Ich war vor genau einer Woche für die Vernetzung meines rechten Auges in Bern in der "Insel". Ich muss sagen, dass mein Keratokonus erst vor etwa zwei Monaten festgestellt wurde und ich froh war, so rasch einen Termin zu erhalten. Die Operation ist super verlaufen und ich war erstaunt, dass ich nach der OP überhaupt nichts am Auge sah. Klar war nach ein paar Stunden das Auge rot und geschwollen. Ich bin sehr froh, dass ich bis heute noch keine Schmerzen, kein Brennen und keine Unannehmlichkeiten habe! Ich bin regelmässig mit antibiotischen Augentropfen und Befeuchtungstropfen am pflegen und bin vorsichtig mit Luftzug und Anstrengung. Die Behandlung wird in Bern erst seit zirka 6 Monaten durchgeführt aber Frau Professor Früh scheint sehr kompetent zu sein. Allerdings hätte ich mir ein wenig mehr Kommunikation während der OP gewünscht. Nach der Vorbereitung mit betäubenden und Pupillen verengenden Tropfen wurde ich in den OP-Saal geschoben und mit einem Operationstuch abgedeckt. Als die Professorin mit dem Skalpell anfing, die oberste Schicht der Rhetina abzuschaben, war ich recht verkrampft und sehr unwohl. Allerdings habe ich überhaupt nichts gespürt, nur das Metall sah ich aufblitzen....
Die nächsten 20 Minuten lag ich da im abgedunkelten Raum und bekam alle 4 Minuten Riboflavin ins Auge getropft. Danach bekam ich eine Lampe vor mein Auge und noch einmal musste ich 30 Minuten geradeaus schauen und bekam alle 2 Minuten das Auge gespült und alle ?? Minuten Riboflavintropfen. Danach bekam ich noch eine Verbandslinse aufs Auge und wurde nach Hause geschickt. Ich bin sehr zufrieden und froh, dass ich es hinter mir habe. Das zweite Auge werde ich auch machen müssen und muss ganz klar sagen, dass ich nach den guten Erfahrungen dieses Mal überhaupt keine Angst habe vor der nächsten OP.
Ich bin froh, habe ich mich hier schon im Voraus informieren können und bin dankbar für alle eure Berichte. Ich hoffe, dass auch mein Bericht einigen die Ängste nehmen kann.
Petra