Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

ARK gleich auf beiden Augen?

Brille
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KC-Experience: Ich bin froh, dass ich endlich richtig diagnostiziert wurde.
Vom großen Schrecken zum Durchführen einer Behandlung in 8 Monaten.
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Keratoconus since: Diagnose Anfang 2007, davor jahrelang "Anpassungsprobleme" bei Brillengläsern.
Rapide Verschlechterung im Jahr 2007.
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ARK gleich auf beiden Augen?

Post by Brille »

Hallo allerseits!

Ich habe mir ein Herz gefasst und mich in Rom angemeldet.
Was mich jetzt beschäftigt: Doktor Lombardi scheint ja oft gleich beide Augen zu operieren. Bei einer Vernetzung wird aber eher zu zwei Terminen geraten - ist denn die ARK weniger belastend?

Und: gibt es schon jemanden, der in Rom nach der ARK gleich noch vernetzt wurde? Dies wurde mir als Möglichkeit vorgeschlagen. Ist denn die Belastung fürs Auge dabei nicht noch viel stärker?

Herzlcher Gruß!

Hans
Markus
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KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;)
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Post by Markus »

ich würde das nicht gleichzeitig machen. dazu dauert es einfach oft zu lang bis das gewünsche Ziel erreicht wird. Behalte ein Auge um damit den alltag zu bewältigen. Es kann einige Termine dauern, bis es gut ist. Es kann auch sehr lange dauern...

VG MARKUS
Norbert S.
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Post by Norbert S. »

Hallo Hans,

wie im Forum schon öfters berichtet wurde, ist es bei der ARK so, dass die Schmerzen gleich sind, egal ob ein oder zwei Augen operiert werden. Weiterhin musst Du Dich einen Monat zurückhalten (mindestens zwei Wochen etwas stärker), auch wenn die Schmerzen nach einigen Tagen nahezu verschwunden sind.
Wenn Du es auf zweimal machen lässt, hast Du auch zweimal dieses Gschiss.

Meine Kenntnisse dazu sind zwar noch nicht so fundiert, aber ich habe am Rande mitbekommen, dass Lombardi seine eigene Vernetzungsmethode entwickelt hat. Ein Patient, hat mir neulich berichtet, dass bei ihm nachoperiert wurde (ARK) und gleichzeitig bzw. danach die Vernetzung gemacht wurde. Er hatte keine größeren Schmerzen.

Lombardi macht ja eine "selektive", asynchrone Vernetzung und es wird anscheinend auch nicht das Epithel entfernt. Ich gehe einmal davon aus, dass für das Eindringen des Vitamin B die Schnitte reichen oder er mittlerweile von der Methode ohne Epithelübertragung überzeugt ist. Anfänglich war er ja dagegen.

Früher hielt er ja generell nichts davon, nach einer erfolgreichen ARK noch eine Vernetzung zu machen. "Zu was auch?" war seine Frage. ARK hält den KC-Fortschritt auf Dauer auf und bzgl. der Vernetzung gibt es noch viele Unklarheiten (z.B. Langzeiterfahrung).

Hari sagte mir, dass Lombardi vor einiger Zeit von einem Vernetzungs-Kongress zurück kam, bei dem er sehr viel neue Erkenntnisse gewonnen hat und diese in seine neue Methode einfließen ließ. Genaueres weiß ich leider auch nicht.

Auch bei der ARK hat er anscheinend neue Optionen mit dazugepackt. Zumindest hat er einen neuen Namen dafür (fällt mir gerade nicht ein), evtl. ist es auch eine weitere, leicht abgewandelte Variante.

Freundliche Grüße von
Norbert
Brille
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Post by Brille »

Hallo Markus, Hallo Norbert,

vielen Dank für Eure Antworten, sie zeigen perfekt das Dilemma, in das man sich mit dieser OP begibt. Einerseits ist es immer besser, nur "ein Auge zu riskieren" - andererseits ist es ein ziemlich großer organisatorischer und finanzieller Zusatz- Aufwand, alles zweimal zu machen.
Ich werde, da ich momentan eher wie Markus denke, wohl eher den vorsichtigen Weg gehen.

Vielen Dank, Norbert, für die Details!

Herzliche Grüße!

Hans
börni
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Post by börni »

Hallo zusammen

Ich möchte nur kurz was einstreuen, was immer wieder vergessen, bzw. falsch weidergegeben wird.

Eine ARK kann das Fortschreiten von Keratokunus niemals aufhalten! Wie sollte es auch? Durch die Schnitte wird lediglich für das momentane KK Stadium die Form der HH so geformt, bzw die HH Spannungen entlastet, dass wieder eine bessere Sicht möglich ist.

KK ist genetisch und kommt oft Schubweise. Es liegt an der Natur der Sache, dass bei einer weiteren Schwächung der HH die vorher optimale Schnittsetzung nun nicht mehr stimmt!

Ich rate jedem dringenst von ARK's ab. Bei einer Vernetzung mit Schnitten im Auge besteht die grosse Gefahr, dass durch die leichte Schrumpfung der HH durch das x-linking die Schnitte wider aufklaffen.

Nächste Station ist dann Keratoplastik!

