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Bericht: ICR rechts, Dr. Jörgensen in Hamburg, 23.8.07
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HeavyP
Ich habe mir am 23.08.07 einen ICR ins rechte Auge bei Dr. Jörgensen in Hamburg setzen lassen und werde Anfang Dezember nun in Halle eine Vernetzung des gleichen Auges bei Prof. Duncker durchführen lassen.
Werde dann über beides hier berichten.
Prof. Duncker riet mir, erst den ICR zu setzen um dass dann erreichte Ergebnis durch die Vernetzung zu stabilisieren.
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frulan
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- Joined: 2007-08-14, 11:33
- KC-Experience: Diagnose KK etwa 1997/98 - beidseitig
Korrektur seither mit Brille und später Kontaktlinsen
kein Autofahren mehr seit 2001 und vor Kurzem ein weiterer Schub (Ausmaß unbekannt, Termin beim Augenarzt steht am 28.8. an - mehr Infos danach), der das Tragen der KL unmöglich macht.
Status zur Zeit: sehe so gut wie nichts vor allem rechts (schlechtere Seite) und das Umfeld reagiert mit absolutem Unverständnis - eine Ausnahme (mein Freund)
Nachtrag: Werte soweit bekannt:
links: HH-Dicke 480µ / Visus mit KL 50-60%, mit Brille 10%, ohne Korrektur ?
rechts: HH-Dicke 440µ / Visus mit KL 30-40%, mit Brille < 10%, ohne Korrektur ?
Bin auf der Suche nach einer geeigneten OP-Methode.
mir geht es da wie Dom, aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren.
HeavyP, wie geht es dir mit den Ringen bisher?
Ich habe Studien im Internet gefunden, teilweise auch über das Forum verlinkt, in denen eher von dieser Reihenfolge abgeraten wird. Die Vernetzung macht wohl teilweise einen Austausch der Ringe notwendig, da sich die Hornhaut dadurch ja verändert.
Was sagt Prof. Duncker dazu?
Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass bei dir alles gut geht und freue mich schon auf den Bericht.
Liebe Grüße
Ulrike
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Dom
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- Joined: 2005-01-19, 12:33
- KC-Experience: Der tägliche Kampf um das beste Sehen ist anstrengend, aber lohnt sich; vor allem wenn Augenarzt und Optiker Hand in Hand arbeiten und man selbst bereit ist, auch mal als Testperson herzuhalten. Ich habe meine Krankheit akzeptiert und gehe daher recht unkompliziert mit meiner "Sehbehinderung" um. Das hilft mir, den psychischen Druck abzubauen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das schöne Leben!
- Keratoconus since: Irregulärer Astigmatismus und Keratokonus diagnostiziert beidseitig seit 07/1998, vorher als "einfache" Kurzsichtigkeit behandelt (Brille, seit 1985).
Eine kleine Historie meines Keratokonus (absteigend mit kurze Werte-Übersicht):
2013: CCL an der Augenklinik BelleVue, Kiel. Ergebnis noch offen.
2012: hingegen aller ärzlicher Meinung (UKE Augemnklinik, generelle Lehrmeinung):ab Ende 30 bewegt sich am KK nichts mehr, kräftiger Schub links mit Hornhautausdünnung auf die kritische Grenze von 400µ, subjektiver visus links (sc) 0,05
2008-2012: ruhige und tatsächlich progressionslose Zeit, visus stabil zwischen 0,8 bis 1,1 mit beiden Augen (cc)
2008: Visus mit Linsen linkes Auge zwischen 1,1 (morgens) und 0,8 (abends), rechtes Auge 1,3 (morgens) und 0,9 (abends) bei durchschnittlicher Tragezeit von 14 Std.
2007: Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge
2006: starker Verlust der Sehkraft links auf -6,50
2005: Werte vom Doc und Optiker links: sphär. +1,25, Zyl. -2,50, Achse 98°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -2,50, Achse 72° visus r/l sc unter 0,25 cc annähernd 1,0 (morgens, abends 0,6 ++ 2004 Werte vom Doc und Optiker
links: sphär. +0,50, Zyl. -0,75, Achse 60°, rechts: sphär. +0,00, Zyl. -0,75, Achse 130° visus r/l sc unter 0,3 cc annähernd 1,2
2001: Werte Uniklinik Kiel (14/05/01) visus rechts sc = 0,8 cc = 0,63, visus links sc = 0,4 cc = 0,8, tensio 16mm HG, Befund: eindeutiger Keratokonus beidseitig. - Experience with eyeglasses / lenses: Korrektur beidseitig durch Kontaktlinsen, formstabil, gasdurchlässig, seit 1998.
