1989 wurde bei mir der Keratokonus diagnostiziert.
Lange konnte ich die Sehschwäche mit einer Brille ausgleichen. Anpassversuche von Linsen sind
alle fehlgeschlagen.
Zuletzt hatte ich jetzt noch auf dem linken Auge 30 %, und am rechten Auge 5 % (Bestkorrigiert !!!).
Da ich beruflich im Außendienst bin, war das so nicht mehr tragbar.
Nachdem ich mich über mehrere möglichkeiten der Behandlung informiert habe, wurde ich jetzt also
am 27.10.2008 in Bochum von Dr. Krumeich Operiert.
Meine Gründe für eine Tiefe lamelläre Keratoplastik waren:
* Eigenes Endothel bleibt erhalten
* Abstoßungsrisiko bei fast 0 %
* Bei gelingen gilt der Keratokonus als geheilt.
* Keine erneute Transplantation nach 10-20 jahren, weil Transplantat versagt.
Morgends um 8.00 Uhr musste ich in Bochum-Wattenscheid in der Klinik sein. Da ich aus der nähe von Bremen komme,
sind meine Frau und ich bereits am Sonntag angereist und haben in der nähe vom Krankenhaus eine Nacht im
Hotel geschlafen. (Meine Frau jedenfalls....ich weniger..
Pünklich um 8.00 Uhr waren wir dann im Krankenhaus. Nach den Aufnahmeformalitäten und beziehen des Zimmers
hatten wir noch reichlich Zeit.
Um ca. 12.15 Uhr musste ich dann das nette Engelskleidchen anziehen und die "Scheißegalpillen" einwerfen.
Nach Aussage meiner Frau hab ich dann auch nach ca. 30 min. fest geschlafen.
Irgendwann wurde ich dann etwas unsanft aus meinem Schlaf gerissen und zur OP mit meinem Bett geschoben.
Das letzte an was ich mich dann noch erinnere ist, daß ich auf die Uhr im Narkoseraum geguckt habe (13.45 Uhr)
und Tschüß..........................................................
Die OP hat 90 Minuten gedauert. Richtig mitbekommen hab ich erst wieder was als ich in meinem Zimmer bei meiner Frau war.
Abends beim erstenmal Tropfen dann der erste Blick durch meine neue Hornhaut. Nur grauer Brei !!!
Da bekommt man es echt mit der Angst. Ich konnte lediglich hell/dunkel unterscheiden.
Schlimm war auch das ständige tränen des Auges. Ich habe nie gedacht das so große mengen Tränenflüssigkeit produziert
werden können. Und eben dieses schlimme Fremdkörpergefühl...
Am nächsten Morgen konnte ich dann schon aus ca. 30cm Entfernung meine Finger sehen. das ganze allerdings noch immer mehr in schwarz/weiss.
Dr. Krumeich war bei der ersten Untersuchung allerding sehr mit dem Verlauf zufrieden.
Ab jetzt ging es jeden Tag zunehmend bergauf. Bei meiner Entlassung am Freitag den 30.10. konnte ich bereits eine Zahlenreihe
auf 5m erkennen !!!
Heute war ich dann in Bremen im Krankenhaus zur Kontrolle.
Alles sieht bestens aus.
Nach Sehtest (mit Korrektur) bin ich heute auf dem operierten Auge auf 50 % gekommen !!!!!!!!!!!
Ich bin total Happy. Sobald das operierte Auge stabil ist kommt das andere drann !
Soooo.... jetzt ist erstmal schluß hier mit schreiben (Auge schonen)
Ich halte euch auf dem laufenden.
Viele Grüße
Cupido