Dies ist nicht nur dahergeredet, ich weiss wovon ich spreche und ich hab schon einige mit aufgeklafften Schnitten gesehen. Eine ganz neue Möglichkeit bzw. Versuch ist allenfalls die Zone der Bestrahlung kleiner zu wählen, sodass die Schnitte ausserhalb der Bestrahlung liegen. Ergebnisse liegen bisher jedoch noch keine vor.

Viele Grüsse und viel Kraft Euch allen.

Börni
Markus
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Post by Markus »

Hi Börni!

danke für die Amerkungen. Allerdings ist es schon so, dass die ARK die Hornhaut stabilisieren soll. Narbengewebe ist stabiler als normales Gewebe und dadurch soll der Konus dann nicht mehr voranschreiten können. Wir haben Leute im Forum, die die ARK schon vor Jahren gemacht haben ohne eine verschlechterung. Bei anderen hat es zugegebenermassen nicht so gut geklappt.
Mein Prof in HH hat mir aber auch bestätigt, dass das funktionieren kann, da das Narbengewebe wirklich stabilisierende Wirkung hat.

Wie du bin ich jedoch auch vorsichtig. Aber eine pauschale Verteufelung ist auch nicht angebracht.

Die Sache mit den durch Vernetzung aufklaffenden Schnitten hab ich aber noch nie gehört...

VG MARKUS
Norbert S.
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Post by Norbert S. »

Hi Börni,

sorry, aber das ist absoluter Schrott, den Du da verzapfst.
Nicht informiert, nichts verstanden, aber blöd daherreden.
Nenne uns doch bitte einige, bei denen die Schnitte aufklaffen.
Ich kann Dich mit vielen zusammenbringen, bei denen schon über viele Jahre der KC getoppt wurde.

Dass das bei Bille so lief ist natürlich übel. Das mit 25% kann aber nicht stimmen (s. die ARK Statistik im Forum).

Gruß
Norbert
börni
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Post by börni »

hi norbert

25%? hab ich da was verpasst? und dass schnitte aufgeklafft sind, hab ich aus erster hand. dass das bei allen passieren muss, hab ich nie behauptet..

ich kann mir einfach nicht erklären, wie sich die hh stabilieren soll mit schnitten in der peripherie. narbengewebe entsteht ja doch nur um die schnitte rum?! in der zentralen zone, schreitet der kk doch ungehindert fort! schau mir jetzt grad mal die ark statistik an..wenn ich sie denn finde.

vg - börni
Norbert S.
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Post by Norbert S. »

Hallo Börni,

das mit den 25% war im Beitrag von Bille gestanden.
Hast Du die Erkläuterung, wie ARK funktioniert gelesen (http://www.s-a-n-d.de/kc/lombardi)?

Was ist denn da für Dich nicht plausibel?

Die ganzen Leute in der "Statistik" kenne ich großteils persönlich. Die die unzufrieden sind haben keine Verbesserung. Aber gravierende Probleme wie Aufklaffen der Schnitte waren nicht dabei.

Gruß
Norbert
börni
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Post by börni »

hmm, hab grad den beitrag von bille gelesen. wie hoch die "nicht vernarbungsquote " ist, weiss ich auch nicht. diese 25% dünken mich allerdings auch zu hoch.

ich spreche das aufklaffen NACH vernetzung an. hier muss man echt aufpassen!

Immer noch nicht plausibel ist für mich, dass der verlauf des kk gestoppt werden kann (auch nach lesen deines links). im zentrum, wo die hh am dünnsten ist, wo keine schnitte gemacht werden und wo demzufolge auch kein narbengewebe entstehen kann, schreitet der kk doch ungehindert fort.

interessant wären berichte von im fortschreitenden stadium operierten lombardi-patienten ca. 5 jahre nach op. daraus könnte man dann sehen was wird...

gibt es solche?

vg - börni
Norbert S.
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Post by Norbert S. »

Hallo Börni,

die erste dt. Patientin war im Jan. 2004 bei Lombardi zur OP.
Italienische Patienten zu finden ist schwer.

Wenn die Funktionsweise (Narbengewebe/ Netz, Kräfteverteilung) so nicht richtig sein sollte, wieso stoppt dann der KC-Fortschritt dann für bestätigte drei Jahre?

Dass die Vernetzung bei nicht komplett ausgeheilten Schnitten Probleme gebeb kann, könnte ich mir schon vorstellen. Vielleicht ist das auch mit ein Grund, dass Lombardi die Methode modifiziert hat.

Gruß
Norbert
börni
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Post by börni »

hi norbert

weisst du, mich freut es für jeden patienten, der nach einer lombardi-operation einen besseren visus erzielt. und ich freue mich noch mehr, wenn er diesen auch für längere zeit oder gar für immer beibehält - ein neues leben, nicht wahr?! und ich wünsche es auch wirklich allen, dass diese methode hält was ER verspricht.

doch nun kommt leider das aber. fakt ist, dass noch keinerlei langzeitresultate vorliegen. reichen 3 jahre, um sagen zu können, ja es hat sich gelohnt? was ist in 5 jahren oder mehr? oder aber vom anderen standpunkt aus gesehen, sind es mir die drei jahre wieder besser sehen wert?

diese entscheidungen sind schwer zu treffen, ich weiss (ich bin nicht-betroffener)!

mir sträubten sich nur die haare, als ich den anfang dieses threads gelesen habe, wo von mini-ark beidseits am gleichen tage (!) und von gleichzeitiger vernetzung gleichen tages (!!!) gesprochen wurde! meine meinung dazu: russisch roulette!

der nachträglich gelesener beitrag von bille stärkt mich jedoch in meinem glauben. ich will nemanden verteufeln, doch rate ich Euch, seid mit lombardi kritisch und lasst euch nicht durch die guten ergebnisse in diesem forum täuschen. gute ergebnisse schreibt man leichter hier hinein als schlechte.

aber eben, ich will hier nicht ins detail geben, ich weiss wovon ich spreche, bin selber in dieser branche tätig und weiss aus wissenschaftlicher und klinischer sicht v.a. bescheid, was bei einem cross-linking abläuft. was machbar ist und was nicht.
ich weiss, was kk ist und dass es vererbt ist und nichts anderes! siehe familienbetroffenheiten, inzidenzen in isolierten regionen, etc...

wer was anderes behauptet, hat andere gründe!

zur vernetzung noch was bzgl. "modifikation von lombardis x-linking methode". mich interessiert persönlich worin denn seine modifikation besteht? was anderes als 3mw/cm2 über 30 minuten ist nix anderes als kaninchen-spielen! abseits der standardparameter (darin einbegriffen ist die vernetzung ohne abrasio) liegen nicht mal 1-jahresdaten vor. hier herrschen die gesetze des wilden westens - cowboys! diese haben nur zwei ziele: geld und ruhm!

ich rate jedem vor so einer entscheidung genau nachzuforschen, recherchiert pubmed durch, lest publikationen und nicht werbeseiten von ärzten!! informiert euch, bei wem ihr einen termin abmacht und was er beabsichtigt.

ich grüsse Euch

Börni
Brille
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Oh je....

Post by Brille »

Also das macht mich jetzt doch sehr nachdenklich, obwohl ich den Flieger schon gebucht habe. Natürlich habe ich die OP-Berichte gelesen und mir ist klar, dass es keine Garantie auf eine Visusverbesserung gibt. Aber was Bille ("Rapide Verschlechterung nach ARK") durchmachen muss, ist ja schrecklich! Das kann doch nicht sein, dass Lombardi bei seinen vielen KC- Patienten Probleme mit der Vernarbung noch nie untergekommen sind, wenn sie von anderen Ärzten sofort als Risiko genannt werden.
Oder stehen hier tatsächlich "zu wenig" negative Berichte?

Börni, Du schreibst man soll sich informieren, doch alle Quellen sagen ja das Gleiche: Vernetzen, und dann Kontaktlinsen tragen. Aber ist es nicht so, dass die Linsen über die Jahre die Hornhaut dünner machen? Berichte darüber gibt es an vielen Stellen im Netz. Dann vertragen ca.20% der Nutzer Linsen sehr schlecht oder gar nicht, die Tragezeit ist beschränkt. Außerdem sind sie sehr pflegeaufwendig, etc.
Daher kommt die Hoffnung, die Lombardis Methode erzeugt - vielleicht kann man mit Brille weitermachen, und eine Transplantation vermeiden.

Sehr nachdenklich

Hans
Norbert S.
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Post by Norbert S. »

Hallo Börni,

ich habe auch im Thread von Bille etwas zu den Themen hier geschrieben.

Was hast Du denn mit KC zu tun und woher hast Du die guten Erfahrungen und das Wissen?

Was spricht Deiner Meinung nach denn gegen eine Vernetzung nach mehr als drei Jahren nach der ARK? Das Narbengewebe müsste dann doch ziemlich stabil sein. Somit würde sich dann doch auf jeden Fall der gute Stand festhalten lassen, oder?

Ich habe das Thema für mich nicht weiterverfolgt, da ich mich mit der Meinung von Lombardi zufriedengab, dass dies nicht nötig sei.
Mittlerweile scheint er aber auch von der Vernetzung angetan zu sein.
Ich bin mal gespannt, was er sagt, wenn ich ihn demnächst mal wieder besuche.

Freundliche Grüße von
Norbert
börni
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Post by börni »

hallo hans, hallo norbert

mit einer vernetzung kann man den ist-zustand einfrieren und in den meisten fällen einen leichten rückgang des kk erreichen. beobachtungszeiträume bis ca. 7 jahre, keine verschlimmerungen bisher beobachtet. grundsätzlich kann man mit einer vernetzung nur gewinnen. durch die stabilisation der hh ist auch kl tragen weniger heikel (hans hat auf die linsenproblematik hingewiesen).

lombardis methode ist kurzfristig sicher diejenige mit dem grössten potential schneller visusverbesserung. doch zwei grosse aber:
fortschreiten des kk wahrscheinlich.
gefahr dass schnitte aufklaffen bei einer nachträglichen vernetzung, um
istzustand einzufrieden (risiko umso kleiner wenn länger nach vernetzung) .

zu norbert, vernetzung nach mini-ark wäre die optimale keratokonus behandlung. 3 jahre gleichstand, da würd ich an deiner stelle auch nicht an vernetzung denken. ist ein super resultat!
"das narbengewebe müsste dann doch ziemlich stabil sein" vermutlich schon, vielleicht aber auch nicht! ist währscheinlich individuell unterschiedlich. ich würde erst über vernetzung nachdenken, wenn sich eine verschlechterung spürbar macht, da risiko wegen dem aufklaffen.


viele grüsse,

Börni
Norbert S.
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Post by Norbert S. »

Hallo Börni,

ich glaube ja nicht, dass ein Fortschreiten nach ARK wahrscheinlich ist. Alle Fälle, die ich persönlich gesehen habe und Daten von italienischen Patienten sprechen das Gegenteil. Klar, die Patientendaten könnte Lombardi fingiert haben (glaube ich nicht) bzw. er nennt natürlich keine negativen Referenzen. Das war für mich der Hauptgrund, warum ich mir nicht die Arbeit gemacht habe, mit Hilfe eines Dolmetschers auf italienische Patienten zuzugehen, die die ARK schon vor langer Zeit hatten.

Ich bin am 29. Oktober wieder bei Lombardi zur Nachuntersuchung. Mal sehen, was sich da bei meinen Augen ergibt und was es so alles Neues von ihm gibt.

Gruß
Norbert
arnie
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Post by arnie »

Hallo an alle,

ich möchte bezüglich der Langzeitwirkungen bei der ARK anmerken, dass
sich die Horhaut auch noch lange nach der Operation verändern kann.
Das war genau der Grund, weshalb die radiäre Keratomie zur Beseitigung von Kurzsichtigkeit nicht mehr angewendet wird.
Das Ergebnis blieb nicht konstant und die Patienten wurden oft lange nach der Operation weitsichtig durch einen Aufschaukeleffekt der sternenförmigen Schnitte (nenne ich jetzt mal so, lässt sich aber nur graphisch darstellen).
Für die ARK bei Keratoconus heißt das aber dann, dass dieser Effekt (der je nach Art des Eingriffs nur begrenzt möglich ist) einer kegelförmigen Rückverformung langfristig entgegenwirken kann zusätzlich zur Vernarbung. Also keine Angst vor der Operation deswegen! Außerdem kann Lombardi sehr gut einschätzen, was seine Schnitte bewirken.

Einen Nachteil der Operation möchte ich nicht verschweigen: Die Augen werden geschwächt, d.h. bei mir z.B. ermüden sie schneller.

Anmerken möchte ich noch, dass ich ich rechts zweimal und links mehrmals bei drei Besuchen von Professore Lombardi operiert wurde. Links alle zwischen Februar und Mai 2005. Meine Hornhaut war damals schon eingerissen und etwas eingetrübt und die Operationen eher Verzweiflung und gingen von meiner Initiative aus. Durch das Aufnähen eines Patches (Spenderhorhaut) konnte eine maximalinvasive ARK durchgeführt werde, die man durchaus als Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung betrachten kann ;) Zumal der Patch eigentlich draufbleiben und nicht abgestoßen werden sollte *g* Heute kann ich darüber grinsen, damals nicht. Jedenfalls kommt nach dieser Erfahrung keiner mehr von euch in den Genuss dieser dreistünden Operation und damit der Anzahl und Tiefe der Schnitte. *lol*


Zwar habe ich nur 5% Sehkraft, aber das ist kein Vergleich mit vorher, da war ich praktisch blind. Bald werde ich auch wieder Linsen regelmäßiger tragen, aber solange sich noch etwas verändert, warte ich lieber.
Schlimm ist, dass sas Auge war wirklich angeschlagen ist und dass, obwohl es nicht gucken muss.
Fakt ist aber, dass ich eine Transplantation vermieden habe und das sämtliche Eintrübungen verschwunden sind samt der ursprunglichen Narbe.
Fazit: Die Horhaut hat unglaubliche eigene Selbstheilungskräfte.
Diesen Effekt der ARK sollte man wirklich nutzen.
Wahrscheinlich vernetzt Lombardi mittlerweile nach der OP, damit das Ergebnis dauerhaft konserviert und das Ergebnis genauer wird. Damals konnte er den Ausgang einer Operation nur mit einem Schwankungsintevall von einer Dioptrie voraussagen. Hätte er das rechts mal bei mir gemacht, dann hätte ich wohl keine Hornhautverkrümmung von einer Dioptrie.

Also nur Mut und Durchhaltevermögen, Börni, wozu auch immer du dich entscheidest.

Gruß
Arne
Tim_OS_78
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Joined: 2003-06-03, 21:48
KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg.
Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge.
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Post by Tim_OS_78 »

Hallo Arne,

schön mal wieder von Dir zu hören!
Wäre schön, wenn du auch den aktuellen Stand deiner Augen genauer Schildern könntest. Bzgl. Visus mit und ohne Hilfsmittel.
Wann fängst du denn mit den Linsen an?

VG
Tim
Augenklinik Prof Lombardi
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Post by Augenklinik Prof Lombardi »

Sehr geehrter Börni,

in erster Linie würde ich gerne wissen, ob Sie aus direkter Erfahrung sprechen, d.h. ob sie ein Arzt oder Optiker sind? In beiden Fällen wäre es wünschenswert, wenn sich mit Vor- und Nachnamen und eventuellem akademischen Titel vorstellen würden. Außerdem mit Adresse und Telefonnummer, damit ich und andere Sie kontaktieren können, um vertiefende Erklärungen zu Ihren Aussagen zu bekommen.

Außerdem sehe ich keinen Grund, sich hinter einem Nickname zu verstecken, wenn Sie Arzt sind, sondern sich so zu präsentieren, mit Ihrem Vor- und Nachnamen, so wie ich es mache. Ich würde mich also freuen, wenn Sie sobald wie möglich diese Fragen beantworten könnten.

Derweil möchte ich anmerken, dass alle meine Patienten, die sich seit Mai/ Juni diesen Jahres der Vernetzung unterzogen haben, gleichzeitig mit oder nach einer Mini ARK, sich nicht nur in bester Gesundheit befinden, sondern sich auch nie ein Schnitt geöffnet hat, weder nach der Mini ARK, noch nach der jetzigen Operationsmethodik: also Mini ARK und in der gleichen Sitzung die Vernetzung am Ende der Mini ARK.

An diesem Punkt es ist auch gut, ein weiteres fundamentales Konzept zu präzisieren: Wenn man meint, dass die internationale Literatur Fälle des spontanen Wiederaufklaffens der Schnitte (also nicht traumatische) beschreibt, werden jene Wiederaufklaffungen begleitet von folgenden 5 - 6 fundamentalen Symptomen: Schmerz, Brennen, Irritationen mit roten Augen, Augentränen und Fotophobie mit Blepharospasmus.

Außerdem produziert das Fehlen der Zellen des Hornhautepithels in Folge eines Traumas genau die gleichen Symptome. Wenn sich also diese Symptome nicht einstellen, gibt es kein Wiederaufklaffen der Schnitte oder den Verlust von Epithelzellen.

Ich möchte weiterhin präzisieren, dass weder ich noch meine Mitarbeiter, während unserer 27-jährigen spezifischen Aktivität der Mikrochirurgie noch nie einen einzigen Fall des so genannten Wiederaufklaffens der Schnitte gesehen haben. Wir sprechen hierbei von Kontrolluntersuchungen in über tausenden Augen, die von mir operiert wurden, entweder mit der Technik der Radialen Keratotomie, der Asymmetrischen Radialen Keratotomie oder der etwas neueren Mini – Asymmetrischen Radialen Keratotomie.

Wer also etwas Unterschiedliches abweichend von meiner Erfahrung oder der meiner Mitarbeiter gesehen hat oder sehen wird, wird gebeten diese Fälle zu fotografieren und mich direkt zu kontaktieren, so dass ich die Exaktheit der Diagnose verifizieren kann.

Es ist „offensichtlich“, dass meine neue Methode der CLAS (Asymmetric Selective Cross Linkung) charakterisiert ist durch die „Nicht-Epithel-Entfernung“ der Hornhaut vor Beginn der Behandlung. Bereits am Ende der Mini ARK plus CLAS sehen meine Patienten alle ziemlich gut und innerhalb von 24 - 48 Stunden danach erreichen Sie einen klaren Visus und eine fast totale Sehfähigkeit.

Ich kann natürlich nicht wissen, was Patienten geschieht, die von anderen Chirurgen mit der herkömmlichen traditionellen Methode der Vernetzung behandelt werden, d.h. mit der präventiven Entfernung des Epithels der Hornhaut. Ich kann mir vorstellen, dass einige Schnitte wegen der massiven Schwellung der Hornhaut, die aufgrund der Entfernung des Epithels der Hornhaut bei der aktuellen Anwendung der Vernetzung auftritt, die Öffnung einiger Schnitte mit sich bringt.

Ich weiß mit Sicherheit, dass jemand, der sich der traditionellen Methode der Vernetzung unterzieht (d.h. mit der Entfernung des Epithels) außer den starken Schmerzen und dem Brennen für einige Tage (4,7,10 Tage) nach der Operation, Probleme hat, ein befriedigendes Sehvermögen zu erreichen. Dies geschieht meist erst nach einigen Monaten nach der Behandlung. Um mich zu wiederholen, diese kann ich mir nur vorstellen. Ich weiß aber mit Sicherheit, dass dies bei meinen Patienten, die mit der CLAS behandelt werden, nicht auftritt.

Was Ihre Überlegungen zur Wirksamkeit der von mir entwickelten Technik der Mini ARK betrifft, nehme ich an, dass Sie mindestens 10 Patienten untersucht haben, wenn man die Überzeugung betrachtet, mit der Sie davon sprechen. Sie schreiben, dass die Wirksamkeit nur für einen kurzen Zeitraum gilt: das ist eigenartig. Meiner Erfahrung nach, nach über 8000 operierten Auge in 24 Jahren, kann ich sagen, dass die statistische Häufigkeit der nur zeitweiligen Wirksamkeit meiner Technik auf ca. 1 – 1,5% der operierten Augen geschätzt wird.

An diesem Punkt gibt es 2 Möglichkeiten:
Entweder waren Sie so „glücklich“ und haben 10 von diesen unglücklichen Patienten persönlich gesehen, die diesen regressiven Effekt hatten, von dem Sie hier sprechen oder die 2. Hypothese, Sie erzählen eine „große Lüge“ um die Patienten zu erschrecken.

Ich lade Sie daher ein, nicht nur allen Anwesenden in diesem Forum Ihre Kontaktdaten klar zu präsentieren, wie ich es mache, sondern auch die armen „Unglücklichen“, die Sie persönlich gesehen haben, dazu zu bringen, ihre Geschichte im Forum zu erzählen, und ebenfalls ihre Kontaktdaten bereitzustellen. In dieser Weise kann ich es selbst überprüfen (und ich bin bereit alle nötigen Transportmittel zu nehmen, um sie zu erreichen) und diese so unglücklichen Patienten sehen.

Die Charakteristiken des Forums erlauben viel zu oft, dass man Aussagen machen kann, die nicht erwiesen sind, versteckt hinter der Anonymität: dies erlaubt somit auch von Fakten oder Neuigkeiten zu berichten, die nicht beweisbar und somit höchstwahrscheinlich auch nicht wahr sind. Jemand, der ehrlich Einträge schreibt und veröffentlicht, wird keine Probleme haben, sich klar auszuweisen und seine Aussagen zu beweisen.

Was meine Aussagen betrifft, existieren neben den vielen deutschsprachigen Patienten, die im Forum schreiben, auch statistische Daten, die von mir geliefert wurden und ich lade jeden ein, ob Patient oder Arzt, an Sprech- und Operationstagen in meine Klinik zu kommen, um sich selbst ein Bild zu machen und dies zu überprüfen, indem Sie selbst frei mit den anwesenden Patienten sprechen. Ich habe keine „speziellen“ Tage, an denen ich die Fälle untersuche und operiere, die schlecht ausgingen. Daher ist es immer möglich, die Genauigkeit meiner Aussagen zu nachzuprüfen.

Es ist letztendlich klar, dass die finanziellen Interessen gegen meine Technik der Mini ARK sich in unterschiedlicher Weise im Forum widerspiegeln können, wenn man z.B. sieht, dass diese Technik gegen das Interesse der Hersteller von Kontaktlinsen oder Herstellern von Instrumenten zu Hornhauttransplantationen geht. Weiterhin gibt es immer jene Kollegen, die keine qualifizierte Erfahrung über Indikationen und die Wirksamkeit meiner chirurgischen Technik besitzen und am Ende auch die wenigen die aufgrund von beruflichem Neid agieren.

Ich entschuldige mich für diesen langen Text, aber ich glaube, richtig und vollständig auf Ihren Beitrag geantwortet zu haben.

Ich stehe Ihnen zur Verfügung, entweder via E-Mail, Telefon oder einem persönlichen Gespräch für weitere eventuelle Klärungen.

Dr. Massimo Lombardi
Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Der Autor haftet jedoch nicht fuer den Inhalt.
Norbert S.
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Post by Norbert S. »

Hallo Arne,

danke für Deinen Beitrag. Ich weiß, dass Du Dich sehr mit dem Thema beschäftigt hast und einiges an Erfahrungen gesammelt hast (ich drücke das jetzt mal positiv aus ;o)
Unter den "Insidern" warst Du als "Patch-Boy" bekannt.

Zu der Ermüdung der Augen nach ARK. Ich glaube nicht, dass das so sein muss. Bei mir ermüden die Augen nicht so schnell wie vor der OP, auch nicht im Vergleich zu Tagen, an denen ich ohne Linsen unterwegs war. Vielleicht liegt das aber auch an meinem allgemein besseren Allgemeinbefinden.
Dass es bei der ARK Nebenwirkungen geben kann, möchte ich allerdings auch nicht verschweigen. Diese sind m.E. jedoch kalkulierbar. Bei mir ist z.B. eine leichte Doppelsichtigkeit geblieben, mit der mein Gehirn aber gut zurecht kommt. Bewusst merke ich das gar nicht mehr.

Noch was anderes: Börni schreibt weiter oben, dass er kein KC Patient ist, sich jedoch sehr gut mit dem Thema auskennt, da er in der Branche tätig ist. Er muss sich also zum Glück nicht entscheiden, wollte hier aber sein ihm bekanntes Wissen kundtun. Ist ja eine tolle Sache.
Noch besser wäre natürlich eine offene Kommunikation und ein Austausch mit der "anderen Seite", also Dr. Lombardi (huhu Börni ;o)
Ein gegenseitiges Angreifen und Bekämpfen, wie es schon in anderen Foren der Fall war, ist allerdings konstruktiv.

Freundliche Grüße von
Norbert
Norbert S.
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Post by Norbert S. »

Hallo Herr Professor Lombardi,

von meiner Seite allerbesten Dank dafür, dass Sie sich im Forum beteiligen.
Ich bin zwar demnächst bei Ihnen zur Untersuchung, wo wir bestimmt einige Punkte besprechen können, möchte aber in dem Zusammenhang hier schon einmal zwei Fragen stellen (die stellen sich auch einige andere).
Warum ist nach der ARK überhaupt eine Vernetzung erforderlich, nachdem bereits die ARK eine Stabilisierung bringt?
Zweite Frage: Viele Ärzte sind der Meinung, dass bei der Vernetzung eine Epithel-Entfernung nötig ist, damit das Riboflavin richtig eindringen kann. Wie sind hier Ihre neuesten Erkenntnisse?

Freundliche Grüße von
Norbert
arnie
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Post by arnie »

Hallo an alle und besonders Norbert, Tim, Brille und Professor Lombardi!

Ich habe Brille mit Börni verwechselt, Entschuldigung dafür! Es tut mir Leid, denn Börni alleine wäre wohl kein Posting Wert gewesen.
Immerhin hat er es aber geschafft, dass Professor Lombardi geantwortet hat. Und zwar so erregt, dass er sogar die Grüße an uns vergessen hat. *g*

Danke Norbert und Tim für eure Grüße! "Patch-Boy" finde ich gar nicht so schlecht, allerdings war das Patch ja nur zwei Monate ein Teil von mir *g*. Für dich, Norbert, müsste man auch einen Spitznamen erfinden. Ich bewundere die Energie, mit der du dich mit deinem Wissen und deinen Erfahrungen immer wieder aktiv in die Diskussionen einschaltest. Das hilft! Ich für meinen Teil brauchte einfach mal eine Pause nach der letzten OP im März 2006. Zumal auch nur noch die Vernetzung in diesem Forum diskutiert wurde.

Mit der Ermüdung der Augen nach einer ARK scheine ich aus diversen Gründen besonders betroffen zu sein, allerdings darf man nicht vergessen, dass ich (außer beim Autofahren) bewusst auf eine Korrektur mit Linsen verzichte (mehr als drei Stunden Tragen der Rose-K-Linse ist aber auch kaum möglich). So benutze ich nur ein Auge, aber das andere mit 5% möchte auch helfen und stört dabei das andere Auge. Und dass ich außerdem bis zu 9 Stunden am Computer arbeite, ist auch nicht förderlich (deshalb auch keine Postings von mir, denn der Bildschirm ist nicht mein bester Freund ;-))

Um es noch mal klarzustellen: Ich bin sicher, dass die ARK eine sehr große Belastung des Auges darstellt. Diese ist wie jedes post-operative Phänomen aber nur temporär. In meinem Fall habe ich sogar unfreiwillig abgenommen und als es mir wieder besser ging, hatte ich wieder das normale Gewicht. So gefordert war der Körper. Und schließlich bleibt das Auge so lange schwächer, bis auch die Schnitte nach längerer Zeit (1 bis 2 Jahre) komplett (d.h. auch im Innnern) vernarbt sind.

Mal eine kleine interessante Beobachtung meiner Augenärztin am Rande:
Durch eine trockene Hornhaut kann ein Astigmatismus von bis zu drei Dioptrien beobachtet werde. Das ist auch bei mir so. Andersherum, bedeutet das, dass, wenn ich das Auge kontinuierlich befeuchte, es nachmittags bzw. abends zu keiner extremen Abnahme des Visus mehr kommt.

Abschließend habe ich mal zwei Fragen:
1. Wer hat wirklich verstanden, warum Professor Lombardi die Vernetzung in Kombination mit der ARK macht?
Anmerkung von mir: Dass sich Professor Lombardi mit der Vernetzung auseinandersetzt und für seine Zwecke nutzt (nach anfänglicher Kritik), finde ich unglaublich lobenswert. Dieser Mann verfolgt konsequent das Ziel, die Behandlung/Bekämpfung des Keratoconus weiter zu entwickeln (auch mit Bioresonanz oder mit mir als freiwilligem Versuchsobjekt). Ihm kann man wirklich vertrauen und er weiß genau, was als Ergebnis seiner Behandlung erwartet werden kann. Wenn er überhaupt einen Fehler gemacht hat, dann denjenigen, dass er Patienten helfen wollte, bei denen die ARK möglicherweise nicht mehr entscheidend helfen konnte (aber auch nichts anderes natürlich).

2. Ist die Vernetzung wirklich so populär, wie es das Forum suggeriert? Mir erschien die Vernetzung am Anfang als weniger interessant, weil sie keine entscheidenden Verbesserungen verspricht und nur die Hornhaut durch künstliche Alterung stärkt.

Wenn ich darüber nachdenke, sollte ich mal wieder nach Rom fahren, weil ich nach der OP im März 06 nicht mehr da war. Wann warst Ihr eigentlich das letzte Mal dort, Norbert und Tim?

Nochmals Gruß an alle!
Arne
AndreasM
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Joined: 2007-05-13, 23:04
KC-Experience: Bei mir wurde der Keratokonus am Do. den 10.05.2007 im Alter von 36 Jahren diagnostiziert.