Benutzte Benetzungsflüssigkeit: Oculotect fluid sine; Urteil: brauchbar, etwas "klebrig" und Hylo-Comod ohne Konservierungsmittel. Benutzte Reinigungs-/Aufbewahrungsflüssigkeit:
Lenscare Desinfektions- und Aufbewahrungslösung für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, Lenscare Hartlinsenreiniger für harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen, AMO Total Care Proteinentfernungstabletten (1x wöchentlich). - Operationen: 2007 Excimer-Laser-OP mit dem Femtosekunden-Laser linkes Auge, Dr Opel, Hamburg. Durch die OP-Methode ist die Hornhaut "geliftet"/gestrafft worden und wieder in eine Kuppelform überführt worden
2013 CCL linkes Auge, da die Hornhaut an der magischen 400µ-Grenze schrammt, Dr Holland, Augenklinik BelleVue, Kiel - Begeiterscheinungen: dauerhafte halos und ghosts selbst mit Kontaktlinsen (dann aber deutlich weniger), Mehrfachbilder und Verwischungen machen das tägliche Arbeiten am PC anstrengend. Ständig dunkle Ränder unter den Augen. Kalte und trockene Luft tut meinen Augen merkwürdigerweise am besten. Große Probleme bei klimatisierten Räumen und Fussbodenheizung. Helles Licht, starke Sonneneinstrahlung sind ebenfalls unangenehm.
- Mögliche Ursachen: ... wenn ich das wüßte, könnte ich an den Ursachen arbeiten und müßte nicht mit Ärzten und Optikern an den Symptomen herumlaborieren.
CU Dom
------ Der mit dem Knick in der Linse -----
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HeavyP
Hi,frulan wrote:Hallo,
HeavyP, wie geht es dir mit den Ringen bisher?
[...]
Was sagt Prof. Duncker dazu?
ich wills mal so sagen: Es ist jetzt ein anderes Sehen als vorher. Zuvor konnte ich in der Dämmerung und bei künstlichem Licht besser gucken, bei sehr hellem Licht (Tageslicht) schlechter.
Jetzt, mit dem Ring im rechten Auge ist die Sehschärfe besser geworden, allerdings habe ich nun deutliche Geisterbilder sowie Halos, die ich zuvor nicht hatte.
Bei Sonnenlicht und guten Lichtverhältnissen ist nun das Sehen deutlich besser als vorher.
Alles in allem würde ich sagen, das Sehen ist ein wenig besser geworden. Problematisch finde ich, dass es beim letzten Versuch vor einer Woche nicht gelang, mir eine Brille anzupassen - hätte mit optischer Korrektur kein bisschen besser gesehen.
Prof. Duncker sagte mir nichts davon, dass es möglicherweise nötig wird, die Ringe gegen stärkere auszutauschen, werde ihn aber diesbezüglich noch mal befragen, da die Kosten dafür natürlich auch wieder erheblich und für mich momentan nicht bezahlbar wären.
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HeavyP
melde mich nach längerer Zeit nun mal zu Wort bezüglich meiner bisherigen Erfahrungen mit dem ICR.
Vorgeschichte:
Bis etwa zum elften Lebensjahr konnte ich perfekt gucken und benötigte keine Brille. Dann begannen sich beide Augen jährlich kontinuierlich zu verschlechtern, so dass ich jedes Jahr eine neue Brille angepasst bekam. Ab etwa 14 Jahren trug ich dann (aus Eitelkeit und wegen meines Sports) tagsüber weiche Kontaktlinsen (bis zu 16 Std. täglich) und nur abends zuhause meine Brille. Ich vertrug die Kontaktlinsen sehr gut und kam damit trotz weitergehender Verschlechterung meiner Augen stets auf 100 % Sehstärke.
Mit 19 Jahren hatte ich auf beiden Augen bereits etwa – 8.00 dpi. Und einen beidseitigen Astigmatismus (die genauen Werte habe ich jetzt nicht im Kopf). Da ich entweder Sport studieren oder zur Polizei gehen wollte, entschloss ich mich zur Lasik-OP an beiden Augen, die ich Ende 2001 (rechtes Auge) bzw. Anfang 2002 in Hannover durchführen ließ.
Die OP verlief (scheinbar) erfolgreich und ich hatte wenige Wochen nach der letzten OP eine Sehstärke von fast 100 % auf beiden Augen ohne Korrektur!
Dann war einige Jahre Ruhe, das rechte Auge erwies sich nach einigen Monaten – was die Sehstärke angeht - als minimal schwächer als das linke, ich konnte aber trotzdem noch wunderbar gucken und brauchte weder Brille noch Kontaktlinsen.
2004 etwa ließ ich mir eine Brille erstellen, da ich, besonders wenn ich das linke Auge zuhielt, feststellte, dass das rechte Auge doch merklich schlechter war als das linke. – 1.25 dpi. Bestätigte mir dann auch der Optiker. Die Brille nutzte ich nur zum Fernsehen und kam ansonsten bis 2006 wunderbar ohne zurecht. Im Herbst 2006 allerdings bekam ich häufig Kopfschmerzen - die Diskrepanz zwischen beiden Augen hatte noch deutlicher zugenommen. Ich dachte mit nichts weiter dabei, weil ich glaubte, das rechte Auge sei halt nach der Lasik OP (die ich ja mit 19 Jahren und damit recht jung durchführen ließ) noch weiter gewachsen und die Sehstärke habe sich deshalb verschlechtert.
Als es dann im Sommer 2007 noch schlechter wurde, ließ ich mich endlich beim Augenarzt untersuchen (fragt mich bitte nicht, warum ich das nicht viel früher getan habe...das frage ich mich auch). Diagnose: Keratektasie rechts sowie Astigmatismus beidseitig. Sehstärke rechts ca. 30 %, links 100 %.
Die Ärztin riet mir zum Einsetzen eines Kerarings, um die Hornhaut zentral abzuflachen, dadurch mehr Spannkraft zu erzeugen und um einer eventuellen Hornhauttransplantation in ultima ratio zu entgehen. Nach Rücksprache mit Dr. Jörgensen von EuroEyes Hamburg und Prof. Duncker aus Halle entschloss ich mich, erst in Hamburg die ICR OP und später zur Stabilisierung des Ergebnisses dann ein UV Crosslinking in Halle durchzuführen.
Das Einsetzen der Keraringsegmente erfolgte Ende August 2007, das Crisslinking werde ich (wahrscheinlich) nächste Woche Montag, am 07.01.08 in Halle durchführen lassen. Muss erst die Voruntersuchung vor der OP abwarten.
Was kann ich bisher sagen?
Mit dem Ergebnis des Keraring-Einsatzes bin ich leider ziemlich unzufrieden. Vor der OP konnte ich auf dem rechten Auge schlicht einfach nur schlecht gucken, alles war undeutlich.
Bei strahlendem Sonnenschein und hellen Lichtverhältnissen war es besonders schlimm, in der Dämmerung und bei Künstlichem Licht (Kaufhaus, Kino etc.) konnte ich verhältnismäßig gut gucken. Doppelbilder/Geisterbilder, Halos und sonstige „Erscheinungen“ hatte ich NICHT!
Jetzt kann ich dank des KeraRings etwas schärfer sehen, bei strahlendem Sonnenschein ist die Sicht wirklich sehr gut, an die 100%. Aber: Leider überwiegen die Nachteile deutlich. Jetzt habe ich massive Doppelbilder (manchmal dreifach oder vierfach Ghostings), stark streuende Ringe um Lichtquellen sowie ein „Verschmieren“ des Geisterbildes nach rechts unten. Letztlich sehe ich also nur minnimal schärfer bei ansonsten deutlich schlechterer Sicht.
Hinzu kommt, dass es bisher nicht möglich war, meine Sicht durch Sehhilfen zu verbessern. Eine Brille/Kontaktlinsen konnten nicht angepasst werden bzw. sie hätten laut Arztauskunft keine Verbesserung gebracht.
Mittlerweile kann ich kaum noch fernsehen oder vernünftig am Computer arbeiten (außer ich decke das rechte Auge ab). Ich setzte jetzt noch ein wenig Hoffnung in die anstehende Vernetzungsbehandlung. Sollte diese keine Reduktion der Doppelbilder zur Folge haben, werde ich den Keraring wieder entfernen lassen.
Ich werde dann berichten. Ehrlich gesagt wundert es mich doch stark, dass hier bisher so überwiegend Positives über ICRs berichtet wurde. Naja, mal sehen, was kommt!