Hallo,
bin neu im Forum und möchte Euch gerne meine Eindrücke der Vernetzung schildern.
Mit diesem Bericht möchte ich vor allem denen die Angst nehmen (oder zumindest lindern), die vor einer Vernetzung stehen.
Ende September 2006: Voruntersuchung
(Dauer: ca. 3 Stunden, davon aber die meiste Zeit Wartezeit)
Die Voruntersuchung lief wie erwartet unspektakulär ab: Anmelden (nach kurzem Suchen), dann HH-Topographie und anschließend ein Gespräch mit Prof. Dr. Kohlhaas (übrigens sehr nett!) und einer Ärztin, die mich auch operiert hat (den Namen weiß ich leider nicht mehr genau – Pilotz oder so?!). Ich wurde über die Risiken und den groben Ablauf der OP informiert. Die Risiken bekam ich noch auf einem gesonderten Zettel, welchen ich unterschrieben zur OP mitbringen musste.
Anfang Oktober 2006
MONTAG: Vernetzung
Am ersten Montag im Oktober war es dann so weit: Der Tag der Vernetzung stand an. Nach einer Stunde Autofahrt erreichten wir das Krankenhaus. Nach ca. einer halben Stunde Wartezeit kam Dr. Pilotz (den Namen weiß ich leider nicht mehr genau, sorry..) und gab mir vorab eine Schmerztablette. Dann ging’s los: Ich wurde in den OP-Raum geführt und bekam ein Haarnetz. Dann wurde die Augenklammer eingesetzt, mein linkes Auge mittels zwei versch. Augentropfen betäubt und das Ephitel mit einer Art „Mini-Hockeyschläger“ entfernt – der unangenehmste Teil der ganzen Geschichte. Nicht weil es wehtut (absolut schmerzfrei), sondern weil man für die ca. 40sec alles etwas verschwommen sieht.
Der Rest ist relativ langweilig: Das Radio wurde angemacht, das Riboflavin wurde getropft (leicht kalt, man sieht alles für ca. 10sek nach dem Tropfen gelblich) und die UV-Lampe eingeschaltet.
Das ganze wiederholte sich ca. 30-40 Minuten lang, dann war der ganze Spuk vorbei.
Ich holte mir noch ein Eis und die verschriebenen Augentropfen, dann fuhren wir nach Hause.
Das Auge blieb bis zum Abend schmerzfrei, dann aber fing es an zu brennen. Ich konnte aber trozdem relativ früh einschlafen.
DIENSTAG: Nachuntersuchung in Dortumund
Zum meinem großen Überraschen wachte ich am Tag der deutschen Einheit ohne Schmerzen auf. Ich nahm vorsichtshalber noch eine Schmerztablette und wartete auf die „härtesten Schmerzen meins Lebens“, von denen ich in einigen Vernetzungs-Berichten las. Aber nichts da: ich fühlte mich (naja.. fast) pudelwohl.
Das Ergebnis der Nachuntersuchung war erfreulich: Alles verläuft bestens.
Und dann..
Der Rest der Zeit lässt sich schnell zusammenfassen: Ich musste noch einige Tage zwei verschiedene Augentropfen im stündlichen Wechsel nehmen und einige Male zum örtlichen Augenarzt, der die Dosis dann langsam reduzierte.
Heute geht es mir bestens: Das Sehvermögen ist nach wie vor ziemlich schlecht (so um 10%), ansonsten keine extreme Blendempfindlichkeit oder Fremdkörpergefühl.
Bereits am Freitag, also 4 Tage nach der OP, konnte ich wieder Fernsehnen gucken, wenn auch mit Sonnenbrille
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Prof. Kohlhaas und seine Kollegen der Augenabteilung des St.-Johannes-Hospitals Dortmund!!
Achja:
Ich habe jetzt (04.01.07) meine neue KL fürs Linke Auge gekriegt – sitzt absoulut gut, und das Sehvermögen mit KL ist auch leicht besser als vor der OP.