Ich wurde am 8.10.2007 in Dortmund auf dem rechten Auge vernetzt.
Experience with eyeglasses / lenses: Im März 2008 wurden mit testweise Kontaktlinsen angefertigt, mit denen ich jedoch massive Probleme - und keine Sehverbesserung gegenüber der Brille hatte.
Meine Fielmann-Brille habe ich jedoch ausgemustert, nachdem mir dort klar gemacht wurde mehr sei nicht herauszuholen mit Brille.

Meine neue Brille von Amon&Sebold in Aschaffenburg hat mir jedoch gezeigt, daß nicht nur 70%, sondern auch 100% Sehstärke bei mir möglich sind - und damit bin ich nun glücklich
Operationen: Ich wurde am 8.10.2007 in Dortmund auf dem rechten Auge vernetzt.
Mögliche Ursachen: starker emotionaler Stress hat nach meiner Einschätzung meinen Keratokonus ausbrechen lassen bzw. gefördert.

Post by AndreasM »

Hallo Arne,

für mich ist die Vernetzung deshalb erste Wahl gewesen, weil ich noch recht gut mit Brille zurechtkomme und eben Kontaktlinsen bzw. eine weitere Verschlechterung vermeiden wollte.

Außerdem auch aus Kostengründen, denn jede alternative hätte ein mehrfaches an Kosten verursacht.

--
Gruß,

Andreas
andyH.
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Joined: 2005-02-07, 21:57
KC-Experience: kommt noch
Keratoconus since: ungefähr mit 16
Operationen: volles Programm:

linkes Auge: Tranplantation, wegen zu hoher Krümmung, danach noch gelasert. Trotzdem nur ca.60% mit starker Brille

rechts: zirkuläre Keratotomie mit Titanringring- hat überhaupt nicht funktioniert,
danach 2mal Operation in Rom bei Dr. Lombardi: ARK. Dann mit Brille ca.80%, aber Schmerzen im Auge und ständig schwankender Visus und Kopfschmerz
Sept. 09 Transplantation in Homburg.
Begeiterscheinungen: häufig Kopfschmerzen
Mögliche Ursachen: wenn ich das mal wüsste
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Post by andyH. »

Hallo zusammen,
möchte auch mal meinen Senf dazugeben...

1. Ich denke der Effekt, das man kurz( 1-2Tage) nach der ARK sehr gut sehen kann und dies später wieder weggeht ist doch schon gegeben, auf jeden Fall war dies bei mir der Fall. Bin zweimal operiert worden und hatte am nächsten Tag 90%Sehvermögen, was dann über ca. 2 Woche wieder auf 5% runter ist.

2. Ich komme weiterhin nicht damit klar, das die ARK irgendwie das Auge so verändert hat das mein Gehirn das veränderte Sichtfeld nicht vernünftig verarbeiten kann, d.H. Dauerkopfschmerz seit der ARK im Sommer 06.Andere Kopfschmerzursachen sind inzwischen ausgeschlossen.

3. Da ich auch das Gefühl habe das mein operiertes Auge alles andere als stabil ist, denke ich auch über die Vernetzung nach, frage mich aber ob die herkömliche Methode (wie von Prof. Kolhaas) oder die weiterentwickelte von Proff. Lombardi die "richtigere" ist. Werde Lombardi auf jeden Fall mal fragen ob er denkt das seine Vernetzung bei mir noch in Frage kommt um den Zustand zu stabilisieren.

4. Man kann sagen was mall will, Lombardi entwickelt neue Methoden und bietet viel im Kampf gegen den KC an. Man muss diese Möglichkeiten ja nicht wahrnehmen aber es ist doch gut das es diese gibt. Leider bin ich bisher noch nicht so überzeugt von meiner Entscheidung nach Rom zu gehen weil es mir seitdem nicht besser geht.
Norbert S.
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Post by Norbert S. »

Hallo Arne,

ich war ziemlich genau vor einem Jahr das letzte mal in Rom.
Ich hoffe mal, dass ich in etwa zwei Wochen bei meinem nächsten Besuch trotz des kurzen Aufenthaltes (bleibe nicht über Nacht) etwas Zeit mit Prof. Lombardi bekomme, um mich wieder zu aktualisieren.

Lombardi ist gerade dabei, etwas zu seiner neuen Vernetzungs-Methode zu veröffentlichen. Ich hoffe mal, dass das bald soweit ist.

Ja, ich finde es ebenfalls klasse, dass er sich auch über Methoden informiert, die er nicht so toll findet. Er will zumindest sicher sein, dass es nichts taugt und dies bestätigt haben. Ähnlich war es wohl mit der Vernetzung. Soweit ich das mitbekommen habe hatte er bei einem Kongress sehr interessante, wertvolle Infos dazu bekommen, die ihn bewegt haben, tiefer einzusteigen. Herausgekommen ist dann eine neue Methode und eine gewisse Begeisterung dafür.

Was anderes: Falls was zusammengeht, könnten wir ARK-ler ja auch einmal ein Treffen in Rom anpeilen. Sollte halt in der Nebensaison sein, wo die Zimmerpreise etwas normaler sind. Flüge gibt es ja günstig bei Billiganbieter.

Freundlicher Gruß von
Norbert