch daraus entnehmen, daß auch Eure (Augen)Krankheiten niemals zufällig sind und immer einen Sinn haben, auch wenn er uns meistens nicht bekannt ist. Darum ist es so wichtig, daß wir alles, was wir (!) uns auf unserem Lebensweg mitnehmen, dankbar annehmen und akzeptieren. Man kann nur verlieren, wenn man gegen eine Krankheit kämpft. Das heißt natürlich nicht, daß wir uns nicht Linderung beim Arzt holen dürfen. Aber das, was dann noch bleibt, ist immer förderlich für unsere Entwicklung zum liebenden Menschen.

Euch alles Liebe
Barbara
helene
-
Posts: 42
Joined: 2005-02-06, 17:40

Re: TLKP in Bochum (Dr. Krumeich)

Post by helene »

Hallo Barbara
kurz ein paar Worte zu deinem spitituellen Text.
Wie kann ich so eine Krankheit dankbar annehmen? Ich leide darunter und frage mich wie bei mir die Zukunft in 10 Jahren aussieht.
Ich habe kleine Kinder und habe Angst um mein Augenlicht. Damit hängt doch alles zusammen. Arbeiten, Alltag, die Kinder
versorgen, eben alles. Ohne gute und gesunde Augen geht gar nichts. Da ist man schon mal verzweifelt und fragt sich warum, warum warum der Mist????????
Gruß Heike
önni1980
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Posts: 1
Joined: 2009-12-02, 12:55
KC-Experience: Hallo, ich habe Keratokonus auf beiden Augen. Rechtes Auge hab ich eine Hornhauttransplantat bekommen und bin sehr unzufrieden. OP war im Februar 2007. Mitlerweile habe ich nur noch 8% Sehstärke und soll nochmal Operiert werden. Vertrauen zum Behandelnden Arzt hab ich komplett verloren, da dieser mir bis vor kurzen immer wieder gesagt hat das alles OK wäre. Beim letzten Termin hat er gesagt das der Konus sich durch die neue Hornhaut durchdrück, und das ich eine neue Hornhaut bräuchte. Such seit dem einen Arzt, aber keine möchte an einem operiertem Auge weiter dran " ARBEITEN". Wer kann mir da helfen???
Keratoconus since: Der Keratokonus wurde bei mir Winter 2006 festgestellt. Mein damaliger Augenartz, hat mir so´ne Panik gemacht, das ich sofort zum Spezialisten gehen solle und mich wegen der Krankheit behandeln lassen solle. Anschließend bin ich zum Dr. Prof. .... gefahren und er hat mir auch gesagt das ich sofort Operiert werden müsse. Zwei Monate Später lag ich unterm Messer und bekamm meine neue Hornhaut. Vor der OP hatte ich eine Sehstärke von 70% jetzt NUR 8 %. Die nachbehandlungen Kontrollen habe ich nur bei den zwei Ärzten durchführen lassen. Irgendwann kamm mir das so komisch vor das ich andere meinungen eingeholt habe. Seitdem war ich bei min. 15 Ärzten. Und die suche geht weiter...:o)
Experience with eyeglasses / lenses: Trage seit einem halben Jahr eine Brille, dieser war bis vor kurzen noch ok, allerdings hab ich das Problem, das sich das Licht über verschiedene Gegenstände oder auch über Gesichte zieht/überlagert. Sobal es drausen Dämmert lass ich das Auto stehen, weil ich die Abstände nicht mehr so gut einschätzen kann. Die lichter werden kegelförmig nach unter verzogen.
Operationen: Eine Hornhauttransplantation wurde 02.2007 durchgeführt. Vorher soll das ergebnis immer gut gewesen sein bis ich den Artzgewechselt habe. Diese hat mich aufgeklärt wo das Problem ist. Als ich diesem Befund dem Behandelnden Prof. vorlegte, sagte er mir stumpf.- " das würde bei 200.000 operierten Patienten nur bei einem Auftreten und das ich ein neues Transplantat bräuchte. Und das war der Ausschlaggebende Grund weshalb ich einen anderen Arzt suche.
Begeiterscheinungen: Nach der Operation wurde ich sehr oft Krank, mein Immunsystem war dermassen schlecht das ich fast jede zweite woche irgendetwas anders hatte. Vorher wurde ich in einem Jahr nur zweimal krank. Mittlerweile hat sich das wieder normalisiert. Was aber echt hart ist, das ich fast jeden Tag kopfschmerzen habe.
Ich über mich: Ich war immer ein fröhlicher Mensch, was nicht heissen soll das ich es nicht mehr bin, nur, bis vor der OP haben ich noch richtig spass im leben gehabt, bin in der Woche des öfteren aus gegangen, Disco, Kino, einfach nur Spass gehabt,.. etc. Nach der OP bin ich ein Jahr zuhause geblieben, keine Feier, keine Disco, nichts.
Jetzt geh ich vielleicht 1 mal in 4 monaten raus. Die ganze lebensquatität leidet darunter. Bin seit 02.2009 Papa, und wenn ich nach Hause komme muss ich auf zwei meter nähern bis ich das Gesicht meiner Tochter erkenne. Und das ist echt übel.

Re: TLKP in Bochum (Dr. Krumeich)

Post by önni1980 »

Hallo Barbara,
das ist eine schwere Zeit für die ganze Familie, wenn es einen/eine betrifft. Ich habe leider auch Probleme mit den Äuglein. Habe rechts im feb. 2007 ein Transplantat bekommen. Diese hatte nicht so einen guten verlauf. Derr Konus drückt sich auch hier durch.Zwei Jahre hoffen und bangen sind nun verstrichen. Nun will mich der Dr. Krumeich sen. operieren. Lammeläre KP. Hab ehrlich gesagt keine lust auf diese schmerzen. Ich weiß ja letzendlich wie es ist und wieder werden wird. Genau wie Dein Sohn, bin auch ich " schmerzempfindlich ". Liegt wahrscheinlich daran, das wir männlich sind.
Ehrlich gesagt interessiert mich das mit der anderen Seite. Man hat auch mal zu mir gesagt, das ich empfänglich wäre. Ich könnte darüber noch andere sachen Erzählen, aber lassen wir das mal. ( Ist nicht der Forum hierfür )
eins Interessiert mich dennoch. Machst du das beruflich???

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen